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Gesundheit und Wohlergehen

Wir verstehen Gesundheit als umfassendes körperliches, geistiges, soziales und mentales Wohlbefinden und nicht nur als Freisein von Krankheit und Gebrechen. Sich des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu erfreuen, ist eines der Grundrechte jedes Menschen – ohne Unterschied der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion, der politischen Überzeugung, der wirtschaftlichen oder sozialen Stellung. Für dieses Menschenrecht machen wir uns stark.

In unseren Gesundheitsprojekten setzen wir uns für einen universellen Zugang zu Gesundheitsversorgung von Menschen in Not und eine nachhaltige Stärkung der Gesundheitssysteme in unseren Projektländern ein. Dies hat zum Ziel, den Menschen langfristig eine adäquate, effektive und finanzierbare Gesundheitsversorgung ermöglichen zu können.
 

Gesundheitssysteme nachhaltig stärken

In besonders armen und strukturschwachen Regionen arbeiten wir daran, die Gesundheitssysteme nachhaltig zu verbessern, damit diese angemessene Präventionsmaßnahmen, Gesundheitsförderung, Behandlung und Rehabilitationsmaßnahmen anbieten können. Dabei unterstützen wir Gesundheitseinrichtungen beispielsweise mit technischen und finanziellen Mitteln sowie im Management und bieten Trainings für die Weiterbildung des Personals an.

Ein wichtiger Fokus in unseren Gesundheitsprogrammen liegt auf der Mutter-Kind-Gesundheit, dem Zugang zu Geburtsvorsorge und sicheren Entbindungsmöglichkeiten sowie der Behandlung von Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden darüber hinaus die Prävention und Bekämpfung von Infektionskrankheiten wie Cholera, Ebola und Tuberkulose. In unseren Projekten in Afrika, Asien, dem Nahen Osten und Amerika unterstützen wir Gesundheitseinrichtungen darin, eine qualitative Untersuchung, Diagnose und Behandlung von Patientinnen und Patienten vor Ort anbieten zu können. Außerdem engagieren wir uns in der Prävention dieser Krankheiten.

One-Health-Ansatz

Da ein großer Teil übertragbarer Krankheiten ihren Ursprung in der Tierwelt hat und durch ökologische Umstände sowie den Klimawandel beeinflusst wird, spielt für uns die ganzheitliche Betrachtung und die Verbindung zwischen der Human- und Tiergesundheit sowie der Umwelt eine entscheidende Rolle bei der Vermeidung und Eindämmung von Infektionskrankheiten (One-Health-Ansatz).

Voraussetzungen für ein gesundes Leben

Voraussetzungen für ein gesundes Leben zu schaffen, ist ebenso ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit. Wir führen Projekte für eine verbesserte Ernährungssituation durch und schaffen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sowie Hygiene. So erreichen wir, dass die Gesundheit der Menschen gestärkt und gleichzeitig Krankheitsrisiken reduziert werden.

Medizinische Erstversorgung in akuten Krisen

In akuten Krisensituationen unterstützen wir bestehende Gesundheitseinrichtungen darin, eine kostenfreie und qualitative Versorgung für Menschen in Not gewährleisten zu können. Sind die bestehenden Systeme zerstört, bauen unsere Gesundheitsexpertinnen und -experten wie auch Medizinerinnen und Mediziner aus dem weltweiten Malteser-Netzwerk Erstversorgungsstationen auf und helfen beim Wiederaufbau sowie beim Betrieb von Gesundheitseinrichtungen. Malteser International verfügt über ein Emergency Medical Team Typ1 (EMT). Dieses Team ist von der WHO zertifiziert und besteht aus geschulten Experten und Expertinnen, darunter Ärztinnen und Ärzte, Krankenpflegepersonal sowie Logistikerinnen und Logistiker, Handwerker und Handwerkerinnen. Das Team kann innerhalb von 48 Stunden weltweit medizinische Hilfe leisten. Zum EMT gehört ebenso die entsprechende Ausstattung, um eine Gesundheitsstation für bis zu 100 Patientinnen und Patienten aufzubauen.

