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Vergessene humanitäre Krisen

Im digitalen Zeitalter hat sich die Geschwindigkeit, mit der sich Nachrichten verbreiten, drastisch erhöht. In den ersten Tagen und Wochen nach Ausbruch einer humanitären Krise berichten die Medien kontinuierlich und umfassend aus der Krisenregion und die Katastrophe steht im Fokus der Öffentlichkeit. Danach ebben die Berichterstattung und das Interesse der Öffentlichkeit – und damit in der Regel auch die Hilfe – meist deutlich ab. Dabei benötigen gerade langwierige humanitäre Krisen eine viel stärkere Aufmerksamkeit, denn betroffen sind meist ohnehin arme und besonders verwundbare Bevölkerungsgruppen. Gerade für diese Menschen sind mehr internationale Hilfe beim Wiederaufbau und in der Katastrophenvorsorge sowie wesentlich intensivere Anstrengungen zur Lösung bestehender Konflikte dringend notwendig.

Was ist eine vergessene Krise?

Treffen die Faktoren – eine Naturkatastrophe oder kriegerische Auseinandersetzung, eine arme, besonders verwundbare Bevölkerung, geringes Hilfevolumen und wenig mediale Berichterstattung – auf eine Situation zu, so spricht man von einer vergessenen Krise. In seinem jährlichen „Forgotten Crisis Assessment“ nennt das Europäische Amt für humanitäre Hilfe (ECHO) eine Liste vergessener Krisen. Für das Jahr 2016 sind das: Algerien, Ägypten, Bangladesch, Indien, Jemen, Kamerun, Kolumbien, Myanmar, Pakistan, Philippinen, Sudan und der Tschad.

Bundesweite Kampagne gegen das Vergessen

Malteser International beteiligt sich gemeinsam mit weiteren Hilfsorganisationen an der bundesweiten Kampagne des Auswärtigen Amtes "Vergessene humanitäre Krisen". Ihr Ziel ist es, vergessene Krisen stärker in den Fokus der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken und ein am humanitären Bedarf orientiertes öffentliches Interesse zu stärken, um Menschen in Not die erforderliche Hilfe zukommen lassen zu können.
Wir setzen uns in mehreren der so genannten vergessenen Krisen dafür ein, armen und besonders benachteiligten Bevölkerungsgruppen ein besseres Leben zu ermöglichen. Lesen Sie hier mehr zu den Hintergründen der vergessenen Krisen und Geschichten über die Menschen, denen wir bei unserer Arbeit begegnen.

"Konflikte kennen keine Grenzen mehr"

Im Interview spricht Sid Johann Peruvemba darüber, warum einige Krisen in Vergessenheit geraten und über mögliche Lösungsansätze für die humanitären Hilfe. 

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Gestrandet auf dem Weg nach Uganda

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo sind viele Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Doch weil die Südsudanesen vor der Gewalt aus dem eigenen Land fliehen, kommen immer mehr Menschen hierher. Wenn es ihre Kräfte und die finanziellen Mittel erlauben, reisen sie weiter nach Uganda, in die dortigen Flüchtlingslager. Aber auch hier wird die Situation immer schwieriger.

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Die lange Reise der Medikamente

Eine Medikamentenlieferung soll von der Zentralapotheke in Ariwara nach Bondo gebracht und von dort aus in die einzelnen Gesundheitszentren verteilt werden. Den LKW-Fahrer und seinen Begleiter erwartet eine 800 km lange und sehr abenteuerliche Reise, auf die wir Sie mitnehmen. 

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Eine digitale Geschichte über die Flüchtlinge in der DR Kongo.
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