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Psychosoziale Hilfe für intern Vertriebene

Gemeinsam mit den ukrainischen Maltesern leisten wir psychosoziale Betreuung für vertriebene Menschen in den Regionen Luhansk und Donezk in der Ukraine.

Viele Menschen mussten aufgrund der militärischen Auseinandersetzungen in der Ostukraine ihre Heimat verlassen, verloren Angehörige und fürchten weitere Kriegshandlungen. All dies sind belastende und traumatische Erlebnisse. Um den Betroffenen im Umgang und in der Bewältigung beiseite stehen zu können, liegt der Schwerpunkt unserer Arbeit im Land auf der psychosozialen Unterstützung.

Gerade während der Corona-Pandemie bieten wir diese auch explizit für medizinisches Personal an, das durch die Pandemie erhöhtem Stress ausgesetzt ist.

Infolge der Auseinandersetzungen in der Ostukraine und der daraus erfolgten Annexion der Krim durch Russland kam es in der Vergangenheit mehrmals zu Flucht- und Vertreibungsbewegungen. Knapp 1,5 Millionen Menschen leben derzeit innerhalb der Ukraine als Vertriebene im eigenen Land. Die Situation bleibt weithin angespannt und die Angst vor neuen Kämpfen innerhalb der Bevölkerung ist groß. Die Umsetzung des 2015 erzielten Minsker Friedensabkommens ist nach wie vor fragil. Keine der über zwanzig ausgehandelten Waffenruhen hat bisher gehalten.

Die Vertriebenen sind häufig aufgrund der Erlebnisse traumatisiert und leiden unter Ängsten, die sie stark belasten und ihnen das Einfinden an ihren neuen Wohnorten erschweren oder gar unmöglich machen. Für den beginnenden Wiederaufbau sowie für eine funktionierende Gemeinschaft und Gesellschaft ist die mentale Gesundheit jedoch eine wichtige Voraussetzung.

Durch die Covid-19-Pandemie kommen weitere Belastungen für die Menschen hinzu: Berichte über häusliche Gewalt steigen an. Ebenso kommt es zu Stigmatisierungen von Covid-19-Risikogruppen. Das medizinische Personal ist durch den immensen Stress und die Mehrarbeit überlastet.

 

Unser Ziel ist die psychosoziale Stabilisierung von durch den Ukraine-Konflikt betroffenen Menschen sowie die Verbesserung der lokalen Angebote für psychosoziale Unterstützung.

Mit unserem Projekt möchten wir folgendes erreichen:

  • Über 36.000 Betroffene des Ukraine-Konfliktes nehmen an verschiedenen Maßnahmen zur psychosozialen Stabilisierung und Psychoedukation teil.
  • Mehr als 1.500 Vertretende lokaler psychosozialer Unterstützungsdienste nehmen Angebote des Austauschs und der Qualifizierung wahr.
  • Über 200 medizinische Fachkräfte nutzen Angebote zur Stressbewältigung und zur Burn-Out-Prävention im Kontext der COVID-19 Pandemie.

Direkte Unterstützung von Vertriebenen und Aufnahmegemeinschaften:

  • Wir leisten Psychoedukation durch Aufklärungsmaterialien und die Durchführung öffentlicher Veranstaltungen und können damit zur Erhöhung von Wissen um psychosoziale Zusammenhänge und der Akzeptanz der Unterstützungsangebote beitragen.
  • Wir bieten Psychosoziale Unterstützung in Form von Einzel- und Gruppengesprächen an, die auch telefonisch und online-basiert stattfinden.
  • Wir leisten Psychosoziale Unterstützung durch mobile Teams, die auf akute Bedürfnisse reagieren können.
  • Wir führen EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) zur Traumatherapie ein.
  • In Einzelfällen werden Bedürftige auf Basis der psychologischen Indikation an die Traumatherapie überwiesen oder im Rahmen von Telemedizin erreicht.

 

Fortbildung und Sensibilisierung - Unterstützung der mittelfristigen Selbsthilfe:

  • Wir helfen beim Aufbau von Überweisungssystemen und bei der Vernetzung relevanter Akteure durch die Teilnahme an und Organisation von Gesprächen am Runden Tisch und Konferenzen mit Vertretern der lokalen Behörden und Zivilgesellschaft sowie Fachpersonal.
  • Wir führen Fachtrainings und Fortbildungen für Fachpersonal, Freiwillige und Vertreter der lokalen Behörden durch.
  • Wir bieten Supervision für Fachkräfte und Freiwillige zur Qualitätssicherung an.
  • Wir führen CETA (Common Elements Treatment Approach) ein, um die Hilfeleistungen dezentral durch die Arbeit mit Laien-Beratern und -Beraterinnen verfügbar zu machen.

 

Unterstützung der Gesundheitssystems während der Covid-19 Pandemie

  • Angebote zur Stressbewältigung und zur Burn-Out-Prävention für medizinische Fachkräfte (Ärzte, Krankenpersonal, Pflegepersonal)

Länderinfos

Hauptstadt: Kiew
Fläche: 603.628 km²
Bevölkerung: ca. 45,5 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit Mai 2015
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Aktion Deutschland Hilft und Spenden
Partner: Malteser Ukraine, Mental Health Service, Worte Helfen

 

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