Darbonne und Umgebung / Haiti

Gesundheit und gute Ernährung für Mutter und Kind in Léogâne

Impfkampagnen sind wichtig zur Prävention von Krankheiten.
Impfkampagnen sind wichtig zur Prävention von Krankheiten.

Schon vor dem Erdbeben vom Januar 2010 waren Gesundheitsdienste in den ländlicheren Gegenden von Haiti kaum vorhanden. Die Katastrophe hat die Situation im Allgemeinen und insbesondere von verwundbaren Gruppen - Frauen und Kindern - noch um ein Vielfaches verschärft.

Sowohl die Mütter- als auch die Kindersterblichkeitsrate liegen in Haiti außerordentlich hoch. Hinzu kommen - vor allem in der Regenzeit - Atemwegs- und Durchfallerkrankungen sowie Malaria, die die Haupttodesursache von Kindern darstellen.

Durch das Erdbeben haben sich zudem der sowieso schon mangelhafte Ernährungsstatus, die sanitären Verhältnisse und die unzureichende Hygienesituation noch verschlechtert.

Im Rahmen eines umfassenden Programmes sichern die Malteser deshalb den Zugang der Bevölkerung zu adäquaten Basisgesundheitsdiensten, verbessern die Mutter- und Kindgesundheit sowie die Ernährungssituation in der Region und sorgen für eine nachhaltige Stärkung des Hygiene- und Gesundheitsbewusstseins und Verhaltens der Bevölkerung. Hierzu entwickeln sie gemeinsam mit den Gemeinden Aktionspläne und konkrete Maßnahmen.

Der Ausbruch der Cholera in weiten Teilen des Landes führte auch in Darbonne und Umgebung zu einem Anstieg der Krankheitsfälle, so dass eine sogenannte Cholera Treatment Unit (CTU) in das Gesundheitszentrum integriert wurde. Seit der Eröffnung des Einrichtung am 16. März 2011 bis Ende April behandelten die Malteser Mitarbeiter bereits 98 Cholerapatienten mit Erfolg.

  • Nachhaltige Sicherung der Basisgesundheitsversorgung: Versorgung schwer zugänglicher Gemeinden mittels eines semi-permanenten Gesundheitszentrums und mobiler Gesundheitsteams; Bereitstellung und Gewährleistung hochwertiger Gesundheitsdienste durch Einbindung sowie Schulung von ortsansässigen Gemeindegesundheitshelfern.
  • Reduzierung der Mütter- und Säuglingssterblichkeit und Senkung der Krankheitshäufigkeit durch Verbesserungen im Bereich Geburtshilfe, Schwangerschaftsvor- und Nachsorge sowie Schulung, Ausstattung und Einbindung von Hilfshebammen auf Dorfebene und den Aufbau von Mütter-Beratungsgruppen
  • Dauerhafte Verbesserung des Ernährungsstatus von Schwangeren und stillenden Müttern sowie von Säuglingen und Kindern unter fünf Jahren durch das Anlegen von Kleingärten und die Durchführung von Trainings in diesem Bereich
  • Allgemeine Stärkung des Hygiene- und Gesundheitsbewusstseins in der Bevölkerung durch umfangreiche Gesundheits- und Hygieneaufklärungskampagnen in Gemeinden und an Schulen sowie Verbesserung der Sanitär- und Trinkwasserversorgung durch die Förderung und Durchführung von Aktionsplänen / Kleinprojekten auf Dorfebene
  • Basisgesundheitsversorgung in einem semipermanenten Gesundheitszentrum und durch mobile Gesundheitsteams
  • Einbindung, Schulung und Ausstattung von lokalen Gemeindegesundheitshelfern
  • Durchführung von Impfkampagnen
  • Verteilung von 12.000 imprägnierten Moskitonetzen zur Senkung der Malaria-Erkrankungs- und Sterberaten
  • Förderung der Mutter-Kind-Gesundheit durch verbesserte Geburtshilfe, Schwangeren-Vor- und Nachsorge, Ausbildung und Ausstattung von Hilfshebammen auf Dorfebene und Gründung von Mütter-Beratungsgruppen
  • Durchführung von Aktionsplänen gegen Unter- und Fehlernährung von schwangeren und stillenden Frauen, Babys und Kindern unter fünf Jahren u.a. durch Ernährungsberatung, Anlage von Obst- und Gemüsegärten und Kleintierhaltung
  • Aufklärungskampagnen zum Thema Gesundheit und Hygiene in Dörfern und Schulen
  • Kleine Projekte und Aktionspläne auf Dorfebene in den Bereichen Einkommenssicherung, Zugang zu sauberem Trinkwasser, adäquate Sanitäranlagen und Abfallentsorgung
  • Aufbau eine Cholera Treatment Unit (CTU) mit 20 Betten. Eine Ambulanz ist 24 Stunden am Tag in Bereitschaft um eine schnelle Überweisung und Behandlung zu garantieren.
Projektdaten
Dauer:Seit Juli 2010
Finanzierung:Nachbar in Not (Österreich), EADS, Aktion Deutschland Hilft, Malteser International, Spenden
 
Kontakt
Malteser:Maren Paech
info(at)malteser-international.org
 

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