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Armut und Nahrungsmittelknappheit bekämpfen

Tausende Menschen in Pakistan müssen täglich ums Überleben kämpfen, da sie durch starke Monsunregen und Überschwemmungen, durch Erdbeben oder andere Krisen und Katastrophen ihre Felder als Nahrungslieferanten und Einkommensquelle verloren haben. Die Menschen, die auf dem Land leben, haben außer ihrer Landwirtschaft kaum eine Möglichkeit, anderweitig Geld zu verdienen, um ihre Familien zu ernähren. Rücklagen, die bei einem Neuanfang nach der Katastrophe helfen könnten, sind kaum vorhanden. Zudem müssen die Menschen mit der ständigen Bedrohung leben, dass alles, was sie neu aufbauen, bei der nächsten Katastrophe wieder zerstört werden kann. In dem in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa (KPK) gelegenen Distrikt Swat stärkt Malteser International die finanzielle Situation der Menschen mit Einkommen schaffenden Maßnahmen und sorgt gleichzeitig dafür, dass Neuaufgebautes besser vor zukünftigen Katastrophen geschützt ist, und schenkt den Menschen so eine reelle Chance, ihrer Armut langfristig und nachhaltig zu entkommen.

Von den 170 Millionen Einwohnern Pakistans leben 60 Prozent in ländlichen Gebieten und sind stark abhängig von ihren landwirtschaftlichen Erträgen. Naturkatastrophen und durch Menschen verursachte Krisen führen besonders in den ländlichen Gebieten zu andauernder Armut und einer kritischen Nahrungsmittelknappheit. Das starke Erdbeben 2005 sowie die verheerende Flutkatastrophe 2010 kosteten Tausenden Menschen das Leben und nahmen unzähligen Menschen jegliche Lebensgrundlage. Brücken, Straßen, Häuser, Felder, die Ernte sowie das Hab und Gut vieler Menschen wurden zerstört, zahlreiche Nutztiere kamen ums Leben. Die Menschen haben keinerlei Möglichkeiten, um sich aus eigenen Kräften wieder eine neue Existenz aufzubauen geschweige denn sich für zukünftige Katastrophen besser zu rüsten. Wegen der instabilen Sicherheitslage gibt es nur wenige Beschäftigungsmöglichkeiten, Märkte und Geschäfte.

Wir setzen uns daher seit dem Jahr 2010 mit vielfältigen Maßnahmen gegen die steigende Armut und die damit verbundene Nahrungsmittelknappheit in den ländlichen Gebieten im Norden Pakistans ein.

  • Die Ernährungssituation hat sich verbessert und die Zielgemeinden sind durch angepasste Lösungen besser vor künftigen Katastrophen geschützt.
  • Die Kapazitäten der Bevölkerung in Katastrophenvorsorge und Nothilfe sind gestärkt.
  • Regierungsbehörden stärken die Nachhaltigkeit des Projekts.

  • Beschäftigung der Menschen im Bau von notwendigen Vorrichtungen (Bewässerungskanäle, Schutz von Farmland, Wassermühlen, Infrastruktur etc.)
  • Kontrolle von Dämmen und Abwasservorrichtungen, Umleitung von Wasserflüssen
  • Anbau von einheimischen Bäumen (Walnuss und Schwarze Persimone) zur Stabilisierung von Hängen und Ackerland und zur Vorbeugung von Erdrutschen
  • Bewusstseinsschaffende Maßnahmen in den Gemeinden für Gefahren und vorbeugende Maßnahmen
  • Vorbereitung der Gemeinden auf richtiges Verhalten im Katastrophenfall
  • Aktive Einbindung von relevanten Behörden in die Projektdurchführung durch regelmässige Projektbesuche, Teilnahme an Workshops und Unterstützung der Behörden im Bereich Katastrophenvorsorge

Länderinfos

Hauptstadt: Islamabad
Fläche: 796.095 km²
Bevölkerung: ca. 182,1 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: Juli 2015 bis Dezember 2016
Finanzierung: Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und Spenden

Letzte Änderung: Juli 2016

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