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Nothilfe Syrien: 225 Zelte und mobile Gesundheitsstation im Niemandsland errichtet

225 Familienzelte von Malteser International bieten Schutz vor der Kälte.

225 Familienzelte von Malteser International bieten Schutz vor der Kälte.

Bereits am Sonntag nahm eine mobile Gesundheitsstation von Malteser International und unserer syrischen Partnerorganisation den Betrieb auf.

Bereits am Sonntag nahm eine mobile Gesundheitsstation den Betrieb auf.

Zentausende Menschen harren im Niemandsland zwischen Syrien und der Türkei aus.

Zentausende Menschen harren im Niemandsland zwischen Syrien und der Türkei aus.

Nach wie vor harren zehntausende Menschen an der syrisch-türkischen Grenze aus. Damit so wenige wie möglich die kalten Nächte unter freiem Himmel verbringen müssen, werden im Grenzstreifen zwischen der Türkei und Syrien Zeltstädte errichtet. Die Malteser haben zu diesem Zweck 225 Familienzelte beschafft, die gestern von der syrischen Partnerorganisation aufgebaut wurden. Bereits am Sonntag wurde zudem eine mobile Gesundheitsstation in Betrieb genommen, um die medizinische Betreuung der Vertriebenen zu gewährleisten. Trotz des dringenden Appells des Flüchtlingshilfswerks UNHCR an die türkische Regierung, die Grenze für neu ankommenden Flüchtende aus der Region Aleppo zu öffnen, bleibt der Übergang Öncüpinar weiterhin geschlossen. Die türkische Regierung ist bemüht, zusammen mit lokalen und internationalen Hilfsorganisationen, die Not der Menschen zu lindern.

„Die Versorgung einer so großen Menge an Leuten ist eine enorme logistische Herausforderung, insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen Sicherheitslage,“ berichtet der Malteser Programmkoordinator Dr. Shaheen Haque aus Kilis. „Wir haben es mit Menschen zu tun, die seit Jahren in einem Kriegsgebiet leben, in dem die medizinische Infrastruktur systematisch zerstört wurde. Viele von ihnen sind bereits mehrfach geflohen, besonders der Gesundheitszustand von Kindern, Schwangeren und älteren Menschen ist zum Teil sehr schlecht.“

Auch fehlt es auf syrischer Seite an Vorbereitung und Kapazitäten, um noch mehr Flüchtende unterbringen und versorgen zu können. Viele der bestehenden Vertriebenen-Camps sind im Laufe des Krieges als ungeordnete Zeltstädte entstanden, die nur sporadisch durch Hilfslieferungen versorgt wurden. „Über die schlechten hygienischen Bedingungen, die mangelnde Müll- und Abwasserentsorgung und die ungenügende Bodenbefestigung ist wieder und wieder berichtet worden. Wenn über einen längeren Zeitraum viel mehr Menschen auf dem Grenzgebiet untergebracht werden sollen, müssen neue Camps eingerichtet werden. Auch wenn das keine langfristige Perspektive für die Menschen sein kann – gefangen im Niemandsland – gibt es derzeit keine Alternative, um möglichst vielen Flüchtenden das Leben zu retten“, erläutert Dr. Haque. 

Das Auswärtige Amt hat für Soforthilfemaßnahmen der Malteser 200.000 Euro bereitgestellt.

Die Malteser sind Mitglied der „Aktion Deutschland Hilft“ und dringend auf Spenden für die Menschen auf der Flucht in Syrien angewiesen:

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Aktion Deutschland Hilft e. V.
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Stichwort: „Hilfe für Flüchtlinge“

Achtung Redaktion:
Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für die Region Nahost bei Malteser International steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung. Vermittlung: +49 221 9822-169, elena.stein(at)malteser-international.org 

Ihr Kontakt

Katharina Kiecol
+49-(0)221-96441-181
Email: katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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