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Unterernährung in den Flüchtlingscamps - So halfen wir der kleinen Hayat

Nach zehn Jahren Krieg ist die Situation in den Vertriebenencamps im Norden Syriens nach wie vor tragisch. Corona-Pandemie, Krankheiten, Eiseskälte in den Wintermonaten und Hunger und Unternährung machen ein Leben in Würde in den Camps so gut wie unmöglich. Mit unseren Partnern sind wir vor Ort und geben Tag für Tag unser Bestes, um die Situation für die Menschen zu verbessern. U.a. setzen wir uns gegen Hunger und Unternährung ein. Auch der kleinen Hayat konnten wir so helfen. 

Flucht und Vertreibung – das Schicksal vieler Familien

„Alles musste so schnell gehen“, erinnert sich der Vater der kleinen Hayat. „Wir haben unser Haus wegen der schweren Bombardierung der Kampfflugzeuge in Idlib mit nichts als unseren Kleidern am Leib verlassen und im Halab Labbeh-Camp in Aleppo Zuflucht gesucht. Im Camp schenkte Gott uns ein kleines Mädchen, das wir Hayat (Leben) nannten, weil ich hoffe, dass die Welt besser wird und unsere Tochter einmal ein besseres Leben führen wird als hier im Camp.“

Unterernährte Mütter – kranke Kinder

In den Flüchtlingscamps sind 20 bis 40 Prozent der Schwangeren und stillenden Mütter unterernährt. Eine große Gefahr für die Kinder, denn sie bekommen von Anfang an nicht genügend Nährstoffe. So war auch die kleine Hayat viel zu dünn. Mit eineinhalb Jahren konnte sie noch immer nicht laufen. „Zum Glück kamen eines Tages Gesundheitshelferinnen und -helfer der Malteser-Partnerorganisation IDA ins Camp. Sie stellten fest, dass Hayat unterernährt war. Nach drei Monaten Behandlung mit Nahrungsergänzung und regelmäßigen Besuchen im Gesundheitszentrum verbesserte sich ihr Zustand. Heute ist Hayat gesund und hat laufen gelernt. Ich bin so dankbar für die Arbeit und Hilfe der Mitarbeitenden des Gesundheitszentrums“, erzählt Hayats Mutter erleichtert.

Ernährungssicherung für Kinder und Mütter – die Rettung

„Hayats Situation ist eine von Tausenden Schicksalen in der Region“, erklärt Doktor Adel Bakkar. „Viele Kinder sind in Gefahr, an Unterernährung zu sterben. Und die Zahl steigt. Außerdem haben wir mit Corona zu kämpfen. Mangelernährte Schwangere und stillende Mütter haben ein höheres Risiko, schwer daran zu erkranken. Ohne die Hilfe von Malteser International könnten wir nicht so viele Mütter behandeln und das Leben ihrer Kinder retten. Dafür sind wir sehr dankbar und bitten die Menschen zugleich, nicht mit ihrer Unterstützung aufzuhören – wir brauchen sie dringend. Sie kann über Leben und Tod entscheiden.“

So setzen wir uns gegen Hunger und Unterernährung in den Flüchtlingscamps ein:

Neben unserem Einsatz für eine bessere Wasser- und Hygieneversorgung in den Camps und der Verteilung von Hilfsgütern, setzen wir uns umfassend mit unseren Partnern für eine bessere Gesundheitsversorgung von Kindern, Müttern und Familien ein. Gegen Mangelernährung leisten wir u.a. folgendes:

  • Untersuchung von Müttern und Kindern, z.B. mittels Armmessung
  • Ernährungssicherung bei unterernährten Müttern und Kindern
  • Medizinische Überwachung von Kindern, bevor sie eine schwere Unterernährung entwickeln
  • Aufklärung über Mangelernährung und Schulung der Eltern, um eine erneute Unterernährung zu vermeiden
  • Gesundheitsversorgung in den Flüchtlingscamps und in aufnehmenden Gemeinden

 

Ihre Spende wird gebraucht. So können Sie Kindern wie Hayat helfen:

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