Psychosoziale Unterstützung

Gerade in akuten Krisen wie nach Naturkatastrophen oder in Kriegsgebieten leiden viele Menschen unter den psychischen Folgen dieser Erlebnisse. Wir kümmern uns mit unseren Partnern daher nicht nur um die körperlichen Bedürfnisse der Betroffenen, sondern bieten ihnen in unseren Projekten zur psychosozialen Unterstützung auch Hilfestellung für die Rückkehr in einen normalen Alltag.



Als Mitglied engagieren wir uns in den folgenden Netzwerken:

One Health: ganzheitliche Gesundheit für Mensch, Tier und Umwelt

Der One Health-Ansatz betrachtet Menschen, Tiere und Umwelt als zusammenhängendes System, was notwendig ist, um die globale Gesundheit zu verbessern und gesundheitliche Risiken wie beispielsweise die Ausbreitung von Epidemien und Pandemien zu reduzieren.

Dabei geht es speziell um Krankheiten zoonotischen Ursprungs, also Krankheiten, die zwischen Tieren und Menschen übertragen werden können, sowie antibiotikaresistente Keime. Für einen besseren Wissens- und Datenaustausch arbeiten Akteure aus der Humanmedizin, Veterinärmedizin und dem Bereich Umwelt sektorübergreifend zusammen.

Mehr zum One Health-Ansatz erfahren

Gesundheit global denken

Präventionsmaßnahmen gegen die Verbreitung von Covid-19 sind mittlerweile in allen Gesundheitsprojekten von Malteser International als Standard integriert. Nun gilt es aus den Erfahrungen der Pandemie zu lernen und tragfähige Lösungen zu entwickeln, um langfristig die Gesundheitssituation der Menschen in unseren Projektländern zu verbessern.

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Gemeinsam gegen die Corona-Pandemie: Hilfe für Menschen in Not weltweit

Malteser in Europa und weltweit sind derzeit unermüdlich im Kampf gegen die Corona-Pandemie aktiv: in Zusammenarbeit mit den nationalen Gesundheitssystemen und dem Zivilschutz sowie mit medizinischen und sozialen Hilfen.

Auch wir leisten in unseren Projekten weiterhin lebensrettende Hilfe und passen unsere Hilfe an, um Menschen in Not vor einer Ansteckung mit dem Virus bestmöglich zu schützen und die Ausbreitung einzudämmen.

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Was ist Psychosoziale Unterstützung?

Die Psychosoziale Unterstützung will traumatisierte Menschen zurück in ein eigenständig geführtes Leben begleiten. Mit Experten aus der humanitären Nothilfe, aus der Sozialen Arbeit sowie aus der Psychotherapie bieten wir Betroffenen verschiedene Dienste an.  

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Seuchen: Im Einsatz gegen Infektionskrankheiten

Infektionskrankheiten wie Ebola, Cholera oder Covid-19 können sich innerhalb kürzester Zeit rasant ausbreiten und damit das Leben von Millionen Menschen bedrohen. Während Länder des Globalen Südens in den letzten Jahrzehnten häufiger von Endemien und Epidemien betroffen waren, wurden die globalen Auswirkungen einer Seuche vor allem durch das Auftreten des Coronavirus im Jahr 2020 wieder in das Bewusstsein einer weltweiten Öffentlichkeit gerufen. Im Rahmen verschiedener Gesundheitsprogramme setzt Malteser International sich bereits seit vielen Jahren für die Epidemievorsorge und -bekämpfung weltweit an. So wollen wir dazu beitragen, hochansteckenden Infektionskrankheiten vorzubeugen und sie im Falle eines Ausbruchs schnell einzudämmen. 

Mehr zum Thema Infektionskrankheiten

Was ist Ebola?

Die gefährliche Infektionskrankheit Ebola führt unbehandelt oftmals zum Tod. Im Krankheitsverlauf leiden die infizierten Menschen zunächst an grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, körperlicher Erschöpfung, Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen. Später folgen Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und eine Störung der Nieren- und Leberfunktion. Innere und äußere Blutungen können ebenfalls in einigen Fällen auftreten. Die Sterblichkeitsrate schwankte in der Vergangenheit je nach Art des Ebolavirus und den medizinischen Gegebenheiten zwischen 25 und 90 Prozent.

