Große Waldflächen werden abgebrannt, um Platz für Landwirtschaft zu schaffen: Für die Ca Tu, eine ethnische Minderheit in Zentralvietnam, bedeuten die Konsequenzen – Bodenerosion und der Verlust von Tier- und Pflanzenarten – eine Zerstörung ihrer Lebensgrundlage.
Denn als indigene Bevölkerungsgruppe wissen sie, wie man den Wald ökologisch angepasst nutzen kann, also welche Techniken zum Anbau taugen und welche Heilmethoden sie dort gewinnen können. Ein verändertes lokales Klima und ein erhöhter Treibhauseffekt sind weitere Begleiterscheinungen der Brandrodung, die es einzudämmen gilt.
Um die natürliche Ressource Wald zu schützen und die Einkommenssituation von indigenen Familien durch alternative Einkommensmöglichkeiten und Übertragung von Eigentum an Wald zu verbessern, sensibilisiert Malteser International die Ca Tu im Distrikt Tay Giang, aber auch relevante lokale Mittler wie beispielsweise Mitarbeiter des Land- und Forstamtes, für die Themen des Walderhalts, die negativen Folgen der Brandrodung und der nachhaltigen Waldnutzung.
Außerdem werden Mechanismen geschaffen, um die Teilhabe der Ca Tu an der Waldentwicklung und der Verteilung der Eigentums- und Nutzungsrechte am Wald sicherzustellen. Letztlich werden die Ca Tu so selbst ihren Wald ökologisch nachhaltig nutzen können und wissen um Alternativen zur unkontrollierten Brandrodung.
| Projektdaten | |
| Dauer: | Seit Januar 2012 |
| Finanzierung: | Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Malteser International |
| Partner: | Volkskomitee des Distriktes Tay Giang, Center for Rural Development |
Kontakt | |
| Malteser: | Cordula Wasser |
| info(at)malteser-international.org |
Katastrophenvorsorge in Vietnam: Wie Malteser International den Gemeinden hilft sich vorzubereiten (2011, englisch)

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