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Nigeria

Mit fast 200 Millionen Einwohnern ist Nigeria das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Mehr als 500 verschiedene Sprachen werden in dem westafrikanischen Land gesprochen. Obwohl Nigeria mit seinen reichen Erdölvorkommen zu den größten Wirtschaftsmächten des Kontinents gehört, leben weite Teile der Bevölkerung in Armut. Der Alltag in einigen Regionen ist von Gewalt und Terror geprägt. 

Seit vielen Jahren ist die politische Situation im Norden Nigerias instabil. Die Bevölkerung leidet unter den Anschlägen und Entführungen durch die Terrormiliz Boko Haram, was immer mehr Menschen in die Flucht treibt. Zudem treffen die Folgen des Klimawandels und eine Wirtschaftskrise die gesamte Region um den Tschad-See. Staatliche Strukturen sind hier kaum oder nur wenig vorhanden. Vor allem Kinder sind von den Folgen der Krise und einer zunehmenden Mangelernährung betroffen.

Aus dem unglücklichen Zusammenspiel all dieser Faktoren hat sich eine komplexe und in ihren Ausmaßen enorme humanitäre Krise entwickelt. Allein 8,5 Millionen Menschen benötigen im Norden Nigerias dringend humanitäre Hilfe.

Bessere Wasser- und Hygieneversorgung in Nigeria

Acht Jahre nach dem Beginn der Konflikte kämpfen die Menschen am Tschadsee mit einer komplexen humanitären Notlage, von der 17 Millionen Menschen in vier Ländern betroffen sind.

Einst gehörte der Tschadsee zu den größten Gewässern Afrikas und bot den Gemeinden eine Fülle von Möglichkeiten: Süßwasser in einer der heißesten Gegenden der Welt, Fisch zum Essen und fruchtbares Land zum Kultivieren. In den letzten Jahren hat sich die Lage jedoch in mehrfacher Hinsicht verschlechtert. Die Zahl der Menschen, die in Armut leben, hat sich erhöht, die Umweltzerstörung hat zugenommen und die Bevölkerung ist rasant gewachsen. Gleichzeitig hat die Terrorgruppe Boko Haram an Einfluss gewonnen.

Die bewaffnete Oppositionsgruppe wuchs von einer isolierten Sekte in Nigeria zu einer regionalen Sicherheitsbedrohung heran, die in den Nachbarstaaten Kamerun, Niger und Tschad Selbstmordattentate und Massenentführungen durchführt. Gewalt, Unterernährung und Hungersnot sind für die Menschen in dieser Region zu einem festen Bestandteil des täglichen Lebens geworden.

10,9 Millionen Menschen sind am Tschadsee in akuter Not, die meisten von ihnen leben in den angrenzenden Ländern Nigeria und Kamerun. Viele Menschen haben nicht genug zu essen und auch sauberes Trinkwasser steht nicht allen zur Verfügung. Immer wieder breiten sich in der Tschad-Region Krankheiten aus, die durch unsauberes Wasser verursacht werden. Im August 2016 wurde ein Cholera-Ausbruch im Bundesstaat Borno in Nigeria gemeldet, der 61 Todesfälle forderte.

  • Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygienebedingungen und Bekämpfung von Mangelernährung von besonders gefährdeten Personengruppen im Norden Kameruns und Nigerias

Nigeria:

  • Brunnen bohren
  • Solarwasserpumpen
  • Watertrucking
  • Verteilung von Hygienesets
  • Ausbildung von Wassernutzerkomitees und Hygienepromotoren
  • Verteilung v. Wasserkanistern
  • Bau von Latrinen


Kamerun:

  • Behandlung unterernährter Kinder (ambulant/stationär)
  • Training von Frauen und Müttern
  • Ausstattung von Gesundheitseinrichtungen
  • Training von Personal


Ihr Kontakt

Lisa Schönmeier
+49-(0)221-96441-215
Email: lisa.schoenmeier@malteser-international.org

Unsere Standorte:
Maiduguri und Abuja

Länderinfos

Hauptstadt: Abuja
Fläche: 923.768 km²
Bevölkerung: ca. 187 Mio

Projektdaten

Laufzeit: 01.08.2017 – 31.12.2017
Finanzierung: Auswärtiges Amt (AA), Seliger Gerhard Stiftung
Partner: CIDAR (Centre for Integrated Development and Research), ALIMA (Alliance for International Medical Action)

Letzte Änderung: November 2017

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