Das vorhandene Gesundheitssystem ist durch die Katastrophe völlig überfordert, die Infrastruktur stark eingeschränkt.
Unmittelbar
nach dem Erdbeben hat Malteser International mit Unterstützung des
internationalen Netzwerkes des Malteserordens mit Hilfsmaßnahmen
begonnen. In Port-au-Prince kümmerte sich ein internationales Team aus
Ärzten, Krankenschwestern und Pflegern um die medizinische
Erstversorgung in dem teilweise zerstörten Krankenhaus Francois de
Sales. Daneben unterstützen die Malteser zwei Organisationen aus der
Dominikanischen Republik, die in Haiti tätig sind, bei der Verteilung
von Lebensmitteln und weiteren Hilfsgütern sowie der psycho-sozialen
Betreuung der Überlebenden. In einem vom Malteserorden seit mehr als 15
Jahren geförderten Krankenhaus in Milot im Norden des Landes konnten
Schwerverletzte, die per Hubschrauber transportiert wurden, chirurgisch
behandelt werden. Ferner wurden Nahrungsmittel für 1.000 Patienten,
Familienangehörige und Freiwillige in Milot beschafft.
Inzwischen
konzentriert Malteser International seine Hilfen auf die Stadt Léogâne,
die 30 km westlich von Port au Prince liegt und zu 90% zerstört wurde.
In einem Gesundheitsposten kümmert sich ein internationales Malteser
Team um die Verletzten, leistet Geburtshilfe und stellt eine
Basisgesundheitsversorgung sicher. Eine zweite Gesundheitsstation
betreiben die Malteser im rund 30 Kilometer entfernten Darbonne. Mobile
medizinische Teams behandeln Verletzte und Kranke auch in den
umliegenden Dörfern.
Auch mittel- und langfristig wird sich Malteser
International im Bereich der Basisgesundheitsversorgung engagieren und
Hilfsmaßnahmen zur Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser,
sanitärer Grundversorgung und Hygiene (WASH) starten. Gemeinsam mit
Partnerorganisationen werden die Malteser Impfkampagnen unterstützen
sowie Kampagnen zur Gesundheits- und Hygieneerziehung durchführen.
Ferner werden sie sich auch um die psycho-soziale Betreuung der
Überlebenden kümmern.
- Sicherstellung der medizinischen Versorgung
- Sicherung des Zugangs zu sauberem Trinkwasser, sanitärer Grundversorgung und Hygiene (WASH)
- Wiederaufbau von Krankenhäusern und Gesundheitszentren
- Integration der medizinischen Maßnahmen in die staatlichen Gesundheitsstrukturen
- Nachhaltige Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und der Lebensbedingungen der Menschen in Léogâne und Umgebung
- Psycho-soziale Betreuung von Überlebenden des Erdbebens
- Medizinische Notversorgung der Überlebenden des Bebens in Port-au-Prince
- Installation eines Erdbebenfrühwarnsystems
- Verteilung von Medikamenten, Nahrungsmitteln und weiteren Hilfsgütern
- Medizinische Grundversorgung für etwa 75.000 Einwohner des Landkreises Léogâne
- Aufbau und Betrieb von zwei Gesundheitsstationen in Léogâne und Darbonne
- Medizinische Grundversorgung der Bevölkerung in den Dörfern des Umlands durch mobile medizinische Teams
- Unterstützung von Impfkampagnen
- Durchführung von Kampagnen zur Gesundheits- und Hygieneerziehung
- Bereitstellung von drei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen
- Wiederaufbau und Inbetriebnahme von Krankenhäusern in Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen
- Durchführung
von Workshops für Frauen und Kinder zur psycho-sozialen Rehabilitierung
in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen
| Projektdaten | |
| Dauer: | Seit Januar 2010 |
| Finanzierung: | Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft (ADH),
Büro für Humanitäre Hilfe der Europäischen Kommission (ECHO), Nachbar in
Not, internationales Netzwerk des Malteserordens, Spenden, Malteser
International; Sachspenden: EADS, Sectyelectronics, Air Berlin |
| Partner: | internationales Netzwerk des Malteserordens, COTEDO, MUDHA, arche noVa |
Personal:
| 5 internationale Mitarbeiter, wechselnde
Freiwilligeneinsätze des internationalen Netzwerks des Malteserordens,
etwa 40 lokale Mitarbeiter (lokales Team noch im Aufbau) |
Kontakt | |
| Malteser: | Maren Paech |
| |
| info(at)malteser-international.org |