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Wiederaufbauhilfe nach der Flut 2013

Im Juni 2013 kam es vor allem im Osten und Süden Deutschlands zu heftigen Regenfällen. Das Hochwasser war in seiner Dauer und Ausprägung die wahrscheinlich größte Katastrophe der vergangenen Jahrzehnte. Der Schaden wird auf mehr als 12 Milliarden Euro geschätzt. Besonders betroffen waren Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Die Malteser Katastrophenschutz-Einheiten waren bereits unmittelbar mit Beginn der Flut in der Akutphase mit 800 ehrenamtlichen Helfern in den betroffenen Bundesländern unterwegs und halfen unter anderem bei der Evakuierung. In manchen Dörfern stand das Wasser bis zu drei Wochen. Ausgelaufenes Heizöl und Schimmel beschädigten das Mauerwerk zahlloser Häuser. Viele Häuser wurden kernsaniert oder mussten komplett abgerissen werden. Selbst nach zwei Jahren leben viele Betroffene noch in ihren nicht fertig sanierten Häusern, viele andere konnten erst gar nicht wieder in ihre Häuser einziehen.

Wir Malteser unterstützen die Menschen weiterhin beim Wiederbau und leisten auch psychosoziale Hilfe.

Durch starke und lang anhaltende Regenfälle kam es besonders entlang der Elbe, Donau und deren Nebenflüssen zu heftigen Überschwemmungen mit unterschiedlicher Ausprägung. Der Malteser Hilfsdienst betreut mit Unterstützung von Malteser International in Bayern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen eine Vielzahl an Projekten. Wir helfen den vom Hochwasser Betroffenen, indem wir Privathaushalte und soziale Einrichtungen finanziell unterstützen und sie bei Bedarf auch (psycho)sozial beraten. Grundvoraussetzung für eine finanzielle Unterstützung, insbesondere im Bereich der Einzelfallhilfen, ist eine Förderung durch die staatliche Wiederaufbauhilfe. Diese wird nachrangig zu Versicherungsleistungen, staatlichen Finanzhilfen und Leistungen Dritter gefördert. Die Erfahrung der vergangenen beiden Jahre zeigt, dass viele Menschen finanzielle Unterstützung ohne intensive Beratung kaum in Anspruch nehmen. Beratung nimmt viel Zeit in Anspruch und so greifen finanzielle und (psycho)soziale Beratung eng ineinander. Besonders in Regionen, wo es bereits vor der Flut soziale und existenzielle Probleme gab, hat sich die Lage für viele Menschen weiter verschlechtert. Wir Malteser werden noch bis mindestens Ende 2016 Hochwasserhilfe leisten. 

Menschen, die durch das Hochwasser psycho-sozialen und finanziellen Belastungen ausgesetzt sind, werden durch angemessene Maßnahmen unterstützt und betreut, so dass sich ihre Lebensqualität wieder verbessert

Maßnahmen

Weit über die finanzielle Aufbauhilfe, die Unterstützung beim Wiederaufbau von sozialen Einrichtungen hinaus begleiten die Malteser die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe  in psychosozialen  Projekten mit Pilot-Charakter.

  • Umfassende (psycho-) soziale Beratung in Form von vertraulichen Gesprächen bis hin zur weiterführenden Vermittlung an Fachstellen und Netzwerkpartner sowie Unterstützung bei der Antragstellung von finanziellen Aufbauhilfen
  • Stressbewältigungsangebote, Gesundheitstage und Mahlzeitenservice für vom Hochwasser Betroffene
  • Regelmäßige und niederschwellige Öffentlichkeitsarbeit zur Bekanntmachung der Hilfsangebote und zur Senkung der Hemmschwellen der Betroffenen, um psychosoziale Hilfe anzunehmen

Galerie

Ihr Kontakt

Projektdaten

Laufzeit: Juni 2013 bis Dezember 2017
Finanzierung: Aktion Deutschland hilft, Deutsche Bank Stiftung, RTL Stiftung und Spenden
Partner: Malteser Hilfsdienst e.V.
Malteser International Standorte
: Köln, Regensburg, Magdeburg, Dresden

Letzte Änderung: Januar 2016

 

 

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