Gunagado/ Äthiopien

Medikamente und Nahrungsmittel für die Opfer der Dürre in Gunagado

In Somali National Regional State (SNRS, ehemals Ogaden) mit etwa 4 Millionen Einwohnern herrscht seit fast 3 Jahren eine sich kontinuierlich verschärfende humanitäre Krisensituation, die durch ungenügende Regenfälle in dieser Periode entstanden ist. Es handelt sich um ein Halbwüstengebiet, in dem ethnisch somalische Pastoralisten leben, die sich beim Umherziehen fast ausschließlich von ihren Tieren (Kamele, Ziegen, Schafe und Rinder) ernähren. Nach 2 Jahren Dürre waren die Kompensationsmechanismen von Mensch und Tier erschöpft und fast alle Tiere verendeten. Die Pastoralisten mußten sich dann auf der Suche nach Nahrung und Wasser weit von ihren traditionellen Weiden entfernen und waren schliesslich aufgrund der Auswegslosigkeit ihrer Situation gezwungen, sich in Lagern für Intern Vertriebene niederzulassen. 

Im Lager Gunagado lebten zum Zeitpunkt des letzten Zensus im Juli 2001 etwa 11.000 Menschen, 8.100 davon Kinder, knapp 2.000 davon Kinder unter 5 Jahren. Die Kinder leiden unter einer eklatanten Unterernährung, die sich weiter verschärft. Täglich sterben im Durchschnitt 3 Kinder unter 5 Jahren an Unterernährung und/oder Krankheiten. Der schlechte Ernährungszustand ist nicht nur auf den Mangel an Nahrungsmitteln, sondern auch auf unbehandelte Krankheiten zurückzuführen. Umgekehrt macht der schlechte Ernährungszustand die Menschen anfälliger für Krankheiten. Im Lager gibt es aufgrund der schlechten hygienischen Verältnisse und Wassermangel viele Fälle von Durchfallerkrankungen, Darmparasiten, TB und Keuchhusten breiten sich aus, und es gibt immer wieder Masernausbrüche. Ferner leisten die erbärmlichen Lebensverhältnisse in den sehr engen zeltartigen Tukuls ohne Hygiene- und Sanitäreinrichtungen der Übertragung von Erkrankungen insbesondere bei den von Hunger geschwächten Kindern Vorschub.

  • Verbesserung des Ernährungszustandes der 8.100 Kinder in Gunagado (Lager und Dorf), insbesondere der ca. 2.000 Kinder unter 5 Jahren, die an schwerer akuter Unter- und Mangelernährung leiden.
  • Verminderung der Mobidität und Mortalität durch Aufbau einer zusätzlichen Gesundheitsgrundversorgung der 11.000 Bewohner des Lagers und der 5.000 Bewohner des Dorfes.

  • Einrichtung eines supplementären und therapeutischen Ernährungszentrums in Gunagado. Schwer unter- oder mangelernährte Patienten werden in einem therapeutischen Ernährungszentrum hospitalisiert. Die moderat unter- oder mangelernährten Kinder werden im supplementären Programm behandelt. Sie erhalten Wochenrationen einer proteinreichen Nahrung (Mais, Soja, Sorghum, pflanzliche Öle und Zucker) sowie eine Nahrungsmittelration für die Familie.
  • Einrichtung eines supplementären und therapeutischen Ernährungszentrums in Gunagado. Schwer unter- oder mangelernährte Patienten werden in einem therapeutischen Ernährungszentrum hospitalisiert. Die moderat unter- oder mangelernährten Kinder werden im supplementären Programm behandelt. Sie erhalten Wochenrationen einer proteinreichen Nahrung (Mais, Soja, Sorghum, pflanzliche Öle und Zucker) sowie eine Nahrungsmittelration für die Familie.
  • Aufklärungsarbeit im Bezug auf Wasser, Hygiene und Ernährung.

Projektdaten
Dauer:15. Februar bis 15. August 2002
Finanzierung:Malteser Hilfsdienst e.V., Auswärtiges Amt
Partner:Lokale Gesundheitsbehörde, lokale Partnerorganisationen und Frauengruppen
 
Kontakt
Malteser:info@malteser-international.org