Oktober 2010: Wasior, eine abgelegene Region der indonesischen Provinz West-Papua, wird überschwemmt. 8.000 der knapp 12.000 Einwohner sind betroffen, 150 Menschen sterben und rund 1.000 Häuser werden komplett zerstört. Das Wasser steht drei Meter hoch, Schlammmassen und Geröll begraben 70 Prozent der Häuser unter sich. Bis zu 4.000 Menschen leben noch heute in Notunterkünften, die kurz nach der Katastrophe von den Behörden errichtet wurden.
Trotz dieser und ähnlicher Erfahrungen in der Vergangenheit sind die Menschen in Wasior nicht auf den Katastrophenfall vorbereitet. Dass mit geringem Aufwand viele Menschenleben und auch ihre Lebensgrundlagen gerettet werden können, ist ihnen nicht bewusst. Malteser International arbeitet mit seiner indonesischen Partnerorganisation YEU (YAKKUM Emergency Unit) zusammen, die den Menschen in Wasior dieses Wissen vermittelt und ein angemessenes Verhalten im Katastrophenfall einübt. Langfristig sollen lokale Komitees das Katastrophenmanagement übernehmen. Die Erfahrungen aus der jüngsten Flut fließen dabei mit ein.
Projektgebiet ist der Sub-Distrikt Wasior des Distrikts Teluk Wondama in West-Papua; Wasior liegt auf einer bergigen Landzunge in der Bucht von Wondama. Die Dörfer befinden sich hauptsächlich in der Nähe der Küste, deswegen ist die Bevölkerung sowohl durch von starken Regenfällen verursachten Überflutungen und damit einhergehenden Erdrutschen als auch durch von Erdbeben ausgelösten Tsunamis gefährdet.
| Projektdaten | |
| Dauer: | Seit August 2011 |
| Finanzierung: | Auswärtiges Amt, Malteser International |
| Partner: | YEU (YAKKUM Emergency Unit) |
| Kontakt | |
| Malteser: | Julia Brunner |
| info(at)malteser-international.org |