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Eine gesunde Ernährung sichern

In fünf Dörfern nahe der Stadt Wau in dem im Nordwesten gelegenen Bundesstaat Western Bahr al Ghazal hilft Malteser International 850 besonders bedürftigen Familien, ihre Ernährungssituation langfristig zu verbessern. Die Bevölkerung in der Region bestreitet ihren Lebensunterhalt hauptsächlich mit Landwirtschaft. Doch seit dem erneuten Ausbruch gewaltsamer Auseinandersetzungen im Dezember 2013 hat sich ihre ohnehin prekäre Ernährungssituation noch weiter verschlechtert. 

Daher konzentriert sich Malteser International seit Oktober 2014 in Kooperation mit der Diözese Wau darauf, die Ernährungs- und Existenzgrundlagen der Dorfbewohner nachhaltig zu verbessern. Gemeinsam mit den Familien setzen wir Anbauflächen, Bewässerungsanlagen, Lagerhäuser und Zugangswege instand und verteilen Saatgut, Stecklinge und Werkzeug. In Schulungen lernen die Familien verbesserte Anbaumethoden kennen und können so nicht nur ihren Ertrag, sondern auch die Vielfalt ihrer Produkte erhöhen und sich langfristig auch gesünder ernähren.

Trotz des umfassenden Friedensabkommens im Jahr 2005 und der Unabhängigkeit vom Sudan seit dem 9. Juli 2011 ist der jüngste Staat Afrikas von Konflikten gezeichnet, die sich auch auf die Bevölkerung in der Stadt Wau und den umliegenden Dörfer auswirken. Die Ernährungssituation der Menschen ist dort aufgrund der unzureichenden Anbaumethoden und immer extremer schwankenden saisonalen Witterungs- und Niederschlagsbedingungen prekär. Hinzu kommen drastisch gestiegene Preise für Körnerfrüchte und weitere Grundnahrungsmittel. Dies erhöht den Druck auf alle Teile der Bevölkerung und stellt insbesondere für Familien ein schweres Problem dar. Zudem ziehen in Wau County viele Viehhirten mit ihren Rinderherden durch bewirtschaftetes Land. Als Folge werden Ernten vernichtet und zwischen den Viehhirten und der Landwirtschaft betreibenden Bevölkerung brechen neue Konflikte aus.

Schaffung einer nachhaltigen Ernährungs- und Existenzgrundlage durch Ausbau und Verbesserung des landwirtschaftlichen Anbaus sowie der Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte

  • Verbesserung der landwirtschaftlichen Infrastruktur
  • Verbesserte Ernährungssituation durch höheren Anbauertrag, diversifizierte Produktpalette und alternative Verarbeitungsmethoden von Nahrungsmitteln
  • Schaffung einer Existenzgrundlage durch verbesserte Marketingstrategien für landwirtschaftliche Produkte unter Einbeziehung besonders benachteiligter Gruppen
  • Erhöhte Sensibilität und angepasste Lösungsstrategien bei saisonalen Landkonflikten

  • Wiederinstandsetzung von Anbauflächen, Bewässerungsanlagen und weiterer landwirtschaftlicher Infrastruktur sowie von Zugangswegen der ehemaligen Missionsstation Bussere 
  • Organisation der Kleinbauern mit Hilfe von Entwicklungskomitees und Gründung einer Landwirtschaftskooperative
  • Zuteilung von Flurstücken und Parzellen aus den brachliegenden Ländereien der Missionsstation Bussere
  • Schulungen zum effizienten Anbau von Grundnahrungsmitteln und lokalem Gemüse
  • Einrichtung von Mustergärten und Saatbeeten 
  • Verteilung von Saatgut und landwirtschaftlichem Basiswerkzeug an die teilnehmenden Haushalte
  • Bereitstellung von Geräten zur Weiterverarbeitung der landwirtschaftlichen Produkte und Schulung von Mitarbeitern der Kooperative in deren Handhabung
  • Schulungen zur Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte
  • Schutzvorrichtungen für die landwirtschaftlichen Anbauflächen und Infrastruktur
  • Information über und Bewusstseinsbildung für Landwirtschaft und Ernährungssicherung über lokale Radiostationen

Länderinfos

Hauptstadt: Juba
Fläche: 644.329 km²
Bevölkerung: ca. 12 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit Oktober 2014
Finanzierung: Bundesministerium für Entwicklung und wirtschaftliche Zusammenarbeit, Spenden
Partner: Diözese Wau (Südsudan)

Letzte Änderung: Januar 2016

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