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Syrien: Hoffnung auf einen Waffenstillstand ändert nichts an der unmittelbaren humanitären Katastrophe

Malteser International: Bedrohung von Gesundheitspersonal darf nicht als Normalzustand akzeptiert werden
Mit zwei mobilen Gesundheitsstationen unterstützt Malteser International in Zusammenarbeit mit seiner syrischen Partnerorganisation die medizinische Versorgung von Vertriebenen in der Grenzregion.

Mit zwei mobilen Gesundheitsstationen unterstützt Malteser International in Zusammenarbeit mit seiner syrischen Partnerorganisation die medizinische Versorgung von Vertriebenen in der Grenzregion.

Derzeit bereiten die Malteser ein Gelände für ein weiteres Lager für 5.000 Familien vor.

Derzeit bereiten die Malteser ein Gelände für ein weiteres Lager für 5.000 Familien vor.

Neben der medizinischen Versorgung und Bereitstellung von Medikamenten plant Malteser International auch Hilfsmaßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und die Beschaffung weiterer Zelte.

Neben der medizinischen Versorgung und Bereitstellung von Medikamenten plant Malteser International auch Hilfsmaßnahmen im Bereich der Wasserversorgung und die Beschaffung weiterer Zelte.

Köln. Auch die am Wochenende zwischen den USA und Russland erzielte Einigung auf einen Waffenstillstand wird kurzfristig nichts an der Not vieler Syrer ändern. Der ungehinderte und nachhaltige Zugang für humanitäre Organisationen ist nur eine von vielen Bedingungen, denen alle kriegsführenden Parteien zustimmen müssen, damit die Feuerpause ab kommenden Samstag gelten kann. Besondere Sorge bereiten Malteser International das hohe Maß an Zerstörung von medizinischen Einrichtungen und der Mangel an medizinischem Personal.

“Dass das in Syrien verbliebene medizinische Personal nur unter ständiger Lebensgefahr arbeiten kann, ist eine Tatsache, die auch nach fast fünf Jahren Krieg nicht als Normalzustand akzeptiert werden darf“, sagt Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für die Region Nahost bei Malteser International. „Jede Zerstörung von medizinischer Infrastruktur bedeutet nicht nur unmittelbar, sondern für viele Menschen auch mittelfristig den Tod. Denn ohne medizinische Nothilfe und Zugang zu Basisgesundheitsdiensten sterben Kinder, Frauen und Männer nicht nur an Kriegsverletzungen, sondern auch an Krankheiten, die unter normalen Umständen problemlos behandelbar wären“, führt Lietmeyer aus. Der besondere Schutz von medizinischem Personal, Ambulanzen und Krankenhäusern ist Kernbestandteil des humanitären Völkerrechtes.

Malteser International hat seine Hilfe für neu ankommende Vertriebene in der Region Azaz nahe der türkischen Grenze ausgeweitet. Sie errichten weitere 350 Unterkünfte, stellen mehr medizinisches Personal und mobile Kliniken bereit und sorgen mit Wassertanks und Bohrlöchern für eine bessere Trinkwasserversorgung für 12.000 Vertriebene. „Unsere Aufmerksamkeit gilt den Menschen, die als Zivilisten keiner der kriegsführenden Gruppen angehören, sondern zwischen Frontverläufen und in belagerten Städten unter unvorstellbaren Bedingungen ausharren müssen“, so Lietmeyer. Auch in den Nachbarländern Türkei, Libanon und Irak versorgt Malteser International in Gesundheitszentren und mit mobilen medizinischen Teams kranke und verletzte Flüchtlinge und Vertriebene sowie die notleidende Bevölkerung.

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Janine Lietmeyer, Ländergruppenleiterin für die Region Nahost bei Malteser International steht für Interviews und O-Töne zur Verfügung. Vermittlung: +49 221 9822-169, elena-stein@malteser-international.org 

Ihr Kontakt

Katharina Kiecol
+49-(0)221-9822-155
Email: katharina.kiecol(at)malteser-international.org

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