Die Medikamente werden über internationale Ausschreibungen auf der
Grundlage qualitätssichernder Standards beschafft. Caamenihu verkauft
die Medikamente und Verbrauchsmaterialien an alle akkreditierten
Gesundheitseinrichtungen für 35 Prozent des Einkaufspreises. Die
Gesundheitseinrichtungen wiederum geben die Medikamente zu einem festen
Preis, der etwa 45 Prozent des Einkaufspreises entspricht, an die
Patienten ab. Ein Teil der Einnahmen kommt der Ausstattung der
Einrichtungen zugute. Die Einnahmen jeder Einrichtung werden im so
genannten Medical Action Account festgehalten. Wenn eine Einrichtung
genug angespart hat, kann ihr Gesundheitskomitee über das Geld verfügen
und über Neuanschaffungen entscheiden.
Momentan wird die
Medikamentenversorgung der Gesundheitseinrichtungen der Region nur über
das zentrale Depot gewährleistet, welches im Juni 2006 staatlich
anerkannt wurde. Während die Diözese Mahagi für die Struktur, den
gesetzlichen Rahmen und das Personal zuständig ist, bildet Malteser
International das medizinische Personal aus und unterstützt die
Logistik. Die Gesundheitszonen stellen die Partizipation der
Gemeinschaft, die Einhaltung der offiziellen Vorgaben im
Gesundheitssystem und die Kontrolle sicher.
Die staatliche Anerkennung sichert die langfristige Entwicklung des Systems bis hin zur zukünftigen Selbstfinanzierung.
- Versorgung von rund 250 Gesundheitseinrichtungen in der Projektregion mit Medikamenten
- Reduzierung der Sterblichkeits- und Krankheitsziffer der Bevölkerung in Ituri und Haut Uélé
- Verbesserung des Zugangs der Bevölkerung zur Basisgesundheitsversorgung
- Einbeziehung der Gesundheitskomitees als Vertreter der Gesundheitseinrichtungen und der lokalen Gemeinschaften
- Einrichtung eines zentralen Arzneimitteldepots mit zwei Filialen (Ariwara und Mahagi)
- In den Filialen bearbeiten 16 Mitarbeiter rund 2.400 Aufträge im Jahr
- Trainings für Mitarbeiter, Unterstützung in Management und Logistik
- Einführung des Medical Action Account (Caisse d´Actions Medicales)