Rathindaung / Myanmar

Gemeindebasierte Katastrophenvorsorge und Bau zyklonsicherer Gesundheitszentren

Schulkinder betrachten Hygieneaufklärungsbilder
Gerade die Kleinsten müssen die Grundregeln der Hygiene lernen.

Während der Regenzeit ziehen in regelmäßigen Abständen schwere Stürme durch die Region rund um die Stadt Sittwe. Da in weiten Landstrichen große Armut herrscht und die Ressourcen für jegliche Art von Katastrophenvorsorge bisher fehlen, haben sogar relativ kleine Naturkatastrophen große Folgen und verursachen schwere Schäden.

Die Bevölkerung der Region hat nur bedingt Zugang zu einem funktionierenden Gesundheitssystem und sanitären Einrichtungen. Der Ausbruch einer Epidemie nach einer Naturkatastrophe könnte aufgrund fehlender Reaktionsmöglichkeiten von Gesundheitseinrichtungen und unzureichender Infrastruktur, was den Zugang zu den betroffenen Gebieten erschwert, verheerende Folgen haben.

Es ist daher sehr wichtig, dass die Gemeinden vor Ort zusätzlich zur Katastrophenhilfe auch mit Möglichkeiten der Katastrophenvorsorge vertraut gemacht werden. Deshalb begann Malteser International bereits im Jahr 2006 mit Maßnahmen, welche die Gemeinden in der Region auf den Katastrophenfall vorbereiten. Dabei ist die Bevölkerung bei jedem einzelnen Schritt einbezogen von der Planungsphase an bis hin zur praktischen Umsetzung.

Stärkung der Kapazitäten lokaler Gemeinden für Katastrophenvorsorge und Nothilfe

  • Sicherung des gemeindebezogenen Netzwerkes im Bereich der Gesundheitsversorgung durch die Schulung von Gemeindegesundheitshelfern und traditionellen Hebammen in den Bereichen Erste Hilfe, Reaktion im Katastrophenfall, Basisgesundheitsversorgung und Geburtshilfe, um im Fall medizinischer Notfälle rechtzeitig reagieren zu können
  • Unterstützung des öffentlichen Gesundheitssystems durch den Bau von katastrophensicheren Gesundheitszentren und ähnlichen Einrichtungen in ländlichen Gegenden sowie die Sicherung von deren uneingeschränktem und dauerhaftem Betrieb
  • Durchführung von präventiven und behandelnden Maßnahmen gegen Malaria sowie von Kampagnen zur Gesundheits- und Hygieneaufklärung, die in der Bevölkerung ein Bewusstsein über angemessene Präventivmaßnahmen im Katastrophenfall schaffen sollen
  • Unterstützung beim Wiederaufbau von Trinkwasserteichen basierend auf den Wünschen der Bevölkerung
  • Förderung und Steuerung von Regenwasserauffanganlagen, um die verfügbare Wassermenge zu erhöhen
  • Aufklärungskampagnen über verschiedene Möglichkeiten zur Aufbereitung von Trinkwasser (z.B. aufkochen, filtern, chlorieren) auf Haushaltsebene
  • Einführung von Plänen zur Wassersicherung (Water Safety Plans), um Wasservorkommen zu schützen, einen reibungslosen und einfachen Zugang zu gewährleisten sowie die sichere Aufbewahrung in den Haushalten zu garantieren
  • Aufstockung verfügbarer Latrinen in der Zielregion gemäß der Millennium Development Goals, um den Ausbruch übertragbarer Krankheiten nach einer Naturkatastrophe zu verhindernText
Projektdaten
Dauer:Seit 2006
Finanzierung:Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft (ADH), private Spenden

Partner:

Lokale Gemeinden und Behörden

Kontakt
Malteser International:Sandra Harlass
info(at)malteser-international.org
 

Mediathek

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