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Gesundheitsversorgung für Flüchtlinge in Pakistan

Ständige militärische Auseinandersetzungen in der Region FATA haben seit 2007 zu dauerhaften Vertreibungen der Bevölkerung geführt. Auch wenn die militärischen Auseinandersetzungen mittlerweile beendet sind und Menschen in ihre Heimatorte zurückkehren möchten, verhindert die weitgehende Zerstörung der Infrastruktur eine Rückkehr. So kommt es, dass in Pakistan aktuell immer noch bis zu 600.000 Binnenflüchtlinge leben.

Im vergangenen Jahr hat die Regierung damit begonnen, afghanische Flüchtlinge in ihre Heimat zurückzuschicken. Die Rückführung gestaltet sich jedoch schwierig, da es den Menschen dort zumeist an Wohnraum, Arbeit und Zugang zu Nahrungsmitteln, Bildung und Krankenversorgung fehlt. So leben auch weiterhin fast eine Million afghanische Flüchtlinge in Pakistan.

Doch nicht nur Konflikte belasten den Nordwesten Pakistans, auch Naturkatastrophen wie Fluten und Unwetter suchen die Region regelmäßig heim und stellen die Bewohner vor große Herausforderungen.

Die bestehende Zahl der Binnenvertriebenen und afghanischen Flüchtlinge stellt gerade in den ländlichen Gemeinden eine große Belastung für die ansässige Bevölkerung dar, in denen sich aus Kostengründen viele Flüchtlinge niederlassen. Der Zugang zu funktionierenden Basisgesundheitsdiensten ist in allen Projektregionen ohnehin schon unzureichend und kritisch, wird aber durch die hohe Anzahl an Flüchtlingen noch verschlechtert. Gerade Mütter und kleine Kinder leiden unter der schlechten Gesundheitsversorgung.

Um den Zugang zu medizinischen Einrichtungen sowohl der Gastgemeinden als auch der Flüchtlinge zu verbessern, unterstützt Malteser International zwei Gesundheitszentren, vorrangig in den Bereichen der Mutter- und Kindgesundheit, Ernährung und Katastrophenvorsorge.

  • Verbesserung der medizinischen Grundversorgung im Mutter- und Kindbereich für Binnenvertriebene, afghanische Flüchtlinge und Gastgemeinden im Distrikt Peshawar 
  • Verbesserung ihrer Bewältigungsstrategien in den Bereichen Katastrophenvorsorge, Ernährung und Gesundheit.
  • Sicherstellung einer Basisgesundheitsdienstleistung im Mutter-Kind-Bereich an 24 Stunden, sieben Tage in der Woche
  • Bereitstellung von notwendiger medizinischer Basisausstattung, Medikamenten und Verbrauchsmaterialien
  • Einbindung von psychosozialen Gesundheitsaspekten in die Basisgesundheit
  • Capacity Building für Gesundheitsmitarbeiter, Patienten und Gesundheitskomitees
  • Identifizierung und Monitoring des Ernährungszustandes von Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern
  • Durchführung von Auffrischungstrainings im Bereich Ernährung für Gesundheitsmitarbeiter, Eltern und Betreuungspersonen
  • Durchführung von Auffrischungskursen in Erster Hilfe/ Suchen&Finden für Mitarbeiter der Gesundheitszentren und Dorfkomitees
  • Durchführung von strukturellen und nicht-strukturellen katastrophenresilienten Kleinstmaßnahmen an den Gesundheitszentren
  • Verbesserung der nachhaltigen WASH-Infrastruktur an den Gesundheitszentren

Länderinfos

Hauptstadt: Islamabad
Fläche: 796.095 km²
Bevölkerung: ca. 182,1 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: 01. Oktober 2017 bis 31. Dezember 2018
Finanzierung: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland und Aktion Deutschland Hilft


Letzte Änderung: Dezember 2017

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