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Mobile Gesundheitsversorgung für syrische Flüchtlinge und bedürftige Libanesen

Von Beginn der Syrienkrise an zeigte sich der Libanon aufnahmebereit gegenüber den Flüchtlingen aus Syrien. Doch inzwischen sind die Flüchtlinge zu einer großen Herausforderung für den Zedernstaat geworden. Schätzungsweise 1,5 Millionen Syrer halten sich in dem Land mit 4,5 Millionen Einwohnern auf. Das ist eine gewaltige Belastung für Ressourcen wie Land, Wasser und Strom, aber auch für Schulen und Krankenhäuser. Viele Geflüchtete leben in der Provinz Akkar im Norden des Landes, welche zu den ärmsten und unterentwickeltsten Regionen im Libanon zählt. Angesichts des bereits fragilen öffentlichen Gesundheitssystems fehlt es den Gesundheitszentren und Krankenhäusern an finanziellen Mitteln, um die Flüchtlinge angemessen versorgen zu können. Aus diesem Grund betreibt Malteser International mit seiner lokalen Partnerorganisation, der libanesische Assoziation des Malteserorden, drei mobile Gesundheitsstationen, um die medizinische Grundversorgung in den Provinzen Akkar, Baalbek und Nabatieh sicherzustellen.  

Die Provinz Akkar im Norden des Landes gehört zu den ärmsten und unterentwickeltsten Regionen im Libanon. Dort haben viele syrische Flüchtlinge, von denen die Mehrzahl Frauen und Kinder sind, Zuflucht in leerstehenden Gebäuden, Baustellen oder Zelten gesucht. Die Lebensbedingungen der Flüchtlinge verschlechtern sich kontinuierlich; insgesamt 70 Prozent leben unterhalb der Armutsgrenze. Zudem ist die Anzahl der bedürftigen Libanesen seit 2011 um fast zwei Drittel gestiegen und die Arbeitslosigkeit hat sich verdoppelt. Dies bedeutet, dass mittellose Libanesen ähnlichen Problemen wie die Flüchtlinge gegenüberstehen und darum kämpfen, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu decken. Die ärmlichen Lebensbedingungen der Flüchtlinge haben direkte negative Auswirkungen auf ihre Gesundheitssituation. Laut einer UNHCR-Studie können sich rund 20 Prozent der syrischen Flüchtlinge, die eine Behandlung im Krankenhaus benötigen, diese nicht leisten.

Aus diesem Grund betreibt Malteser International mit seiner lokalen Partnerorganisation, der libanesische Assoziation des Malteserordens, drei eine mobile Gesundheitsstationen, um die medizinische Grundversorgung in den Provinzen Akkar, Baalbek und Nabatieh sicherzustellen. Sowohl syrische Flüchtlinge als auch bedürftige Libanesen haben somit Zugang zu kostenloser medizinischer Behandlung und Medikamenten. Wenn nötig, werden sie für die sekundäre Gesundheitsversorgung in ein Gesundheitszentrum oder Krankenhaus überwiesen. 

Unser Ziel ist es, die Gesundheitssituation von syrischen Flüchtlingen und bedürftigen Libanesen, die in entlegenen Gebieten der Provinzen Akkar, Baalbek und Nabatieh leben, zu verbessern. Dies soll zum einen durch einen verbesserten Zugang zu primärer und sekundärer Gesundheitsversorgung und zum anderen durch die Stärkung präventiver Gesunderhaltungskapazitäten der Bevölkerung erreicht werden. 

  • Betrieb von drei mobilen Gesundheitsstationen, die monatlich jeweils rund 1.200 medizinische Behandlungen durchführen
  • Überweisung von Patienten ins Gesundheitszentrum oder ins Krankenhaus für weitergehende Untersuchungen und sekundäre Behandlungen
  • Stärkung der präventiven Gesunderhaltungskapazitäten der Bevölkerung durch Gesundheits- und Hygienekampagnen

Länderinfos

Hauptstadt: Beirut
Fläche: 10.452 km²
Bevölkerung: ca. 4,8 Mio. registrierte Einwohner
Religionen/Kirchen: 18 anerkannte Religionsgemeinschaften

Projektdaten

Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft, Auswärtiges Amt, Spenden
Partner: Libanesische Assoziation des Malteserordens
 

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