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Mobile Gesundheitsversorgung für syrische Flüchtlinge und bedürftige Libanesen

Von Beginn der Syrienkrise an zeigte sich der Libanon aufnahmebereit gegenüber den Flüchtlingen aus Syrien. Doch inzwischen sind die Flüchtlinge zu einer riesigen Herausforderung für den Zedernstaat geworden. Schätzungsweise zwei Millionen Syrer halten sich in einem Land auf mit 4,5 Millionen Einheimischen. Das ist eine gewaltige Belastung für Ressourcen wie Land, Wasser und Strom, aber auch für Schulen und Krankenhäuser. Viele Flüchtlinge  leben in der Provinz Akkar im Norden des Landes, welche zu den ärmsten und unterentwickeltsten Regionen im Libanon zählt. Angesichts des bereits fragilen öffentlichen Gesundheitssystems fehlt es den Gesundheitszentren und Krankenhäusern an finanziellen Mitteln, um die Flüchtlinge angemessen versorgen zu können. Aus diesem Grund betreibt Malteser International mit seiner lokalen Partnerorganisation, der libanesische Assoziation des Malteserordens, seit September 2014 eine mobile Gesundheitsstation, um die medizinische Grundversorgung in der Provinz Akkar sicherzustellen.  

Die Provinz Akkar im Norden des Landes gehört zu den ärmsten und unterentwickeltsten Regionen im Libanon. Dort haben viele syrische Flüchtlinge, von denen die Mehrzahl Frauen und Kinder sind, Zuflucht in leerstehenden Gebäuden, Baustellen oder Zelten gesucht. Die Lebensbedingungen der Flüchtlinge verschlechtern sich kontinuierlich; insgesamt 70 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze. Zudem ist die Anzahl der bedürftigen Libanesen seit 2011 um fast zwei Drittel gestiegen und die Arbeitslosigkeit hat sich verdoppelt. Dies bedeutet, dass mittellose Libanesen ähnlichen Problemen wie die Flüchtlinge gegenüberstehen und darum kämpfen, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Die ärmlichen Lebensbedingungen der Flüchtlinge haben direkte negative Auswirkungen auf ihre Gesundheitssituation. Laut einer UNHCR-Studie können sich rund 20 Prozent der syrischen Flüchtlinge, die eine Behandlung im Krankenhausbenötigen, diese nicht leisten.

Aus diesem Grund betreibt Malteser International mit seiner lokalen Partnerorganisation, der libanesische Assoziation des Malteserordens, seit September 2014 eine mobile Gesundheitsstation, um die medizinische Grundversorgung in der Provinz Akkar sicherzustellen. Sowohl syrische Flüchtlinge als auch bedürftige Libanesen haben somit Zugang zu kostenloser medizinischer Behandlung und Medikamenten. Wenn nötig, werden sie für die sekundäre Gesundheitsversorgung in ein Gesundheitszentrum oder Krankenhaus überwiesen. 

Unser Ziel ist es, die Gesundheitssituation von syrischen Flüchtlingen und bedürftigen Libanesen, die in entlegenen Gebieten der Provinz Akkar im Nord-Libanon leben, zu verbessern. Dies soll zum einen durch einen verbesserten Zugang zu primärer und sekundärer Gesundheitsversorgung und zum anderen durch die Stärkung präventiver Gesunderhaltungskapazitäten der Bevölkerung erreicht werden. 

  • Betrieb einer mobilen Gesundheitsstation, die monatlich rund 1.200 medizinische Behandlungen durchführt
  • Überweisung von mehr als 150 Patienten im Monat zum Gesundheitszentrum oder ins Krankenhaus für weitergehende Untersuchungen und sekundäre Behandlungen
  • Stärkung der präventiven Gesunderhaltungskapazitäten der Bevölkerung durch Gesundheits- und Hygienekampagnen

Länderinfos

Hauptstadt: Beirut
Fläche: 10.452 km²
Bevölkerung: ca. 4,8 Mio. registrierte Einwohner
Religionen/Kirchen: 18 anerkannte Religionsgemeinschaften

Projektdaten

Laufzeit: seit Februar 2016 bis April 2017   
Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft, Auswärtiges Amt, Spenden
Partner: Libanesische Assoziation des Malteserordens

Letzte Änderung: August 2016

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