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Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose (auch Lungentuberkulose) ist eine bakterielle Infektionskrankheit. Sie zählt – gemeinsam mit Malaria und HIV – zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind etwa zwei Milliarden Menschen mit dem Erreger infiziert. Für abwehrgeschwächte und unterernährte Menschen kann Tuberkulose tödlich enden. Daher sind insbesondere Menschen in Gebieten mit mangelhafter Ernährungssituation und fehlender Infrastruktur betroffen.

Symptome von Tuberkulose-Erkrankungen

Durch Sensibilisierungsmaßnahmen schaffen wir ein Bewusstsein für die Krankheit Tuberkulose - wie hier in Kenia. Foto: Malteser International

Weil die Erreger meist die Lunge befallen, wird im Volksmund auch der Begriff „Lungentuberkulose“ verwendet. Jedoch können sich die für die Tuberkulose typischen Entzündungsherde auch in anderen Organen entwickeln.

Die typischen Symptome einer Tuberkulose sind ungewollter Gewichtsverlust, Husten und Schmerzen beim Atmen. In einem späteren Stadium kommt es zu einem blutigen Auswurf. Die frühere Bezeichnung der Krankheit als „Schwindsucht“ weist auf den schnellen körperlichen Verfall durch die Tuberkulose hin.

Ansteckungswege der Infektion

Die Krankheit verbreitet sich via Tröpfcheninfektion, zum Beispiel beim Niesen. Dabei ist Tuberkulose nicht so ansteckend wie andere stark verbreitete Infektionskrankheiten. Erst ein langer und intensiver Kontakt zu Erkrankten oder eine geschwächte Immunabwehr führen dazu, dass eine Ansteckung erfolgt. Daher verbreitet sich Tuberkulose dort, wo unzureichende hygienische Bedingungen herrschen und beengende Wohnverhältnisse vorhanden sind.

Übertragungen sind auch über Rohmilch von Tier zu Mensch möglich, was besonders für Landwirte in wirtschaftlich schwachen Ländern zur Gefahrenquelle wird.

Wer ist besonders gefährdet?

Während bei Menschen mit intaktem Immunsystem keine behandlungsbedürftigen Symptome auftreten, entwickeln Menschen mit schwachem Immunsystem meist eine Lungenentzündung. Dabei kann eine sogenannte „latente Tuberkulose“ auch Jahre nach der Infektion ausbrechen. HIV-Erkrankte, Unterernährte, Senioren und Kinder zählen zur Risikogruppe, da ihre Abwehrkräfte geschwächt sind.

Die Verbreitung von Tuberkulose in der Geschichte und heute

Die wachsende Bevölkerungsdichte während der Industrialisierung, unzureichende Hygienebedingungen und fehlende Medikamente führten im 19. Jahrhundert zu einem raschen Anstieg von Tuberkuloseerkrankungen. Sie wurde daher als „weiße Pest“ bezeichnet.

Heute bewegen sich die Zahlen der Neuerkrankungen in Industrieländern im einstelligen Prozentbereich.

In wirtschaftlich schwachen Ländern in Afrika und Südostasien erkranken dagegen noch immer jährlich Hunderttausende an Tuberkulose. Nach Schätzungen der WHO gab es im Jahr 2017 in Kenia ca. 158.000 und in Myanmar sogar 191.000 neue Tuberkulose-Fälle.
 

Unsere Hilfe in Kenia

In Kenias Hauptstadt Nairobi liegt unser Schwerpunkt in der Diagnose, Behandlung und Prävention von Tuberkulose und HIV, um das Krankheitsrisiko langfristig zu senken.

Unsere Hilfe in Myanmar

Neben HIV und Malaria ist Tuberkulose eines der größten Gesundheitsrisiken in Myanmar. Hier arbeiten wir stetig daran, das Gesundheitssystem zu stärken und die Krankheitsfälle zu reduzieren.

Ist Tuberkulose heilbar?

Grundsätzlich ist Tuberkulose durch die Vergabe von Antibiotika behandelbar. Bei immunschwachen Menschen kann es jedoch zu einem komplizierten Verlauf kommen, der chirurgische Eingriffe notwendig macht. Die Therapie erstreckt sich in solchen Fällen über mehrere Monate.

In wirtschaftlich schwachen Ländern fehlen die Mittel, um die Krankheit adäquat zu behandeln. Von Armut betroffenen Menschen bleibt der Zugang zu Medikamenten verwehrt, was die ansonsten heilbare Tuberkulose tödlich macht.

Deswegen ist humanitäre Hilfe in Form von medizinischer Versorgung im Kampf gegen Tuberkulose notwendig. Auch der Bau von Sanitäranlagen und die Verbesserung der Hygienebedingungen helfen dabei, die tödliche Infektionskrankheit einzudämmen. In all diesen Bereichen sind wir daher in betroffenen Ländern aktiv. All diese Maßnahmen – vom einfachen Medikament bis hin zu Brunnen für sauberes Trinkwasser – kosten allerdings. Die Menschen in den Risikogebieten sind dringend auf Ihre Hilfe angewiesen.

Unterstützen Sie unsere Tuberkulose-Projekte mit Ihrer Spende!
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