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Nothilfe für afghanische Rückkehrer in Laghman, Afghanistan

Das Nachbarland Pakistan war für viele Afghanen seit den 80er Jahren zur neuen Heimat geworden. Sie waren vor den Kriegen in ihrem Land hierhin und auch in den Iran geflohen. Im Juni 2016 startete Pakistan dann eine konsequente Rückführung afghanischer Flüchtlinge zurück in ihr Heimatland. Rund eine Million von ihnen sind seitdem zurückgekehrt. Ihnen wurden Starthilfen in Höhe von 400 Dollar pro Kopf geboten, die durch die internationale Gemeinschaft übernommen werden. Auch Grundstücke wurden ihnen versprochen. Doch verfügt der Staat nicht über genug Land für die vielen Rückkehrer. Er war nicht auf solch hohe Rückkehrerzahlen vorbereitet und kann bis heute den Rückkehrern keine angemessenen Lebensbedingungen wie Wohnraum, Zugang zu Bildung, Arbeit oder Nahrungsmitteln bieten.

Daher harren viele Rückkehrer nun schon seit Monaten in provisorischen Camps aus, leben in sehr einfachen Zelten und können ihre Familien kaum ernähren. Die meisten von ihnen versuchen sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser zu halten. In den kalten Wintermonaten hat sich die Arbeitssuche als unmöglich erwiesen. Den Menschen fehlte es dann an dem Nötigsten wie warmer Kleidung, Heizmöglichkeiten und Nahrungsmitteln. 

Vor acht Monaten wurde in der Provinz Laghman ein provisorisches Camp für rund 400 afghanische Rückkehrfamilien (ca. 2.800 Personen) aufgebaut. Es sollte ihnen als erste Anlaufstelle dienen. 

Zwar sieht die afghanische Regierung vor, diesen Familien angemessenes Land zur Verfügung zu stellen, das sie besiedeln können. Doch ist davon auszugehen, dass sich dieses Vorhaben noch über mehrere Jahre hinziehen wird.

Die in dem Camp lebenden Familien konnten nur das aus Pakistan mitnehmen, was sie schleppen konnten. Nun leben sie in Zelten, die den Anforderungen der kalten Wintermonate in keiner Weise gerecht werden. Neben der Kälte und den daraus resultierenden Krankheiten, verschlimmert die Schwierigkeit, während der Wintermonate Arbeit zu finden, die Situation der Familien zusätzlich.

Malteser International unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Afghanischen Frauenverein e.V. und deren lokaler Partnerorganisation Union Aid seit dem 01.03.2017 insgesamt 400 Familien (ca. 2.800 Personen), die von den harten Wintermonaten besonders betroffen waren.

Sie verteilen warme Decken, Gaszylinder zum Heizen und Grundnahrungsmittel. 

Ziel des Projektes ist die Versorgung für die im Camp lebenden afghanischen Rückkehrerfamilien mit dem Nötigsten zum Überleben. 

Verteilung von warmen Decken, Gaszylindern und Grundnahrungsmitteln an 400 Familien (ca. 2.800 Personen)

Länderinfos

Hauptstadt: Kabul 
Fläche: 652.864 km²
Bevölkerung: ca. 33 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: März 2017 - Mai 2017
Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft 

Letzte Änderung: März 2017

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