Belle Anse / Haiti

Gemüsegärten, Latrinen und ein Aquädukt für die Menschen in Belle Anse

Wasser ist ein schwer zugängliches Gut in Belle Anse. Die Menschen transportieren es stundenlang mit Hilfe von Eseln nach Hause.
Wasser ist ein schwer zugängliches Gut in Belle Anse. Die Menschen transportieren es stundenlang mit Hilfe von Eseln nach Hause.

Die Gemeinde Belle Anse liegt im südöstlichsten Department Haitis und gehört zu den ärmsten des Landes. Sie umfasst sowohl ländliche als auch urbane Gebiete, von denen einige über den Landweg schwer zugänglich sind. Das Erdbeben vom 12. Januar 2010 zerstörte in  Belle Anse  108 Häuser komplett und beschädigte rund 2.400 schwer.

Internationale Organisationen schätzen, dass mindestens 8.000 Menschen aus der Hauptstadt und anderen von der Katastrophe betroffenen Regionen in die Gemeinde immigriert sind. Die ohnehin schon prekäre Versorgungslage der Bevölkerung hat sich dadurch  weiter verschlechtert. Im November 2010 kam es zudem in der Region zum Ausbruch der Cholera.

Im Anschluss an ein Projekt zur Cholera-Prävention  konzentriert sich  Malteser International seit August 2011 zusammen mit der dominikanischen Partnerorganisation COTEDO auf eine verbesserte Wasser-, Sanitär- und Nahrungsmittelversorgung  in den ländlichen Gemeinden Bel Air und Caduc. Im Mittelpunkt dieses neuen Projektes stehen insbesondere  von extremer Armut betroffene Familien.

Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie  Stärkung der Selbsthilfemechanismen der Bevölkerung in den ländlichen Gemeinden Bel Air und Caduc. Dies soll durch eine Verbesserung der Situation in folgenden Bereichen erzielt werden:

  1. Wasser
  2. Sanitärversorgung und Hygiene
  3. Ernährung
  4. Stärkung zivilgesellschaftlicher Strukturen
  • Bau eines Aquäduktes und von Wasserreservoirs zur Entnahme von Wasser in den Gemeinden Caduc und Bel Air
  • Gründung und Ausbildung eines Wasserkomitees mit Mitgliedern aus Caduc und Bel Air zur Betreuung des Aquäduktes
  • Bau von 50 Haushaltslatrinen im nördlichen Caduc
  • Gründung und Ausbildung eines Latrinenkomitees
  • Aufklärungskampagne zu Wassernutzung und Hygienestandards
  •  Anlage von zwei Gemeinschaftsgärten in  Caduc
  • Anlage von 30 individuellen Haushaltsgärten in Caduc
  • „Capacity Building“ in den Bereichen Gartenbau und Ernährung
Projektdaten
Dauer:Seit August 2011
Finanzierung:Malteser International
Partner:Cotedo
 
Kontakt
Malteser:Maren Paech
info(at)malteser-international.org
 

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Malteser International in Haiti - ein Jahr nach dem Erdbeben (2011, mmpro)
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Eindämmung der Cholera: Dr. Sibylle Gerstl, Referentin für Gesundheit, im Interview mit Radio Horeb (24.11.2010)
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