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Was ist Malaria?

Vor allem in den Tropen und Subtropen tritt Malaria auf und gehört zu den gefährlichsten Infektionskrankheiten. Weltweit sind mehr als 100 Länder auf allen Kontinenten (außer Australien) von der Krankheit betroffen. Im Jahr 2020 gab es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) etwa 241 Millionen Malariafälle weltweit, 95 % davon in Afrika. 627.000 dieser Krankheitsfälle endeten tödlich, wobei Kinder unter 5 Jahren in afrikanischen Ländern mit über zwei Dritteln der Todesfälle am häufigsten von einem tödlichen Ausgang betroffen waren. Malteser International setzt sich im Rahmen von Informationskampagnen und Hilfsprogrammen für Aufklärung, medizinische Versorgung und die Aus- und Fortbildung von Gesundheitspersonal in Malariagebieten ein, wie beispielsweise in Myanmar bereits seit 2003.

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Was ist Cholera?

Cholera ist eine hochansteckende Infektion des Magen-Darmtrakts, die zu Erbrechen und schwerem Durchfall führt. Laut WHO gibt es jährlich bis zu 4 Millionen Fälle. Die Infektionskrankheit tritt vor allem in Regionen Asiens, Afrikas und Südamerikas auf, in denen schlechte hygienische Zustände herrschen. Durch unsauberes Trinkwasser, fehlende sanitäre Einrichtungen und das Zusammenleben auf engstem Raum wird die Ansteckung massiv begünstigt, sodass sich die Krankheit rasant ausbreitet. Malteser International setzt sich mit aktiver Präventionsarbeit und akuter Nothilfe gegen Cholera ein. Durch das Schaffen verbesserter hygienischer Bedingungen möchten wir schweren Ausbrüchen vorbeugen und die Auswirkungen abschwächen. 

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Was ist Tuberkulose?

Tuberkulose gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit und endet vor allem für geschwächte Menschen oft tödlich. Im Krankheitsverlauf zeigen sich Symptome wie Gewichtsverlust, Schmerzen beim Atmen und im späteren Stadium Bluthusten. Übertragen werden die Erreger via Tröpfcheninfektion, allerdings ist Tuberkulose nicht so ansteckend wie andere Infektionskrankheiten. Besonders gefährdet sind Regionen mit unzureichenden hygienischen Zuständen und fehlender Gesundheitsversorgung. Laut Weltgesundheitsorganisation sind etwa zwei Milliarden Menschen mit dem Erreger infiziert.

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Kinder- und Müttersterblichkeit

Obwohl die Sterblichkeitsraten von Müttern und Neugeborenen seit dem Jahr 2000 deutlich gesunken sind, stirbt immer noch alle elf Sekunden weltweit eine schwangere Frau oder ein neugeborenes Baby. Kommt es während der Entbindung zu Komplikationen, ist eine professionelle Geburtsbegleitung überlebenswichtig. Insbesondere in Entwicklungsländern mangelt es oft an ausgebildetem Personal, Medikamenten und gut erreichbaren Kliniken. Dementsprechend sind die Überlebenschancen für Mutter und Kind in strukturschwachen Ländern deutlich schlechter als in anderen Regionen der Welt.

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Es ist Zeit zu handeln

Die Probleme, die aus dem Klimawandel resultieren, kann niemand alleine lösen, weder aus der Perspektive eines Fachbereichs, noch national. Darum fand im Juli 2016 erneut eine Konferenz in Paris statt, bei der Fachleute darüber berieten, wie die Gesundheit der Menschen geschützt werden kann.

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Klimaanpassung und Gesundheit: Es ist Zeit zu handeln

Der kurze Animationsfilm informiert über die Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. Dabei stehen die direkten und indirekten Folgen für die menschliche Gesundheit, die z.B. durch Naturkatastrophen oder veränderte Ausbreitungsgebiete von Malaria oder Denguefieber herbeigeführt werden, im Vordergrund. Copyright: HealthyDEVs, BMZ

Beispiele unserer Gesundheitsprojekte:

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