Katastrophenvorsorge
Die Katastrophenvorsorge ist ein wesentlicher Bestandteil der humanitären Hilfe, sowohl in der Nothilfe als auch in der Wiederaufbauphase und in langfristigen Entwicklungsinitiativen.
Dennoch wurde ihr bisher noch nicht genügend Beachtung geschenkt. Angesichts der Diskussion über den Klimawandel, der Probleme, die damit auf die Menschen in den Großstädten zukommen und der steigenden Anzahl von Naturkatastrophen gilt es, spezielle Vorsorgeprogramme zu entwickeln. Diese müssen einerseits verhindern, dass Naturphänomene zu Katastrophen werden, und andererseits deren Auswirkungen mildern und den gefährdeten Menschen helfen, sich besser auf drohende Naturkatastrophen vorzubereiten und sich vor ihnen zu schützen. Klimawandel, Migration - beispielsweise vom Land in die Städte - und sozioökonomischer Druck bringen mehr und mehr Menschen in Gefahr.
Sei es durch die Verstärkung von Häusern gegen Erdbeben und Zyklone, durch den Bau von flutsicheren Notunterkünften oder die Schulung von Notfallteams und Freiwilligen im Aufbau von Warnsystemen in den Dörfern – Malteser International integriert in viele Projekte Komponenten zur Katastrophenvorsorge. Der Fokus liegt dabei deutlich auf gemeindebasierter Katastrophenvorsorge, um die Menschen in gefährdeten Gebieten besser auf einen Notfall vorzubereiten.
Zum Beispiel: Gemeindebasierte Katastrophenvorsorge in West Papua/Indonesien
Oft sind es einfache Maßnahmen, die eine hohe Opferzahl während einer Katastrophe, aber vor allem danach verhindern könnten.
Die Einwohner des Distrikt Manokwari, die sich fast ausschließlich aus der indigenen und benachteiligten Bevölkerung zusammensetzen, sind sich dieser Möglichkeiten und meist auch der Gefahren selber nicht bewusst, oder können aufgrund der schwach ausgebauten Strukturen keine ausreichende Vorsorge treffen.
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Interview
Roland Hansen, Abteilungs- leiter für Asien und Haiti: "Katastrophenvorsorge dient der Schadensminimierung"










