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Kolumbien: Nothilfe für Geflohene aus Venezuela

Wir sind im Norden Kolumbiens aktiv, der besonders stark von der Migrations- und Flüchtlingsbewegung aus Venezuela betroffen ist. Hier gibt es kaum staatliche Strukturen, um den Menschen zu helfen.

Mit unserem Nothilfeprojekt im Department La Guajira, das wir gemeinsam mit Partnerorganisationen durchführen, sorgen wir für bessere Lebensbedingungen für die Geflohenen. Da viele der Geflohenen unterernährt sind, legen wir einen besonderen Fokus auf medizinische Check-ups und vergeben Medikamente und therapeutische Zusatznahrung. Zudem verteilen wir Bargeld und Sachgüter, um den Menschen ein würdevolles Leben möglich zu machen.

Nach offiziellen Zahlen der Regierung und UNHCR befanden sich bis Mitte 2018 bereits über eine Million Venezolaner in Kolumbien. Hinzu kommen 230.000 kolumbianische Rückkehrer aus Venezuela.

Besonders in den armen Grenzgebieten Kolumbiens verschlechtert sich die aktuelle Situation täglich. Armut, Krankheit und Unterernährung sind in diesen Gruppen ein gravierendes Problem.

Besonders in den Grenzgebieten des zweitärmsten Departments Kolumbiens, La Guajira, bestehen Defizite in allen Bereichen. Die staatlichen Strukturen verfügen nicht über ausreichende Kapazitäten für eine menschenwürdige Aufnahme der Geflüchteten. Auch die humanitäre Hilfe mobilisiert sich erst allmählich.

Mit unserem Projekt wollen wir die aktuelle desolate Lebenssituation der Geflohenen und kolumbianischen Rückkehrer aus Venezuela in La Guajira verbessern. Das tun wir insbesondere in den Bereichen:

  • Medizinische Gesundheitsversorgung
  • Deckung des Grundbedarfs
  • Im ländlichen Raum setzen wir ein mobiles medizinisches Team ein, das die Bevölkerung medizinisch betreut und mit Medikamenten sowie mit Nahrungs- und Ergänzungsmitteln versorgt.
  • Wir führen medizinische Check-ups durch und klären die Menschen über wichtige Hygienemaßnahmen und über Impfvorsorge auf, damit sich Krankheiten nicht verbreiten können.
  • Wir führen insbesondere bei Frauen und Kindern Tests auf Mangelernährung durch. Bei Mangelernährung therapieren wir die Betroffenen mit medizinischer Zusatznahrung. 
  • Wir bieten den Geflohenen psychosoziale Betreuungsangebote, die von einer Psychologin und einer Sozialarbeiterin durchgeführt werden
  • In unseren Gesundheitskampagnen klären wir die Menschen über das medizinische Versorgungssystem Kolumbiens sowie über unsere medizinischen Angebote und über einfache Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge auf.
  • Wir verteilen Barmittel an Familien (cash assistance) sowie Sachgüter, die den Grundbedarf der Menschen decken sollen. In Hygienekits zum Beispiel befinden sich Seife, eine Zahnbürste, Zahnpasta und Damenhygieneartikel.

Unsere Hilfsaktivitäten in Riohacha und in den umliegenden abgelegenen Gebieten unterstützen insbesondere vulnerable indigene Bevölkerungsgruppen sowie Familien mit schwangeren Frauen, Kindern, Menschen mit Behinderungen und ältere Menschen.

Insgesamt wollen wir mit diesem Projekt die Gesundheitssituation von ca. 12.000 vulnerablen Geflohenen, Migranten und Rückkehrern aus Venezuela verbessern.

Länderinfos

Hauptstadt: Bogota
Fläche: 1,138 km²
Bevölkerung: 47.9 Million

Projektdaten

Laufzeit: September 2018 - August 2019
Finanzierung: Auswärtiges Amt
Partner: Malteser Colombia, Asociación de Biólogos de la Universidad del Atlántico (ABIUDEA) 

Letzte Änderung: September 2018

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