Mitte Mai 2026 rief die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgrund eines rasanten Ebola-Ausbruchs im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo einen gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite aus. Das Epizentrum der Epidemie liegt in der von bewaffneten Konflikten und Fluchtbewegungen geprägten Provinz Ituri. Da das Virus über Körperflüssigkeiten hochgradig ansteckend ist und die betroffenen Regionen als schwer zugänglich gelten, breitete sich der Erreger binnen weniger Tage auch über die Landesgrenze nach Uganda aus.
Das Besondere und Besorgniserregende an diesem Ausbruch ist der nachgewiesene Erreger: Es handelt sich um die seltene Bundibugyo-Variante des Ebolavirus. Im Gegensatz zur bekannten Zaire-Ebolavirus existiert für das Bundibugyo-Ebolavirus derzeit kein zugelassener Impfstoff, Therapie bis auf symptomatische Behandlung und kein validierter Schnelltest für den breiten Einsatz. Die Sterblichkeitsrate dieser Variante wird auf etwa 37 bis 40 Prozent beziffert. Mittlerweile registrierte die WHO über 2.300 bestätigte Fälle und über 930 Todesopfer allein in der DR Kongo und Uganda, wobei Experten von einer weitaus höheren Dunkelziffer ausgehen (Stand: 19. Juli 2026).
Unser Team ist vor Ort im Einsatz. Wir führen umfassende Aufklärungsarbeit in den Gemeinden durch, unterstützen Gesundheitszentren, schulen Gesundheitspersonal und verstärken unsere Maßnahmen zur Infektionsprävention und -kontrolle. Dazu gehören u.a. die Versorgung mit Hygieneartikeln und Schutzausrüstung, der Bau von Behandlungszentren für Infektionskrankheiten, die Behandlung von Ebola-Patientinnen und -Patienten sowie die Verbesserung der Wasserversorgung in Gesundheitseinrichtungen und Gemeinden.