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Einsatz gegen den Hunger im Südsudan

Nach dem Konflikt im Dezember 2013 hat ein weiterer Ausbruch von bewaffneten Auseinandersetzungen im Juli 2016 die Lage im Südsudan nochmals drastisch verschlechtert. Die Kluft zwischen den Konfliktparteien sowie die stetig wachsenden Ressentiments zwischen den Volksgruppen scheinen den Frieden in weite Ferne rücken zu lassen. Angriffe und Überfälle auf den Hauptverkehrsadern häufen sich. 

Zudem hat sich die bereits prekäre ökonomische Lage im Südsudan im letzten Jahr weiter verschlechtert. Dazu tragen hauptsächlich die sinkende Nahrungsmittelproduktion infolge des Bürgerkriegs und der Dürre bei. Doch auch verschiedene andere Faktoren spielen eine Rolle: unter anderem die Abnahme der Ölexporte, die hohe Inflation, sowie die Korruption. Dies hat zu einer dramatischen humanitären Lage der südsudanesischen Bevölkerung geführt: Rund 100.000 Menschen droht der Hungertod und fünf Millionen Menschen sind darauf angewiesen, Lebensmittelhilfen zu erhalten (Stand März 2017).

 

Malteser International unternimmt Nothilfemaßnahmen an zwei Standorten im Südsudan.

Wau ist eine stark von Gewalt und Vertreibungen betroffene Region im Südsudan. Die Konflikte in der Region Wau eskalierten Ende 2015 Ganze Dörfer der Region wurden ausgeplündert und niedergebrannt. Viele der vertriebenen Menschen suchten Schutz in der Stadt Wau, bei ihren Verwandten oder in Aufnahmelagern. Der Konflikt eskalierte erneut im Juli 2015, diesmal auch in der Stadt, noch mehr Menschen, darunter viele Kinder, strömten in die Aufnahmelager während die Ressourcen für die Bevölkerung, vor allem Trinkwasser und Lebensmittel stetig sanken.

Lologo ist ein unterversorgter Stadtteil von Südsudans Hauptstadt Juba. Die Ernten des lokalen Nahrungsmittelanbaus am Nil sind so gering, dass sie bei weitem nicht den Bedarf der lokalen Bevölkerung decken – besonders in Krisen- und Trockenzeiten. Die Nahrungsmittel werden knapp und viele Kinder gehen nicht mehr regelmäßig zur Schule, sind dazu gezwungen, auf den Straßen nach Essen zu suchen. Von daher setzt Malteser International hier mit einem kombinierten Programm an, welches Ernährung, Bildung und Hygiene fördert.

 

  • Verbesserung der Ernährungssicherheit und Bildung von Kindern
  • Verbesserung der Hygiene- und der Lebensverhältnisse von Binnenvertriebenen und aufnehmender Bevölkerung
  • Regelmäßige Schulspeisungen für Kinder in Wau und in Juba
  • Anlage von Schul- und Gemüsegärten
  • Brunnenbohrungen, Waschplattformen und Unterstützung beim Latrinenbau
  • Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen (u.a. Verteilung von Seife)
  • Aufklärungsmaßnahmen im Bereich WASH und ausgewogener und gesunder Ernährung

Länderinfos

Hauptstadt: Juba
Fläche: 644.329 km²
Bevölkerung: ca. 12 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: ab 01.06.2016
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft (ADH), Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), private Spenden

Letzte Änderung: November 2017

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