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Aufbau eines starken Gesundheitssystems

Der fragile Zustand der DR Kongo spiegelt sich unter anderem in schwachen oder teilweise inexistenten öffentlichen Sozialleistungen wider. Insbesondere in der Gesundheitsversorgung stellt dies für die Bevölkerung ein großes Problem dar. Oftmals ist die Qualität der angebotenen Leistungen mangelhaft und zudem für viele Menschen schlichtweg zu teuer.

Seit 2006 beteiligt sich Malteser International an von der Europäischen Union finanzierten Programmen zur Stärkung des staatlichen Gesundheitssystems im Nordosten des Landes. Wir unterstützen die Gesundheitszentren und Krankenhäuser in sieben Gesundheitszonen finanziell und technisch, damit sie eine qualitativ hochwertige und kostengünstige Versorgung für die Patienten sicherstellen können. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für einen besseren Gesundheitszustand der rund 1,2 Millionen Menschen in den Provinzen Ituri und Haut Uélé. 

An den Krankenhäusern und Gesundheitszentren in der Projektregion fehlt es häufig an vielem. Da der Staat nur wenig in den Gesundheitssektor investiert, müssen sich die Gesundheitseinrichtungen selbst um ihre Finanzierung kümmern. Dies geht schließlich auf Kosten der Patienten, die die Behandlungen oftmals teuer bezahlen müssen. Vor allem für Gesundheitszentren an abgelegenen Orten ist gut ausgebildetes medizinisches Personal schwer zu finden. Die Versorgung mit Medikamenten ist aufgrund weiter Distanzen, fehlender finanzieller Mittel und einem wenig in Stand gehaltenen Straßennetz sehr schwierig. Um eine gute Sekundärversorgung sicherstellen zu können, fehlt es vor allem in den Krankenhäusern oft an den benötigten Räumlichkeiten und an medizinischer Ausstattung.  

Durch eine qualitativ hochwertige und preislich für alle erschwingliche Gesundheitsversorgung soll der Gesundheitszustand der Bevölkerung in den sieben von Malteser International unterstützten Gesundheitszonen für insgesamt 1,2 Millionen Menschen nachhaltig verbessert werden:

  • Sicherung der permanenten Verfügbarkeit von Medikamenten und medizinischem Zubehör in den Gesundheitseinrichtungen
  • Verbesserung von Angebot und Qualität der Behandlungen in ausgewählten Referenzkrankenhäusern
  • Verbesserung des Qualitätsmanagements und Monitorings der lokalen Gesundheitsbehörden
  • Verbesserung des Systems zur Finanzierung der Gesundheitseinrichtungen durch die Bevölkerung 
  • Versorgung mit subventionierten Medikamenten, medizinischem Zubehör und Labormaterial über ein regionales Medikamentendepot und unter Mitwirkung der lokalen Gesundheitsbehörden
  • Qualifizierte Aus- und Weiterbildung sowie Supervision des medizinischen Personals auf allen Ebenen des Gesundheitssystems
  • Rehabilitation, Erweiterung und Ausstattung ausgewählter Gesundheitseinrichtungen
  • Unterstützung der lokalen Gesundheitsbehörden zur Verbesserung von Management, Monitoring und Evaluierung durch leistungsorientierte finanzielle Hilfen
  • Einführung von gemeindebasierten Krankenversicherungen (Dorfkrankenkassen) in zwei Gesundheitszonen

Länderinfos

Hauptstadt: Kinshasa
Fläche: 2.345.410 km²
Bevölkerung: ca. 70 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: Februar 2015 – Februar 2017
Finanzierung: EuropeAid und Spenden
Partner: Gesundheitszentren und Referenzhospitäler, lokale und nationale Gesundheitsbehörden, Krankenversicherungen

Letzte Änderung: Januar 2016

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