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Syrien

Seit März 2011 herrscht in Syrien ein Bürgerkrieg, der bereits mehr als 250.000 Menschen das Leben gekostet und in der Region zu einer der schlimmsten Flüchtlingskrisen der heutigen Zeit geführt hat. Ende 2015 gibt es laut den Vereinten Nationen 4,8 Millionen registrierte syrische Flüchtlinge in Syriens Nachbarländern. 6,1 Millionen Syrer leben als intern Vertriebene im eigenen Land. Von den insgesamt 18 Millionen im Land verblieben Syrern sind Schätzungen zufolge inzwischen 13,5 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Anfang 2011 war es unter dem Eindruck der Protestbewegungen in Nordafrika zu zunächst friedlichen Protesten gegen das seit fünf Jahrzehnten herrschende syrische Baath-Regime gekommen. Mitte März 2011 führte die Verhaftung einer Gruppe von Schulkindern zu Demonstrationen in der südwestlichen Provinzhauptstadt Deraa, die lokale Vertreter des Regimes mit brutalen Einsätzen des Militärs und regimetreuer Milizen niederzuschlagen versuchten. Der Übergang der Opposition zum bewaffneten Widerstand führte zu einer Eskalation des Konflikts.

Zugang für internationale Hilfe schwierig

Die Kämpfe, an denen zwischenzeitlich eine unüberschaubare Vielzahl bewaffneter Gruppen beteiligt ist, und die Bombardements der syrischen und russischen Luftwaffe haben die soziale Infrastruktur im Land in einem unvorstellbaren Ausmaß zerstört. Das Erstarken islamistischer Kräfte im Schatten des Bürgerkriegs und die Gebietseroberungen der Terrororganisation Islamischer Staat verstärken das Leid der Zivilbevölkerung. Die schlechte Sicherheitslage und die gezielten Angriffe auf ausländische humanitäre Helfer haben den Zugang für internationale Hilfsorganisationen fast unmöglich gemacht.

Bereits seit Sommer 2012 leistet Malteser International Hilfe für die kriegsbetroffene syrische Bevölkerung, insbesondere die Vertriebenen innerhalb Syriens, die das Land nicht verlassen können oder wollen. Zunächst gemeinsam mit unserer türkischen Partnerorganisation, inzwischen mit einem syrischen Partner, werden grenzübergreifende Hilfsprojekte im Bereich der medizinischen Hilfe organisiert und unterstützt. Die schwierige Sicherheitslage vor Ort erschwert die Arbeit, die nur unter großen Risiken für alle Mitarbeiter der Partnerorganisation umgesetzt werden kann.

Medizinische Hilfe in der Region Aleppo:

Der Syrienkonflikt befindet sich bereits im fünften Bürgerkriegsjahr, eine politische Lösung ist nach wie vor nicht in Sicht, und Syrien inzwischen zu einem fragilen Staat degeneriert. Aufgrund der fortdauernden Kriegsaktivitäten ist die gesamte syrische Infrastruktur in starke Mitleidenschaft gezogen. Davon sind in besonderem Maße medizinische Einrichtungen betroffen. Die medizinische Versorgung insgesamt ist auf einem katastrophal schlechten Niveau und der Zugang zu qualitativen Gesundheitseinrichtungen für viele Menschen sehr eingeschränkt. 

  • Verbesserung des Zugangs zu primärer und sekundärer Gesundheitsversorgung
  • Qualitative spezialisierte Gesundheitsversorgung für Kinder
  • Rehabilitierung medizinischer Versorgungsinfrastruktur

Malteser International unterstützt durch die syrische Partnerorganisation primäre und sekundäre Gesundheitseinrichtungen im Großraum Aleppo. In der Zielregion leben mehr als 1 Millionen Menschen. Die massiven Luftbombardements und Bodenkämpfe zwischen einer Vielzahl an bewaffneten Gruppen steigern  den Bedarf an medizinischer Versorgung ebenso wie die schlechte Versorgungslage mit allen Gütern des täglichen Bedarfs.

Ihr Kontakt

Janine Lietmeyer
+49-(0)221-9822-276
Email: janine.lietmeyer(at)malteser-international.org

Länderinfos

Hauptstadt: Damaskus
Fläche: 185.180 km²
Bevölkerung: ca. 18 Mio

Finanzierung Projekte
Auswärtige Amt, Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung, Aktion Deutschland Hilft, Ein-Herz-für-Kinder, Bergmann Stiftung.

Letzte Änderung: Januar 2016

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