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Bangladesch

Bangladesch ist eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt. Rund 160 Millionen Menschen leben auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche von 147.570 Quadratkilometern. Durch das südasiatische Land fließen mehrere große Flüsse, die in vielen kleinen Vergabelungen in den Golf von Bengalen fließen. Aufgrund dieser geographischen Besonderheit und den Auswirkungen des Klimawandels, ist Bangladesch anfällig für Naturkatastrophen wie tropische Monsune, häufige Überschwemmungen und Wirbelstürme.

In den vergangenen Jahren hat Bangladesch eine erstaunliche wirtschaftliche Entwicklung erlebt und seitens der Regierung große Anstrengungen betrieben, um die Armut der Bevölkerung zu verringern. Dennoch steht das Land noch immer vor gewaltigen Herausforderungen, da rund 30 Millionen Menschen unterhalb der Armutsgrenze leben.

Hilfe für burmesische Flüchtlinge

Bereits seit den 1990er Jahren nimmt Bangladesch Flüchtlinge aus Myanmar auf. Nach erneuten Gewaltausbrüchen sind zwischen August und November 2017 über 600.000 Menschen von Myanmar nach Bangladesch geflohen. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Frauen und Kinder, die größtenteils völlig mittellos die Grenze überquert haben und seitdem in provisorischen Flüchtlingslagern leben. Malteser International unterstützt seit Anfang September 2017 durch die Partnerorganisation Gonoshasthaya Kendra (GK) die Gesundheitsversorgung für die Geflüchteten – zunächst durch zwei mobile Kliniken in einem Flüchtlingscamp. Im November 2017 wurde die Hilfe auf ein weiteres Camp ausgeweitet. Zielgruppe des Projekts sind die etwa 116.000 Bewohner der Flüchtlingscamps, mit besonderer Berücksichtigung der Bedürfnisse der Mütter und Kinder.

Nach dem erneuten Gewaltausbruch im August 2017 ist die Zahl der neu ankommenden burmesischen Flüchtlinge innerhalb der ersten Monate vor allem in den südöstlichen Bezirken Cox's Bazar und Bandarban rasant auf über 600.000 Menschen gestiegen. Die Mehrheit kam völlig mittellos, traumatisiert und in schlechtem gesundheitlichen Zustand in Bangladesch an. Weder die Regierung Bangladeschs noch die internationale Gemeinschaft waren auf eine solche Massenflucht vorbereitet.

In den ersten Wochen haben sich die Geflüchteten auf Wegen und Ackerflächen entlang der Dörfer niedergelassen – in der Hoffnung auf Sicherheit und Hilfe. Innerhalb weniger Wochen wurden seitens der Regierung weitere Flüchtlingscamps errichtet, die seitdem von der Armee Bangladeschs und UN-Institutionen koordiniert werden. Der anhaltende Flüchtlingsstrom erschwert die optimale Versorgung der Camps. Es mangelt an ausreichender Wasserversorgung, Nahrung, angemessenem Wohnraum und Sanitäreinrichtungen, Zugang zu Gesundheitsversorgung, Schulen und vielem mehr.

 

 

Verbesserung des Gesundheitszustands der Flüchtlinge und der Ernährungssituation von Müttern und Kleinkindern

•    Bereitstellung von Basisgesundheitsdienstleistungen mit Fokus auf Mutter-Kind-Gesundheit in zwei
      Gesundheitszentren für 116.000 Menschen
•    Überweisung von Notfällen an das nächstgelegene Krankenhaus
•    Gesundheits- und Hygieneaufklärungsmaßnahmen in den Flüchtlingscamps
•    Identifizierung und Monitoring des Ernährungszustandes von Schwangeren, stillenden Müttern und   
      Kindern zwischen sechs bis 59 Monaten im Einzugsgebiet der Gesundheitszentren, insgesamt rund     
      10.800 Frauen und Kinder
•    Versorgung von identifizierten Müttern und Kindern mit Pre-Mix-Food- Rationen
•    Überweisung von Notfällen an die nächstgelegene Versorgungsstelle für mangel-/ unterernährte   
      Frauen und Kinder

„Wir konnten dazu beitragen, das menschliche Leid in sehr großem Umfang zu lindern.“

620.000 Flüchtlinge aus Myanmar sind in den vergangenen Monaten im südlichen Grenzbezirk von Cox's Bazar, Bangladesch, eingetroffen. Yvonne Dunton ist für Malteser International in Bangladesch und gibt uns einen Einblick in das Leben der Menschen in den Camps. 

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Ihr Kontakt

Rebekka Toyka
+49 (0)221-96441-235
Email: rebekka.toyka(at)malteser-international.org

Länderinfos

Hauptstadt: Dhaka
Fläche: 147.570 km²
Bevölkerung: ca. 163 Mio

Projektdaten

Laufzeit: 04.09. bis 31.12. 2017
Finanzierung: Aktion Deutschland hilft, Auswärtiges Amt
Partner: Gonoshasthaya Kendra (GK)

Letzte Änderung: November 2017

 

 

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