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Ohne Ursachenbekämpfung führt humanitäre Hilfe ins Leere

Malteser International zum Welttag der humanitären Hilfe
Sid Peruvemba, stellvertretender Generalsekretär von Malteser International, besucht eine Rehaeinrichtung für syrische Flüchtlinge in Kilis, Türkei.

Sid Peruvemba, stellvertretender Generalsekretär von Malteser International, besucht eine Rehaeinrichtung für syrische Flüchtlinge in Kilis, Türkei. Foto: Malteser International

Weltweit leistete Malteser International im ersten Halbjahr 2016 Nothilfe für mehr als 82.000 Menschen.

Weltweit leistete Malteser International im ersten Halbjahr 2016 Nothilfe für mehr als 82.000 Menschen. Foto: Malteser International

Rund 85.000 Menschen konnte Malteser International einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Rund 85.000 Menschen konnte Malteser International einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen. Foto: Malteser International

Köln. Zum Welttag der humanitären Hilfe am 19. August weist Malteser International auf den ungebremsten Bedarf an humanitärer Hilfe hin und mahnt an, die Ursachenbekämpfung von Krisen und Konflikten nicht zu vergessen: „Humanitäre Hilfe ist derzeit auf einem Rekordniveau, aus ihrer ursprünglichen Notfunktion ist in einigen Teilen der Welt allerdings ein Normalzustand geworden. Sie droht endlos zu werden, wenn nichts an den Ursachen von Konflikten getan wird. Denn die humanitäre Hilfe lindert nicht nur Leid, sondern im allerschlimmsten Fall auch den notwendigen politischen Handlungsdruck. Wenn politisch gar nichts mehr geht, geht ja immer noch humanitäre Hilfe“, sagt Sid Johann Peruvemba, Programmdirektor und stellvertretender Generalsekretär von Malteser International.

Malteser International weist darauf hin, dass Konflikte ihren Ursprung meist in sozialen Ungerechtigkeiten und schlechter Regierungsführung von korrupten und machthungrigen Eliten haben. Daher sei neben dem Bereitstellen unparteilicher und neutraler humanitärer Hilfe an der Perspektive einer stärkeren sozialen Gerechtigkeit unbedingt festzuhalten. „Wir brauchen beides: Humanitäre Hilfe, die die größte Not lindert, und eine gute Entwicklungspolitik, die soziale Ungerechtigkeit beseitigt und gute Regierungsführung fördert“, so Peruvemba.

Die Stärkung der Zivilgesellschaft und der lokalen Akteure gehört dabei laut Peruvemba zu den notwendigen Teilen einer guten und mit Perspektive versehenen Hilfe. Sie sei ein Fundament für die zivile Krisenprävention, die ein weiteres wichtiges Instrument zur Vermeidung von Konflikten sei. Auch müsse die konfliktsensible Gestaltung der Hilfsmaßnahmen wieder stärker akzentuiert werden, damit mögliche negative Wirkungen der Hilfe gelindert werden.

Weltweit leistete Malteser International im ersten Halbjahr 2016 Nothilfe für mehr als 82.000 Menschen, versorgte sie mit Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Kleidung oder Decken und stellte Notunterkünfte für Menschen auf der Flucht oder Betroffene von Naturkatastrophen bereit. Rund 85.000 Menschen konnte Malteser International einen Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglichen.

Der Welttag der humanitären Hilfe erinnert am 19. August an alle, die helfen und dabei ihr Leben riskieren, ob als Freiwillige oder Mitarbeitende in Hilfsorganisationen.

Achtung Redaktion: Sid Peruvemba, Malteser International stellvertretender Generalsekretär, steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung.
Vermittlung: +49 221 9822-155, katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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