Trotz großer Fortschritte im wirtschaftlichen Bereich in den letzten Jahren ist Peru noch immer ein Land, dessen Bevölkerung mit großer Armut und Ungerechtigkeit zu kämpfen hat: Nahezu die Hälfte der Peruaner gilt als arm, die meisten von ihnen sind Ureinwohner. Im Jahr 2002 gründeten einige engagierte Peruaner der freiwilligen Hilfsdienst "Malteser Peru", um die Lebensqualität vieler Menschen verändern und ihnen bessere Perspektiven zu bieten. Die Arbeit der Freiwilligen konzentriert sich auf die Unterstützung von sozial benachteiligten Menschen, vor allem Kindern, Frauen und Senioren. Malteser International unterstützt die verschiedenen Sozialprogramme von 8 Maltesergliederungen seit dem Erdbeben im August 2007.
Unmittelbar nach dem Erdbeben leisteten zahlreiche ehrenamtliche Helfer der peruanischen Assoziation des Malteserordens und von Malteser Peru Hilfe für die Erdbebenopfer in der Gegend von Chincha Alta und Pisco. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Pfarrgemeinden verteilten die Helfer Kleidung und Nahrungsmittel an 1.500 bedürftige Personen. Außerdem bauten sie Zelte auf, um Familien kurzfristig Übernachtungsmöglichkeiten zu bieten. Ärzte des Hilfsdienstes leisteten medizinische Hilfe.
In den Dörfern Cedros de Villa und Nuevo Hualcará begannen die peruanischen Malteser alsbald mit dem Wiederaufbau von Häusern für 92 Familien. Zudem organisierten sie für die Anfangszeit Gemeindeküchen, um die Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten, und verteilten Lebensmittel an Familien. Im August 2008 wurde in Canete eine Suppenküche für 200 Kinder eingeweiht, die von Ordensschwestern des Karmelitinnen-Klosters betrieben wird. Malteser Peru unterstützte das Kloster bei der Ausstattung der Küche und stellte Lebensmittel bereit. Die Verbesserung des Abwassersystems und der Bau eines Gemeindehauses, das gleichzeitig als Bibliothek und Kulturzentrum diente, waren Teil des Wiederaufbauprogramms in Canete.
Seit Anfang 2009 konzentriert sich die Unterstützung von Malteser International auf den Kapazitätenaufbau innerhalb von Malteser Peru. Inzwischen haben mehrere Gliederungen Sozialprogramme auf den Weg gebracht, um insbesondere die verwundbarsten Bevölkerungsgruppen zu unterstützen. So betreiben die Malteser in Ate Vitarte einen Mittagstisch für Schulkinder, sie betreuen Klein- und Schulkinder in Piura, bieten Freizeit- und Beratungsprogramme für Senioren an und beraten Frauen, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind.
Der Präsident von Malteser Peru, César Márquez, ist seit 2008 offizieller Sphere-Trainer und hat seitdem zahlreiche Kurse für die Ehrenamtlichen und Ordensmitglieder in Peru sowie die Ordensassoziationen in Mexiko und Chile durchgeführt.
| Projektdaten | |
| Dauer: | Seit August 2007 |
| Finanzierung: | Assoziationen des Malteserordens, Aktion Deutschland Hilft, Spenden |
| Partner: | Peruanische Assoziation des Malteserordens, Malteser Peru |
| Kontakt | |
| Malteser: | Sonja Greiner |