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Kolumbien: Keine Entwicklung ohne Frieden

Programmleiter Sid Peruvemba und Regionalleiterin für Lateinamerika Jelena Kaifenheim besuchten im März die Projekte von Malteser International in Kolumbien. Foto: Malteser Colombia/Malteser International

Köln/Kolumbien: Die Sehnsucht der Kolumbianer nach Frieden ist groß: „Während meines Projektbesuchs in La Guajira in der vergangenen Woche war der Wunsch der Bevölkerung nach Frieden und gesellschaftlicher Versöhnung überall spürbar. Ich hoffe sehr, dass die Politiker diese Friedenssehnsucht unterstützen und alles Notwendige unternehmen werden, um diesen Wunsch zu erfüllen“, sagt Sid Peruvemba, Programmleiter von Malteser International.

Die Zeichen für eine Lösung des seit über 50 Jahren andauernden Bürgerkriegs stehen derzeit positiv. Nach einer zweimonatigen Verhandlungspause haben die kolumbianische Regierung und die Guerillaorganisation ELN nun zu Beginn der Woche bekanntgegeben, die Gespräche über ein Friedensabkommen fortzuführen. Die ELN ist die letzte aktive Guerillagruppe in Kolumbien. Die Verhandlungen waren abgebrochen worden, nachdem die ELN erneut Anschläge auf Polizeistationen verübt hatte. Auch in den Projektgebieten von Malteser International hatte es in den vergangenen Wochen vermehrt Präsenz der ELN gegeben.

50 Jahre Bürgerkrieg haben mittlerweile mehr als 300.000 Menschen das Leben gekostet, sieben Millionen Kolumbianer wurden vertrieben. In La Guajira, wo Malteser International ein Projekt zur Betreuung von Gewaltopfern unterstützt, leben viele Menschen, die wegen der anhaltenden Konflikte bereits mehrfach ihre Heimat verlassen mussten. „Eine der Frauen aus unserem Projekt, in dem wir die traumatisierten Opfer von Gewalt psychologisch betreuen, sagte mir: Wenn sie einen Wunsch an Gott richten könnte, dann wäre es Gesundheit, Frieden und eine bessere Zukunft für ihre Kinder. Es wird in Kolumbien keine Entwicklung geben können, so lange es keinen Frieden gibt“, so Peruvemba.

Wichtige Schritte Richtung Frieden hatte es schon Ende 2016 gegeben, als die Regierung und die größte Guerillaorganisation des Landes, FARC, einen Friedensvertrag unterzeichneten. Die FARC ist mittlerweile eine politische Partei, die bei der Wahl am vergangenen Wochenende allerdings weniger als ein Prozent der Stimmen erhielt. Die meisten Stimmen bekam die Partei des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe. Ende Mai wird es in Kolumbien Präsidentschaftswahlen geben.

 

 

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