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Nach der Explosion in Beirut: Wir helfen den Menschen im Libanon

Schutt und Zerstörung wohin das Auge reicht. Die gewaltige Explosion im Hafen von Beirut am Abend des 04. August 2020 hat weite Teile der Stadt schwer beschädigt. 190 Menschen starben. Viele Tausend Menschen wurden verletzt. Die örtlichen Gesundheitszentren, die nicht zerstört wurden und den Betrieb aufrechterhalten konnten, waren durch die große Anzahl an Verletzten schnell überlastet. Rund 300.000 Menschen wurden durch die Explosionskatastrophe obdachlos.

Wir und unser Partner, die libanesische Assoziation des Malteserordens, waren schon kurze Zeit nach der Katastrophe in Beirut vor Ort, um den verletzten und obdachlosen Menschen zu helfen. Auch jetzt sind wir weiterhin für die Menschen im Libanon da und leisten dringend benötigte Unterstützung.

Ihre Hilfe ist gefragt: Helfen Sie uns im Libanon zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Nicht nur direkt nach der Explosionskatastrophe waren unsere mobilen medizinischen Einheit im Einsatz. Sie leisten auch im Kampf gegen die Corona-Pandemie einen wichtigen Beitrag für die Gesundheitsversorgung.

So konnten wir mit Ihrer Spende in Beirut direkt nach der Katastrophe helfen:

Dank Ihrer Hilfe konnten wir den von der Explosion betroffenen Menschen in Beirut schon kurze Zeit nach der Katastrophe helfen:

  • In drei mobilen Klinikbussen versorgten wir in den ersten Tagen nach der Explosion 1.547 Menschen medizinisch. So haben wir auf den enormen medizinischen Bedarf reagiert und das Gesundheitssystem entlastet. Die Explosion beschädigte 15 Gesundheitseinrichtungen, darunter die drei größten Krankenhäuser der Stadt, so erheblich, dass sie nicht mehr betriebsbereit waren.

  • Über 200 Malteser-Freiwillige verteilten Nahrungsmittel, halfen dabei, Schutt und Scherben wegzuräumen und Wohnungen wieder bewohnbar zu machen. 300.000 Menschen mussten durch die Zerstörung ihre Wohnungen verlassen und wurden obdachlos.

  • Ein Nothilfeteam aus Deutschland erfasste zusätzliche Hilfsbedarfe und unterstützte die Hilfsmaßnahmen vor Ort.
     

Ihre Hilfe ist noch immer gefragt: Wir sind weiterhin in Beirut vor Ort!

Noch immer sind unzählige Menschen in Beirut dringend auf humanitäre Hilfe angewiesen. Gemeinsam mit der libanesischen Assoziation des Malteserordens leisten wir Nothilfe für besonders vulnerable Menschen und bleiben langfristig vor Ort, um beim Wiederaufbau zu helfen.

  • Wir sanieren fünf stark beschädigte Gesundheitseinrichtungen und statten sie mit dringend benötigten Medikamenten und Verbrauchsmaterial aus.

  • Gemeinsam mit freiwilligen Helfern der libanesischen Malteser unterstützen wir alte Menschen und Menschen mit Behinderungen bei der Instandsetzung und Renovierung ihrer Wohnungen und stellen ihnen Haushaltsartikel bereit.

  • Angesichts der steigenden Covid-19-Infektionen verteilen wir an Risikogruppen 500 Hygienesets mit Desinfektionsmitteln, wiederverwendbaren Masken und Seife.

  • Psychosoziale Unterstützung: In den von uns unterstützten Gesundheitseinrichtungen erhalten die Patienten neben medizinischer Versorgung ebenso psychosoziale Unterstützung sowie Angebote zur Traumabewältigung.
     

