Der Großteil der Vertriebenen musste weite Strecken zurücklegen und erreichte die Nachbardistrikte erschöpft und dehydriert. Viele sind zudem traumatisiert, da sie nicht nur ihre Häuser und ihren Besitz, sondern auch Familienangehörige verloren haben. Durch die angespannte Sicherheitslage sind besonders Frauen und Kinder permanentem Stress ausgesetzt.
Malteser International reagiert auf die aktuelle Krise mit der Entsendung zweier medizinischer Teams in den Mardan Distrikt. Die Teams bestehen aus jeweils einem Arzt, einer Hebamme, einem medizinisch-technischen Assistenten und einem Sozialarbeiter; alle stammen aus dem Swat-Tal und angrenzenden Regionen und sind bestens vertraut mit den Bedingungen vor Ort.
Die Teams arbeiten in enger Abstimmung mit den lokalen Gesundheitsbehörden und unterstützen weitere medizinische Teams. Sie sind ausgestattet mit Medikamenten und Instrumenten, um alle notwendigen Basis-Gesundheitsdienste leisten zu können.
Sobald die von den Maltesern betreuten IDPs in ihre Heimatgebiete in Swat zurückkehren, werden auch die medizinischen Einsatzteams ihre Arbeit in Swat fortsetzen.
Malteser International konzentriert sich auf die Versorgung von Vertriebenen, die bei Gastfamilien unterkommen konnten. Ein Hauptaugenmerk liegt auf den besonders verwundbaren Gruppen wie schwangere und stillende Frauen, Kleinkinder und ältere Menschen. Die in den Camps lebenden Binnenflüchtlinge haben meist Zugang zu grundlegender Versorgung. Außerhalb der Camps erhalten die Vertriebenen dagegen kaum Unterstützung, da sie verteilt leben und zunächst identifiziert werden müssen. Auch die Gastfamilien leben häufig in Armut und müssen mit wenig Nahrung und schlechter Wasserqualität zu Recht kommen. Die lokalen Gesundheitsbehörden sind stark überlastet und durch die große Anzahl der zusätzlich zu versorgenden Binnenflüchtlinge mangelt es um so mehr an Mitarbeitern und an Medikamenten.
Viele der Vertriebenen aus den bergigen Regionen leiden auch unter der extremen Hitze von bis zu 45 Grad Celsius im Mardan Distrikt. Sie sind zudem ungewohnten Gesundheitsrisiken wie der Malaria und anderen durch verunreinigtes Wasser übertragbaren Krankheiten ausgesetzt und leiden häufig an Atemwegsinfektionen.
Verbesserung der Gesundheitssituation von Binnenflüchtlingen und von der Flüchtlingskrise betroffenen Gemeinden, mit Schwerpunkt auf besonders verwundbaren Gruppen wie schwangere und stillende Frauen, Kleinkinder und ältere Menschen sowie weitere Risikogruppen
- Entsendung zweier medizinischer Teams mit erfahrenen Mitarbeitern zur Unterstützung der lokalen Gesundheitsbehörden im Mardan Distrikt
- Ausstattung der medizinischen Teams mit den nötigen Medikamenten und Instrumenten für die Arbeit unter lokalen Bedingungen
- Sicherung einer Basis-Gesundheitsversorgung für Binnenflüchtlinge und die vom Flüchtlingsstrom betroffenen Gemeinden und Gastfamilien mit einem Schwerpunkt auf besonders verwundbare Gruppen wie schwangere und stillende Frauen, Kleinkinder und ältere Menschen sowie weitere Risikogruppen
- Unterstützung laufender Impfkampagnen und Registrierung mangelernährter und dehydrierter Binnenflüchtlinge
- Nach Bedarf: Bereitstellung und Verteilung von Notfall-Hygiene-Kits an Binnenflüchtlinge und Gastfamilien im Mardan Distrikt, um negative Effekte der zusätzlichen Belastung von Haushalten abzudämpfen
| Projektdaten | |
| Dauer: | Mai 2009 bis Juli 2010
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| Finanzierung: | Malteser International Eigenmittel und private Spenden |
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| Kontakt | |
| Malteser: | Dr. Jürgen Clemens |
| 0221-9822-205 |
| info(at)malteser-international.org |