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Malteser: Einer erneuten Dürrekatastrophe in Kenia vorbeugen
Nomaden lernen, Regenwasser zu sammeln
Viehhirten lernen, Regenwasser als Trinkwasser zu sammeln, um bei einer erneuten Dürre besser gewappnet zu sein.
In den kommenden drei Jahren werden 15.000 Halbnomaden mit Maßnahmen zur Trinkwassergewinnung unterstützt.
Zusätzlich werden Teams vor Ort Hygiene-Aufklärungskampagnen in Schulen durchführen.„Jetzt beginnt die nächste Phase der Hilfe in Ostafrika: Viehhirten lernen, Regenwasser als Trinkwasser zu sammeln, um die wenigen natürlichen Ressourcen zu nutzen und so bei einer erneuten Dürre besser gewappnet zu sein“, sagt Ingo Radtke, Generalsekretär von Malteser International. Die internationale Hilfsorganisation konzentriert sich auf 15.000 Menschen der Dassanach, eines Halbnomadenstammes in Illeret, im dürregeplagten Norden Kenias, drei Tagesreisen von der Hauptstadt Nairobi entfernt.
In dieser Phase der Katastrophe gilt es, die regelmäßig auftretenden, extremen Gefahren einer erneuten Dürre in den Griff zu bekommen. Den Menschen in Illeret fehlt nicht nur das saubere Trinkwasser, sondern vor allem auch das Wissen, wie sie vorhandenes Wasser vor Verschmutzung schützen können. Denn verschmutztes Wasser trägt dazu bei, dass sich Krankheiten wie Cholera und andere Durchfallerkrankungen ausbreiten. In den kommenden drei Jahren werden die Malteser daher 15.000 Halbnomaden mit Maßnahmen zur Trinkwassergewinnung und Hygieneschulungen unterstützen. „Die Nutzung natürlicher Ressourcen ist ein wichtiger Ansatz, sich vor den verheerenden Auswirkungen einer weiteren Trockenperiode zu schützen“, sagt Radtke.
Die Phase der Soforthilfe, mit der die Malteser im Juli 2011 begonnen hatten, ist inzwischen abgeschlossen. Mehr als 80.000 Menschen im Norden Kenias versorgten die Malteser mit Nahrungsmitteln und Medikamenten. Zusätzlich wurden in Schulungen Mütter unterrichtet, wie sie ihre Kinder besser vor Mangel- und Fehlernährung schützen können. In dieser Zeit konnten die Malteser und ihre Partner vor Ort viele Menschen vor den dramatischen Folgen der Dürre bewahren. 1,6 Millionen Euro hat die Hilfsorganisation dank öffentlicher Geber und zahlreicher Spender aus Deutschland und anderen Ländern für die Aktivitäten in Ostafrika zur Verfügung.
Malteser International Nothilfe-Koordinator Thomas Molitor zur Lage der syrischen Flüchtlinge: "Die Flüchtlingsströme reißen nicht ab" (Interview mit KNA und Domradio, 25.01.2013)
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