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Gesundheit für Flüchtlinge und Vertriebene

Die Zahlen der Vereinten Nationen sind erschreckend. Infolge der Auseinandersetzungen zwischen militanten Gruppen und militärischer Einsätze wurden bereits 1,6 Millionen Menschen (Stand: Dezember 2014) zu Vertriebenen in ihrem eigenen Land. Große Flüchtlingsströme innerhalb der pakistanischen und afghanischen Bevölkerung suchen seit 2002 in Flüchtlingscamps oder bei Familien, die bereits anlässlich früherer Krisensituationen geflohen sind, Zuflucht. Die besonders prekäre und kritische medizinische Situation der Flüchtlinge aufgrund ihrer meist sehr unzureichenden Lebensbedingungen stößt auf ein bereits zuvor völlig überlastetes Gesundheitssystem in Pakistan. Seit 2013 sorgt Malteser International gemeinsam mit dem Afghanischen Frauenverein e.V. im Nordwestern Pakistans für einen verbesserten Zugang zu notwendigen Gesundheitsdienstleistungen für afghanische Flüchtlinge und Binnenvertriebene. 

Nicht in allen Regionen Pakistans gilt das staatliche Recht der pakistanischen Regierung uneingeschränkt. So gilt das Stammesgebiet (FATA) im Westen Pakistans an der Grenze zu Afghanistan als halb-autonome Sonderregion. Politische, religiöse und ethnische Auseinandersetzungen um Macht und Autonomie bedeuten für die dort lebende und zugezogene Bevölkerung seit Jahren Bürgerkriegszustand mit erheblichen Verlusten von Leben, Existenzgrundlagen und Sicherheit. Flüchtlingsströme aus diesem Gebiet ziehen daher weiter in den Norden Pakistans. Die Flüchtlinge, auf die wir dort treffen, leiden unter starkem Stress, Traumata und Hoffnungslosigkeit sowie einer akuten medizinischen Unterversorgung in ihrer neuen Umgebung. Hinzu kommen die regelmäßigen Überschwemmungen während der Monsunzeiten, welche die ohnehin unzureichende Infrastruktur oftmals monatelang unzugänglich machen. 

Verbesserung des Gesundheitsstatus von Binnenvertriebenen, afghanischen Flüchtlingen und deren aufnehmenden Gemeinden in drei "Union Councils" im Distrikt Peshwar unter besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse von Frauen und Kindern.

Unterziele:

  • verbesserter Zugang zu und Qualität von Basisgesundheitsdienstleistungen
  • verbesserter Ernährungszustand von Kindern und Frauen in gebärfähigem Alter
  • verbesserte inklusive Katastrophenvorsorge an den von uns unterstützten Gesundheitseinrichtungen

 

 

 

  • Verbesserung der Ausstattung der von uns unterstützten Gesundheitszentren und Bereitstellung von zusätzlichen Medikamenten im Falle von Versorgungsengpässen
  • Aus - und Weiterbildung des Gesundheitspersonals und der ehrenamtlichen Gesundheitskomitees
  • Bereitstellung von sicherer Geburtshilfe und Notfallbehandlung nach den offiziellen Öffnungszeiten der Gesundheitszentren
  • Monitoring des Ernährungszustandes von Schwangeren, stillenden Müttern und Kindern im Einzugsgebiet der Gesundheitszentren
  • Stärkung des Überweisungssystems für unterernährte Frauen und Kinder
  • Aufklärungsveranstaltungen zu Gesundheits- und Hygienethemen
  • Fortbildung in inklusiver Katastrophenvorsorge für Mitarbeiter der Distriktgesundheitsbehörde, der Gesundheitszentren und der Gesundheitskomitees
  • Erstellung, Umsetzung und Überarbeitung von Katastrophen-Vorsorgeplänen
  • Ausbildung von Einsatzteams (Rapid Needs Assessment & Response Teams) bei Malteser International und der Partnerorganisation

Länderinfos

Hauptstadt: Islamabad
Fläche: 796.095 km²
Bevölkerung: ca. 182,1 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: November 2014 bis Dezember 2016
Finanzierung: Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland und Spenden
Partner: Afghanischer Frauenverein e.V. 

Letzte Änderung: Juli 2016

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