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Naturkatastrophen: Vorsorge treffen, Nothilfe bereitstellen

In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit von Naturkatastrophen deutlich zugenommen. Vor allem in vielen wirtschaftlich ohnehin schwachen Ländern Afrikas, Südamerikas und Asiens bedrohen zerstörerische Naturereignisse das Leben zahlreicher Menschen. Unvorhersehbare Katastrophen wie Überschwemmungen oder Erdbeben haben verheerende Folgen: Oft verlieren Tausende ihr Zuhause und ihr gesamtes Hab und Gut.

Viele Gemeinden und Institutionen in Risiko-Gebieten sind nicht ausreichend auf Naturkatastrophen vorbereitet. Deswegen unterstützen wir die Menschen vor Ort, um Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für zukünftige Naturkatastrophen zu treffen. Wir sensibilisieren die Bevölkerung für die drohenden Gefahren und tragen auf diese Weise und durch eine schnelle Nothilfe nach einem Ereignis dazu bei, Schäden und Leid im Fall einer Katastrophe zu mindern. Damit wir unsere Hilfsprojekte umsetzen können, sind wir dringend auf Ihre Spenden angewiesen. Diese setzen wir dort ein, wo die Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Flutkatastrophen treffen die Menschen in den ohnehin armen Regionen der Welt besonders hart: Bei Überschwemmungen verlieren viele Familien ihren gesamten Besitz. Felder, Ernten und ganze Dörfer werden vernichtet und die Bewohner müssen in höhere Landesteile flüchten. Mehr über Flutkatastrophen erfahren.

Erdbeben sind nahezu unvorhersehbar und aufgrund ihrer zerstörerischen Wirkung besonders gefährlich. Je nach Stärke und Ort verursachen die Beben große Schäden und fordern häufig zahlreiche Todesopfer. Häuser, Ernten, Viehbestände und Trinkwasserquellen werden zerstört, die Versorgung der Bevölkerung mit dem Notwendigsten bricht zusammen. Lesen Sie mehr zum Thema Erdbeben.

Lang andauernde Dürreperioden sind für die Bevölkerung der betroffenen Länder eine Katastrophe: Wichtige Trinkwasserquellen versiegen, Tiere sterben und viele Menschen verlieren alle Lebensgrundlagen. Durch Wassermangel und Nahrungsmittelknappheit entstehen Hungersnöte, unter deren Folgen häufig die Kinder besonders leiden. Erfahren Sie mehr zum Thema Dürren.

Was ist eine Naturkatastrophe?

Ein Erdbeben in Indonesien löste 2018 einen verheerenden Tsunami aus. Foto: YAKKUM

Sobald ein heftiges Naturereignis destruktive und weitreichende Auswirkungen auf die Erdoberfläche, Menschen und andere Lebewesen hat, ist von einer Naturkatastrophe die Rede. Im Gegensatz dazu spricht man von einer Umweltkatastrophe, wenn die Katastrophe durch den Menschen selbst verursacht wurde.

Ein Naturereignis allein ist noch keine Katastrophe, vor allem dann nicht, wenn das Ereignis fernab besiedelter Gebiete eintritt. So stellen beispielsweise ein Gletscherabbruch oder eine Lawine in unbewohnten Gegenden keine unmittelbare Bedrohung für den Menschen dar. Da solche gewaltigen Ereignisse jedoch schwer zu kontrollieren sind und durch ihre hohe Energie schnell zu einer Gefahr werden können, handelt es sich trotzdem um ernstzunehmende Naturgewalten.

Naturkatastrophen sind deswegen so verheerend, weil sie sich meist unvorhersehbar ereignen und die Folgen unberechenbar sind. Einige Naturereignisse sind früher zu erkennen als andere. In der Regel ist es sehr schwierig, Vorkehrungen für derartige Ausnahmesituationen zu treffen.

Zwar gibt es Frühwarnsysteme, die spezielle Naturereignisse, wie zum Beispiel Erdbeben, erkennen. Diese greifen in den meisten Fällen jedoch nur unmittelbar vor der Katastrophe. In dieser kurzen Zeit können lediglich Warnungen herausgegeben und erste Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

In den vergangenen Jahren hat die Häufigkeit der jährlichen Naturkatastrophen stark zugenommen: Laut Munich Re hat sich die Anzahl der jährlichen Naturkatastrophen in den vergangenen 40 Jahren mehr als verdoppelt. Seit 2012 hat es in fast jedem Jahr weltweit über 700 Naturkatastrophen gegeben. Die Ursachen für das Entstehen von Naturkatastrophen liegen vor allem im fortschreitenden Klimawandel und in natürlichen Prozessen, die der Mensch nicht beeinflussen kann. Auch die Eingriffe des Menschen in die Natur tragen dazu bei, dass das Risiko von Naturkatastrophen zunimmt.

