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Katastrophenvorsorge, WASH und Ernährungssicherung

Seit 2015 ist Malteser International im Sindh, der südlichsten Provinz Pakistans, tätig. Gerade diese Region wird auf Grund ihrer Topographie und des Klimas immer wieder von Überschwemmungen, starken Regenfällen, Wirbelstürmen, Erdbeben und Dürren heimgesucht.

Den staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren fehlt es an fachlichen Kenntnissen und Ressourcen, um angemessen auf Naturkatastrophen und Klimaveränderungen zu reagieren. Aber vor allem die normale Bevölkerung ist besonders anfällig für Naturkatastrophen. Zum einen fehlt es ihr an Kenntnisse und Fähigkeiten, um Krisen aus eigener Kraft zu bewältigen. Zum anderen spielt Armut – 43% der Sindh-Bevölkerung sind multidimensional arm – eine entscheidendem Rolle. Neben fehlenden Einkommensmöglichkeiten, unzureichender Infrastruktur, schwachen öffentlichen Institutionen und einem mangelnden Zugang zu Gesundheit, sind Ernährungsunsicherheit und der Zugang zu Wasser zentrale Probleme der Menschen.

Regelmäßig wird der Sindh von verschiedenen Katastrophen heimgesucht. 2015 wurden große Teile der Provinz durch Hochwasser überschwemmt, mit enormen Folgen für die betroffenen Menschen. In den darauffolgenden Jahren (2016, 2017, 2018) herrschten lange Dürreperioden. Diese kumulierten Extremereignisse führten zu massiven Ernteeinbußen, wodurch sich die Nahrungsmittelvorräte für die lokale Bevölkerung erschöpften. Der Viehbestand wurde von den wiederkehrenden Katastrophen schwer betroffen, sodass fast die Hälfte dauerhaft verloren ging. Die unterdurchschnittlichen Niederschlagsmengen während der Monsunzeit führten zu einem akuten Mangel an Wasser, Nahrungsmittel und Futter für die Tiere.

Aufgrund der anhaltenden Dürre rief die Regierung des Sindh im September 2018 in acht Distrikten der Provinz den Notstand aus. So auch im Distrikt Sanghar, wo knapp drei Viertel der Haushalte bereits unter Ernährungsunsicherheit leiden. Im Katastrophenfall droht eine nachfolgende Ernährungskrise. Die Intensität und Häufigkeit solcher Phänomene wird wahrscheinlich zunehmen, weswegen schnelle und wirksame Maßnahmen und konzentrierte Interventionen nötig sind.

Wir wollen die besonders vulnerablen Gemeinden im katastrophenanfälligen Distrikt Sanghar dabei unterstützen, sich in den Bereichen Katastrophenvorsorge, WASH und Ernährungssicherung gut vorzubereiten. Dabei gehen wir auf die unmittelbaren humanitären Bedürfnisse der Bevölkerung ein und stärken die Kräfte vor Ort.

  • Wir bauen in den Dorf- und Gemeindeebene Komitees auf, statten sie aus und schulen sie bei der Umsetzung von effektiven Maßnahmen in den Bereichen Katastrophenvorsorge, WASH und Ernährungssicherung
  • Gemeinsam entwickeln wir Katastrophenvorsorgepläne für zukünftige Notfälle in Bezug auf Wasser, Hygiene, und Sanitärversorgung (WASH) sowie zur Sicherung ihrer Ernährung
  • Wir schulen gemeindebasierte Nothilfepools
  • Wir führen Kampagnen durch, um die Menschen für wichtige Vorsorgemaßnahmen bei Dürre und Hochwasser zu sensibilisieren
  • Wir schulen 30 Gemeindemitglieder als Fachkräfte für den humanitären Wiederaufbau im WASH- und Landwirtschaftsbereich
  • Wir stellen die Qualität des Trinkwassers für die Haushalte sicher
  • Wir klären die Menschen über gemeindebasierte Ansätze in gesunder und hygienischer Ernährung sowie in der Sanitärversorgung auf
  • Wir führen die dürreresistente Superfood-Pflanze Moringa auf Gemeindeebene ein, die dabei hilft, dass die Böden und die Produktion von Viehfutter kurzfristig erholen kann
  • Wir klären schwangere Frauen über wichtige Ernährungsstandards während ihrer Schwangerschaft und der Stillzeit auf
  • Mittels Cash-for-Work-Maßnahmen setzen die Menschen ihre Landwirtschafts- und Bewässerungssysteme wieder instand
  • Wir führen Sofort- und Vorsorgemaßnahmen zur Sicherung der Tierhaltung als Lebensgrundlage vulnerabler Haushalte durch
  • Wir verteilen Lebensmittel und Sachgüter

Länderinfo

Hauptstadt: Islamabad
Fläche: 796.095 km²
Bevölkerung: ca. 182,1 Mio.

Projekdaten

Das Projekt startete im Januar 2019. Es wird finanziert durch Spenden sowie durch das Auswärtige Amt und Aktion Deutschland Hilft

Zuletzt aktualisiert im September 2019

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