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Monsun in Süd- und Südostasien: Katastrophenvorsorge hat Schlimmeres verhindert

Yangon/Islamabad/Köln. Die sehnlich erwartete Regenzeit hat in mehreren Ländern Süd- und Südostasiens zu schlimmen Überflutungen geführt. Besonders dramatisch ist die Lage in Myanmar, wo ungewöhnlich starker Monsunregen die schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten verursacht hat. Rund eine Million Menschen sind hier betroffen. Doch in den von Malteser International betreuten Projektdörfern in und um Sittwe, der Hauptstadt des besonders schwer betroffenen Staates Rakhine, waren dank der in der Katastrophenvorsorge geschulten Dorfbewohner keine Toten und Verletzten zu verzeichnen. 

„Unsere Frühwarnung hat hier funktioniert“, berichtet Malteser International Länderkoordinator Johannes Kaltenbach aus Myanmar. „Als wir in den Dörfern bei den von uns geschulten Katastrophenvorsorgeteams angerufen haben, waren alle schon informiert und vorbereitet. Die Menschen hatten sich entweder selbst rechtzeitig in Sicherheit gebracht oder waren evakuiert worden. Außerdem konnten die Teams uns umgehend per Handy mitteilen, welche Hilfe sie brauchen.“ Bereits seit 2005 schult Malteser International die Dorfbewohner in und um Sittwe in Katastrophenvorsorge, richtet Katastrophenvorsorgeteams ein und führt Trainings für die lokalen Behörden durch. 

Doch die Menschen brauchen jetzt dringend Nahrungsmittel, Trinkwasser, Medikamente und ein Dach über dem Kopf. Nach umgehenden Erkundungen in 80 Dörfern im Rakhine-Staat leistet Malteser International zusammen mit lokalen Partnern Fluthilfe in Sittwe, der Hauptstadt des schwer betroffenen Staates Rakhine, sowie in den beiden nördlich gelegenen Landkreisen Maungdaw und Buthidaung. In Pakistan unterstützen die Malteser die Fluthilfe der lokalen Gesundheitsbehörde in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. 

In und um Sittwe versorgt Malteser International mit finanzieller Unterstützung durch die Schweizer Botschaft fast 1.500 Einwohner mit lebenswichtigen Hilfsgütern wie Kleidung, Küchenutensilien, Wasserfiltern, Decken, Schlafmatten, Moskitonetzen und Hygieneartikeln. In den kommenden Wochen sollen hier auch Nahrungsmittel und Trinkwasser an rund 10.000 Menschen verteilt werden. In Maungdaw und Buthidaung ist Malteser International mit neun medizinischen Teams im Einsatz, um Kranke und Verletzte zu behandeln. Zudem haben die Malteser damit begonnen, Trinkwasserteiche auszupumpen und zu reinigen. An rund 3.500 betroffene Frauen sollen Kits mit Kleidung und Hygieneartikeln ausgegeben werden.

Auch in anderen Ländern Süd- und Südostasiens sind Millionen Menschen von ungewöhnlich starken Monsunregen, Überschwemmungen und Erdrutschen betroffen. In Pakistan wird Malteser International als eine von wenigen internationalen Hilfsorganisationen im besonders stark betroffenen Distrikt Chitral in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa die Fluthilfe der lokalen Gesundheitsbehörde mit Medikamenten, Hygiene- und Baby-Kits, Moskitonetzen, Wasserreinigungstabletten, Aufklärungsmaterial und medizinischem Personal unterstützen. 90 Prozent des Distrikts sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten, viele Dörfer sind nur per Helikopter erreichbar. In Nepal, wo Malteser International seit dem schweren Erdbeben im April Nothilfe leistet und den Menschen bei ihrem Neuanfang hilft, verschlimmert der Monsun die Lage der vielen Betroffenen, die noch immer in Zelten leben müssen. 

Achtung Redaktionen: 
Johannes Kaltenbach, Malteser International Länderkoordinator, steht in Myanmar für Interviews zur Verfügung. Tel. +49 221 9822-155, petra.ipp(at)malteser-international(dot)org 

Für die Ausweitung seiner Fluthilfe ist Malteser International dringend auf Spenden angewiesen.
Helfen auch Sie den von den schweren Überschwemmungen betroffenen Menschen mit Ihrer Spende!

Ihr Kontakt

Katharina Kiecol
+49-(0)221-96441-181
Email: katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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