Langfristige Hilfe in der komplexen Krise

Der Libanon sah sich bereits vor der Explosionskatastrophe mit einer vielschichtigen Krise konfrontiert, die sich infolge der Explosion weiter verschärfte. Neben der anhaltenden Finanzkrise, der politischen Instabilität und den hohen Flüchtlingszahlen (derzeit beherbergt der Libanon etwa 1,5 Millionen syrische und 450.000 palästinensische Flüchtlinge), hat das Land mit steigenden Covid-19-Infektionszahlen zu kämpfen, die durch das ohnehin überlastete Gesundheitssystem kaum bewerkstelligt werden können. Die Folgen dieser multiplen Krise sind verheerend. Die anhaltende wirtschaftliche Tieflage, die hohe Arbeitslosigkeit und steigende Lebensmittelpreise führen dazu, dass die Hälfte der libanesischen Bevölkerung mittlerweile unterhalb der Armutsgrenze lebt. Auch Grundnahrungsmittel stehen nicht allen Menschen zur Verfügung. Die fast zwei Millonen Geflüchteten im Land haben nur unzureichenden Zugang zu Nahrungsmitteln. Der Zugang zu Gesundheitsversorgung ist ungenügend. Viele Gesundheitseinrichtungen verzeichnen schwindende medizinische Vorräte und eine medizinische Versorgung bleibt oftmals gerade armen Haushalten aufgrund der anfallenden Kostenbeiträge verwehrt.

Langfristiges Ziel von Malteser International ist es, die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung zu stärken sowie den allgemeinen Gesundheitszustand der Menschen zu verbessern. Um dieses Ziel zu erreichen, umfassen unsere Aktivitäten, neben der Verbesserung der medizinischen Grundversorgung sowie Ernährungssicherheit, die Schaffung eines kooperativen medizinischen Netzwerks aus Repräsentanten unterschiedlicher religiöser Gemeinschaften zum Wohle aller im Libanon lebenden Menschen.

Bereits seit 2014 betreiben wir zu diesem Zweck in Zusammenarbeit mit den libanesischen Maltesern mehrere mobile Gesundheitsstationen für syrische Flüchtlinge sowie für mittellose Libanesen in ärmeren Regionen des Landes. Zudem unterstützen wir Gesundheitszentren der libanesischen Assoziation des Malteserordens mit Medikamenten und medizinischer Ausstattung. Zusätzlich fördern wir die Kapazitäten und Strukturen unseres lokalen Partners im Gesundheitssektor, um nachhaltig das Gesundheitssystem zu stärken. Ebenso verteilen wir Hilfsgüter an syrische Flüchtlinge und bedürftige Libanesen, um deren Grundversorgung sicherzustellen. Um die Ernährungslage im Land zu verbessern, unterstützen wir landwirtschaftliche Akteure dabei, auch in der Krise die Produktion aufrechterhalten zu können.

Unsere Aktivitäten im Libanon im Überblick (Karte)

News und Berichte aus dem Libanon:

29.01.2021

Malteser International leistet im Libanon Hilfe über die nächsten 5 Jahre

Auch 6 Monate nach der Explosion ist die Lage katastrophal.

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10.08.2020

Beirut: Malteser International richtet Gesundheitsstationen ein

Durch Gesundheitseinrichtungen soll die Versorgungslage verbessert werden.

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06.08.2020

Beirut: Malteser International stellt 100.000 Euro für Soforthilfe bereit

Medikamente und medizinische Ausrüstung werden angeschafft. Hunderte Helfer sind im Einsatz.

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12.08.2020

Beirut: Erste Wunden sind versorgt, doch: „Die Seele ist die größte Wunde“

Nun ist die Entsendung von Fachleuten für die Trauma-Bearbeitung vorgesehen.

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07.08.2020

Beirut: Drei deutsche Nothilfe-Experten entsendet – hohe Spendenbereitschaft

Mit drei weiteren Nothilfe-Experten unterstützen wir die Kräfte im Libanon.

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05.08.2020

Nach Explosion in Beirut: Die Malteser versorgen Verletzte im Krankenhaus

Im Krankenhaus der Malteser werden zahlreiche Verletzte versorgt.

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Abgeschlossene Projekte:


Projektinfo

Standorte im Libanon

Projektstandorte: Alle Gouvernements im Libanon werden durch das Netzwerk der von der libanesischen Assoziation des Malteserordens betriebenen Gesundheitszentren abgedeckt.


Partner: Libanesische Assoziation des Malteserordens

Theresa Tesan

+49-(0)221-96441-253

Email:
theresa.tesan(at)malteser-international.org

Fotonachweise Spendenbeispiele: Sina Schweikle (1), Andrea Krogmann (2+3)

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