Die häufigsten Naturkatastrophen

Es gibt mehrere Arten von Naturkatastrophen, die sich unterschiedlich auf die Menschen und die Umwelt auswirken. Zu den häufigsten Naturkatastrophen gehören Überschwemmungen, Stürme, Erdbeben und Dürren. Besonders die Zahl der Überschwemmungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen, da die Wasserstände durch den Klimawandel, menschliche Eingriffe in natürliche Wasserläufe und starke Niederschläge rapide steigen. Darüber hinaus zählen auch Waldbrände, Vulkanausbrüche, Erdrutsche und extreme Temperaturen zu Naturkatastrophen, auch wenn diese deutlich seltener auftreten.

Laut dem CRED (Centre for Research on the Epidemology of Disasters) treten folgende Naturkatastrophen am häufigsten auf:

  • Überschwemmungen (insgesamt häufigste Naturkatastrophe)
  • Stürme
  • Erdbeben
  • Extreme Temperaturen
  • Erdrutsche
  • Dürren
  • Waldbrände
  • Vulkanausbrüche


Während in vielen Ländern eher selten zerstörerische Naturereignisse auftreten, sind andere besonders anfällig für Katastrophen und Wetterextreme. Vorwiegend Länder in Hochrisikoregionen Afrikas, Südamerikas und Asiens sind immer wieder von Katastrophen wie Überflutungen, Dürren, Erdbeben und Tsunamis bedroht. Beispielsweise sind vor allem in Afrika lange Dürreperioden eine große Gefahr für die Bevölkerung, während in Mittelamerika und Asien vermehrt Wirbelstürme und Erdbeben auftreten.

Verheerende Folgen und Ausmaße von Naturkatastrophen

Wird nach einer Naturkatastrophe internationale Hilfe angefragt, helfen wir direkt vor Ort. Foto: Jana Asenbrennerova/Malteser International

Die Auswirkungen einer Katastrophe hängen vor allem von der Art, Stärke und dem Ursprungsort des Naturereignisses statt. In den meisten Fällen ziehen Naturkatastrophen massive Schäden nach sich und fordern Verletzte und Todesopfer.

Die Folgen sind für die Menschen verheerend: Durch Überschwemmungen oder Erdbeben werden Felder und Viehbestände, Wasserquellen, Häuser oder ganze Dörfer vernichtet, sodass zahlreiche Menschen ihre Existenz verlieren. Dürreperioden und extreme Temperaturen rauben den Opfern ihre Lebensmittelgrundlagen und führen zu Wassermangel und Hungersnöten.

Die schlimmste Katastrophe der vergangenen Jahrzehnte war der Tsunami im Indischen Ozean im Jahr 2004. Durch das Erdbeben, den ausgelösten Tsunami und mehrere Nachbeben kamen insgesamt rund 230.000 Menschen ums Leben. Über 100.000 wurden verletzt und mehr als 1,7 Millionen Küstenbewohner verloren ihr Zuhause.

Nicht alle Länder sind in der Lage, die Menschen nach solchen Ereignissen zu versorgen, die Schäden alleine zu beheben und sich auf künftige Katastrophen besser vorzubereiten. Wird nach einer Naturkatastrophe internationale Hilfe angefragt, helfen wir direkt vor Ort, um die Menschen zu unterstützen und beim Wiederaufbau zu begleiten.

Schutz durch Katastrophenvorsorge: Vorbereitung auf den Ernstfall

In vielen Ländern, insbesondere in wirtschaftlich schwächeren Staaten, mangelt es an Vorsorge- und Schutzmaßnahmen für den Fall einer Naturkatastrophe. Die Katastrophenvorsorge ist besonders wichtig, um Menschen auf bedrohliche Naturereignisse vorzubereiten und somit Schäden und Leid zu begrenzen.

Mit gezielten Maßnahmen helfen wir den Menschen vor Ort, die Risiken zu identifizieren und entsprechende Notfallpläne zu entwickeln. Ein besonderes Augenmerk legen wir dabei auf besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie alte Menschen oder Menschen mit Behinderungen, für die wir speziell ausgearbeitete Trainings anbieten.

Zur Katastrophenvorsorge gehören neben diesen Trainings und Schulungen Baumaßnahmen sowie Programme zur Stärkung der lokalen Gemeinschaft. Wir schaffen in der Bevölkerung ein Bewusstsein für potenzielle Katastrophen, damit im Ernstfall ein schnelles Handeln möglich ist.

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