Isiolo und Marsabit, nördliches Kenia

Nahrungsmittel und Medikamente für 73.000 Menschen

Anhaltende Trockenheit hat am Horn von Afrika zur schlimmsten Dürrekatastrophe der vergangenen 60 Jahre geführt. Nach dem Ausfall von zwei Regenzeiten leiden mehr als 12 Millionen Menschen Hunger.

Im Norden Kenias stellt Malteser International in Zusammenarbeit mit Helfern der beiden Diözesen Isiolo und Marsabit mit Nahrungsmitteln und Medikamenten die Grundversorgung von insgesamt 73.000 Menschen sicher. Zudem erhalten rund 480 Mütter und Gesundheitshelfer Schulungen, wie sie mangelernährte Kinder richtig pflegen und auch mit wenigen Nahrungsmitteln Mangelernährung und damit einhergehende Krankheiten vermeiden können.

Im Anschluss an die akute Nothilfe plant Malteser International bereits längerfristige Hilfen in der Region, um die Selbsthilfekräfte der Bevölkerung zu stärken und sie besser auf zukünftige Naturkatastrophen und deren Auswirkungen vorzubereiten. Schon bei vorherigen Dürren in den Jahren 2006 und 2009 haben die Malteser in den Diözesen Marsabit und Isiolo im Norden Kenias geholfen. Sie sind seit zehn Jahren in Kenia tätig.

Im Nordosten Kenias lernen Mütter, wie sie auch mit wenigen Nahrungsmitteln Mangelernährung vermeiden können.
Im Nordosten Kenias lernen Mütter, wie sie auch mit wenigen Nahrungsmitteln Mangelernährung vermeiden können.
Diese Familie im Dorf Segel hat auch von Malteser International Reis, Öl und Bohnen erhalten.
Diese Familie im Dorf Segel hat auch von Malteser International Reis, Öl und Bohnen erhalten.
Ein unterernährtes Kind wird in einem von Malteser International unterstützten Gesundheitszentrum im Nordosten Kenias untersucht.
Ein unterernährtes Kind wird in einem von Malteser International unterstützten Gesundheitszentrum im Nordosten Kenias untersucht.

Die Weidegründe sind ausgetrocknet, das Vieh ist gestorben und die Familien - in der Regel Halbnomaden – haben kein Geld, um Lebensmittel zu kaufen. Gerade in ländlichen Gebieten wie den Regionen Isiolo und Marsabit brauchen die Menschen deshalb dringend Nahrungsmittel und Medikamente. Sie sind geschwächt und besonders anfällig für Krankheiten. Bereits jedes dritte Kind ist akut mangelernährt. Es wird viele Monate, wenn nicht Jahre dauern, bis sich Mensch und Tier von den Folgen dieser Dürre erholt haben.

  • Nothilfe durch Nahrungsmittellieferungen für akut von Hunger bedrohte Menschen und Bereitstellung von Medikamenten für die Gesundheitsstationen
  • Langfristige Hilfe im Bereich Katastrophenvorsorge, damit die Menschen in der Region besser auf künftige Dürrezeiten vorbereitet sind
  • Verteilung von monatlichen Rationen aus Reis, Mais, Bohnen, Speiseöl und Salz
  • Ausgabe von zusätzlichen Monatsrationen Speiseöl und Unimix - einem mit lebensnotwendigen Nährstoffen und Vitaminen angereichertem Mehl – an besonders Bedürftige wie Kinder, schwangere und stillende Frauen sowie alte und kranke Menschen
  • Unterstützung der Gesundheitszentren in der Region mit Medikamenten gegen Durchfallerkrankungen, Wurmbefall und bakterielle Infektionen
  • Verteilung von Moskitonetzen an 3.000 Familien.
  • Schulung von rund 480 Müttern und Gesundheitshelfern in richtiger Pflege mangelernährter Kinder und der Prävention von Mangelernährung und damit einhergehenden Krankheiten
Projektdaten
Dauer:Seit Juli 2011
Finanzierung:Aktion Deutschland Hilft, Auswärtiges Amt, Nachbar in Not, Sternstunden e.V., Malteser International
Partner:Diözesen Isiolo und Marsabit
 
Kontakt
Malteser:

Katja Horstmann
info(at)malteser-international.org

 

Mediathek

Dürre am Horn von Afrika: Hilfe für eine bessere Zukunft (2011, ich.tv)

1.000 Familien im Dorf Korr erhielten Nahrungsmittel von Malterser International.

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Hungerkatastrophe Ostafrika: Nothilfe-Koordinatorin Ute Kirch im Interview mit Radio Stephansdom (28. Juli 2011)

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Interview mit Nothilfe-Koordinatorin Ute Kirch in Kenia

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