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Gesundheit und Wasser für Flüchtlinge aus dem Südsudan

Aufgrund der anhaltenden Unruhen im Südsudan fliehen zahlreiche Menschen in die Nachbarländer. Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo sind seit Juli 2016 über 50.000 Flüchtlinge aus dem Südsudan registriert. Dazu kommen noch viele kongolesische Rückkehrer, die im Jahr 2008 während der LRA-Unruhen in den Südsudan flüchteten und jetzt in ihrem Heimatland Zuflucht suchen.

Beide Gruppen brauchen Zugang zu sauberem Wasser und zu medizinischer Versorgung, weil sie durch die Flucht oftmals geschwächt oder krank im Kongo ankommen und sich Epidemien rasch ausbreiten können. Wir setzen uns für die Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen ein und sichern die kostenlose medizinische Behandlung der Flüchtlinge.

In die Demokratische Republik Kongo fliehen stetig viele Menschen aus dem von Unruhen gebeutelten Südsudan. Vor allem die Provinzen Ituri und Haute Uélé im Nordosten sind von den Flüchtlingsströmen betroffen.

Im Projektgebiet von Malteser International betrifft dies vor allem die Gesundheitszonen Aba und Adi. Dort gibt es noch keine Flüchtlingscamps, denn bislang leben die Flüchtlinge in Schulen, Kirchen, in provisorisch errichteten Häusern oder teilweise bei Gastfamilien.

Wasser zur Nahrungszubereitung und persönlicher Hygiene wird aus offenen Gewässern, wie zum Beispiel Flüssen, geholt. Durch die hohe Bevölkerungsdichte werden diese aber schnell verschmutzt, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko birgt. Um dieses Risiko zu minimieren, werden Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserversorgung und –aufbereitung durchgeführt. Außerdem werden Einrichtungen zur Entsorgung von Abfällen geschaffen, um das Wasser und das Lebensumfeld der Menschen nicht zu kontaminieren.

Flüchtlinge kommen geschwächt und verletzt in der DR Kongo an. Dadurch sind die Patientenzahlen in den Gesundheitszonen Aba und Adi angestiegen. Die Kosten von Behandlung und Medikamenten können jedoch von den meisten Menschen nicht selbst getragen werden. Deswegen unterstützen wir die Gesundheitszentren und Krankenhäuser in der Region finanziell und mit der Bereitstellung von Medikamentenkits. So kann eine kostenlose Basisgesundheitsversorgung für die Flüchtlinge und Rückkehrer gewährleistet werden.

  • Kostenlose medizinische Versorgung von Flüchtlingen
  • Verbesserung der Wasserversorgung
  • Verbesserung sanitärer Einrichtungen
  • Reduzierung von Gesundheitsrisiken, um Krankheiten und deren Übertragung zu reduzieren
  • Ausgabe von Medikamentenkits und finanzielle Unterstützung der Gesundheitszentren und Krankenhäuser, damit diese eine kostenlose Versorgung anbieten können
  • Einfassung von Quellen für eine bessere Wasserversorgung der Flüchtlinge und Gesundheitszentren
  • Ausgabe von notwendigem Material zur Wasseraufbereitung an 3.000 Haushalte
  • Versorgung der Flüchtlinge mit den wichtigsten Hygieneartikeln
  • Hygieneaufklärung durch Gesundheitskomitees zur Vermeidung von Krankheitsübertragung
  • Bau von Latrinen für Haushalte und Flüchtlingscamps
  • Errichtung sanitärer Einrichtungen wie Latrinen, Duschen, Verbrennungsöfen an besonders stark frequentierten Gesundheitszentren
  • Versorgung der Gesundheitszentren mit Materialien zur Infektionsprävention und Arbeitssicherheit

Länderinfos

Hauptstadt: Kinshasa
Fläche: 2.345.410 km²
Bevölkerung: ca. 70 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: August 2016 – November 2016
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Gesundheitszentren und Referenzhospitäler, lokale und nationale Gesundheitsbehörden

Letzte Änderung: Oktober 2016

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