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Wie der Nahost-Krieg das Leben der Menschen in unseren Einsatzländern im Jahr 2026 verändert

Treibstoffversorgung in Krisenregionen: Herausforderungen und Folgen


Der Nahostkrieg wirkt sich auf dramatische Weise auf die Menschen in den Ländern aus, die in den Krieg involviert sind – und auf viele weitere auf der ganzen Welt. Denn die erheblichen Engpässe in der Treibstoffversorgung, die Folge des Krieges sind,  spüren selbst Menschen, die tausende Kilometer entfernt leben.

Die enormen Preissteigerungen bei Benzin – beispielsweise in Nigeria um fast 40 Prozent – haben massive Auswirkungen: Die Rationen für Nahrungsmittel mussten in Pulka bereits gekürzt werden, sodass nicht mehr 2.000, sondern nur noch rund 1.200 Menschen versorgt werden können. In Afghanistan sind sechs von uns unterstützte Gesundheitseinrichtungen betroffen; dort können durch Lieferengpässe und den Anstieg des Benzinpreises nur noch halb so viele Patientinnen und Patienten versorgt werden wie vor dem Krieg. In Myanmar steigen die Treibstoffpreise um bis zu 30 Prozent, was zu Rationierungen und Engpässen führt. In Bangladesch ist die Mobilität unseres Teams aktuell eingeschränkt, weil die Regierung die Nutzung von Benzin und Diesel rationiert hat. Besonders im Südsudan, vor allem in Juba, stiegen die Benzinpreise um bis zu 90 Prozent und die Unterstützung von Menschen in Not auf dem Land ist dadurch zusätzlich erschwert. Ähnliche Probleme bestehen auch im Libanon, Thailand, Uganda und der Ukraine, wo Treibstoffmangel unsere Arbeit erheblich behindert.

„Die aktuelle Kraftstoffkrise gehört zu den größten Herausforderungen, denen wir in den Ländern, in denen wir tätig sind, gegenüberstehen. Ähnlich wie während der COVID-19-Pandemie müssen wir derzeit in allen unseren Einsatzländern gleichzeitig reagieren. Doch die Krise betrifft nicht nur unsere Arbeit, sondern vor allem das tägliche Leben der Menschen vor Ort“, sagt unser Programmdirektor Kees Zevenbergen.
 

Steigende Inflation: Auswirkungen auf Lebenshaltungskosten und Projekte

Die Verteuerung von Treibstoffen treibt die Inflation weiter an. In Myanmar und Bangladesch steigen die Preise für Nahrungsmittel und andere Güter des täglichen Bedarfs an. In Uganda, Libanon, Thailand und der Ukraine wirken sich die höheren Preise für Grundnahrungsmittel, Transport und Versorgung spürbar auf unsere Projekte aus und stellen sie vor zusätzliche Herausforderungen.

Kostensteigerungen: Preiserhöhungen bei Hilfsmaßnahmen und Logistik


Mit den Kosten für Treibstoffe erhöhen sich auch die Gesamtkosten unserer Hilfsprojekte massiv – etwa für Transport, Logistik und Beschaffung. Diese Kostensteigerungen machen die Umsetzung unserer Hilfsmaßnahmen aufwändiger und zwingen uns, Ressourcen noch gezielter einzusetzen.

„Ich fürchte, dass wir in der aktuellen Situation akzeptieren müssen, dass die Kosten für unsere Hilfsmaßnahmen steigen werden und wir uns daher verstärkt auf jene schutzbedürftigen Menschen konzentrieren müssen, die diese Hilfe am dringendsten benötigen“, betont Zevenbergen. „Nur durch gemeinsame Anstrengungen und die Solidarität unserer Spenderinnen und Spender können wir weiterhin lebenswichtige Hilfe leisten. Um das Leid zu lindern, ist es jedoch von größter Bedeutung, dass dieser Krieg so schnell wie möglich endet, denn unschuldige Menschen leiden jeden Tag unter seinen Folgen.“

Der Nahostkrieg zeigt globale Auswirkungen: Hilfe und Versorgung geraten durch Treibstoffmangel, Inflation und Preiserhöhungen unter Druck. Trotz verschärfter Hürden setzt wir alles daran, lebenswichtige Hilfe zu leisten. Die Folgen internationaler Konflikte treffen vor allem jene, die ohnehin schon unter schwierigen Bedingungen leben müssen – und machen die Solidarität aller umso wichtiger.

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