EN | DE | FR
Jetzt Spenden

Hilfe für Straßenkinder und ein Ort zum Spielen

Seit dem Jahr 2010 ist in dem Gebiet um die Stadt Wau Armut verstärkt vorhanden. Dies liegt zum einen an der fehlenden Sicherheit und zum anderen an der sich spiralartig entwickelnden Wirtschaftskrise und dem damit einhergehenden Anstieg der Anzahl an Straßenkindern in Wau. Viele Kinder zogen nämlich weg aus ihren Dörfern und in die Stadt, auf der Suche nach einem besseren Leben. Als im Juni 2016 gewaltsame Zusammenstöße auch in Wau stattfanden, wurde deutlich, dass die Kinder und Jugendlichen, die auf den Straßen Waus lebten, im Risk Day Care Centre (einer sozialen Tageseinrichtung), einem sicheren Ort, der durch unseren Partner Don Bosco geführt wird, aufgenommen werden mussten. Die Zusammenstöße führten auch dazu, dass Teile der Zivilbevölkerung aus den westlichen und südlichen Vierteln Waus flohen und unter anderem auf dem Diözesengelände von Wau Schutz fanden. Insbesondere für die Kinder bedeutet das Verlassen ihres Zuhauses und ihres gewohnten Umfeldes in Verbindung mit Gewalterfahrung eine erhöhte physische und psychologische Belastung. Diese kann durch die Schaffung eines sicheren und geschützten Ortes verringert werden, an dem die Kinder spielen und lernen können. / Sie benötigen dringend einen sicheren und geschützten Ort, an dem sie Kind sein und in Ruhe spielen und lernen können. Dadurch würde sich der Stress verringern, den sie seit ihrer Flucht erfahren haben. Dieser Bedarf wurde durch die Schaffung eines Spiel- und Lernortes für Kinder und Jugendliche auf dem Diözesengelände gestillt. Er wird durch unseren südsudanesischen Partner Hold the Child unterstützt. 

Viele der Straßenkinder in der Stadt Wau halten sich mit Flaschensammeln, anderen Gelegenheitsjobs oder auch mit Diebstahl am Leben / über Wasser. Die meisten von ihnen haben verwundete Beine und keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. Sie sind zwischen 5 und 18 Jahren alt. Oftmals herrscht zwischen den Altersgruppen eine strenge Hierarchie: Die Jugendlichen zwingen die jüngeren Kinder in vielen Fällen dazu, ihren Tagesgewinn/-lohn an sie abzugeben, ihnen Drogen zu kaufen, für sie zu stehlen und das Diebesgut wieder zu verkaufen. 

Auf dem katholischen Diözesengelände von Wau leben mehr als 10.000 Binnenvertriebene auf engstem Raum zusammen. Darunter befinden sich rund 2.800 Kinder im Alter von unter fünf Jahren und rund 3.500 Kinder zwischen 5 und 17 Jahren. Einige Kinder gehen in den Unterricht, doch die Schulen der Stadt haben nicht die nötigen Kapazitäten, um alle vertriebenen Kinder aufzunehmen. Zudem haben Kinder nur selten überhaupt den Platz zum Spielen, da das Lager überfüllt ist. 

 

  • Verbesserung der Gesundheit und Verhinderung von Mangelernährung
  • Höhere Frequenz der Schulbesuche unter den Schülern, die in ihre Bildung investieren
  • Verteilung einer warmen Mahlzeit an die Schüler/innen
  • Bereitstellung der notwendigen Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien wie Kochutensilien, Teller, Schürzen und Holzkohle

Länderinfos

Hauptstadt: Juba
Fläche: 644.329 km²
Bevölkerung: ca. 12 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: 01.10.2016 - 31.07.2017
Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft (ADH)

Letzte Änderung: Januar 2017

Unterstützen Sie unsere Projekte mit Ihrer Spende!
Jetzt Spenden