EN | DE | FR
Jetzt Spenden

Was ist Ebola?

Ebola ist eine Infektionskrankheit, die durch die sogenannten Ebolaviren verursacht wird und unbehandelt oftmals zum Tod führt.

Im Krankheitsverlauf leiden die infizierten Menschen zunächst an grippeähnlichen Symptomen wie hohem Fieber, körperlicher Erschöpfung, Muskel-, Kopf- und Halsschmerzen. Später folgen Erbrechen, Durchfall, Hautausschlag und eine Störung der Nieren- und Leberfunktion. Innere und äußere Blutungen können ebenfalls in einigen Fällen auftreten.

Laut WHO sterben durchschnittlich 50 Prozent der an Ebola erkrankten Menschen. Die Sterblichkeitsrate schwankte in der Vergangenheit je nach Art des Ebolavirus und den medizinischen Gegebenheiten zwischen 25 und 90 Prozent.

Übertragung und Ansteckung mit Ebola

Übertragen wird Ebola durch direkten Kontakt mit dem Blut, Sekret, Organen oder anderen Körperflüssigkeiten von infizierten Menschen. Auch durch den Kontakt mit Tieren kann eine Ansteckung erfolgen, vor allem Affen, Fledermäuse, Antilopen und Stachelschweine gehören zu den Risikogruppen. Es wird vermutet, dass durch den Kontakt und Verzehr erkrankter Tiere der Ebolavirus in die menschliche Bevölkerung eingeführt wurde. Die Inkubationszeit von Ebola, also die Zeitperiode von Ansteckung bis zum Auftreten der Symptome, beträgt zwei bis 21 Tage. Erst mit Auftreten der Symptome gilt ein infizierter Mensch als ansteckend.

Vor allem medizinische Mitarbeiter und Angehörige, die infizierte Menschen behandeln und pflegen, stehen in der Gefahr sich anzustecken, wenn die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen nicht eingehalten werden. Ebenso kann es bei Bestattungen durch den Kontakt mit dem Körper des Verstorbenen zu einer Übertragung von Ebola kommen.

Behandlung von Ebola

Bislang gibt es noch keine anerkannte Behandlung mit einem wirksamen Heilmittel gegen den Ebola-Erreger. Mögliche Therapien und mitunter erfolgsversprechende Impfstoffe befinden sich zurzeit in der experimentellen Phase. Generell ist eine Isolation der betroffenen Patienten wichtig. Die Therapien zielen derzeit auf eine Linderung der Symptome und Ausgleich des Flüssigkeits- und Elektrolytverlusts ab, durch die das Immunsystem gestärkt wird. So kann das Leiden der Infizierten abgemildert und die Überlebenschancen erhöht werden.

Eindämmung und Prävention eines Ausbruchs

Wird ein Ebolafall bekannt, ist es neben der Isolation des Patienten zunächst von besonderer Wichtigkeit zu klären, mit wem der Patient zuvor Kontakt hatte, um mögliche infizierte Menschen zu überwachen und weitere Ansteckungen einzudämmen. Des Weiteren ist die Reinigung, Desinfektion oder Entsorgung womöglich durch Körperflüssigkeiten kontaminierter Gegenstände und die Ausstattung des medizinischen Personals mit einer besonderen Schutzausrüstung unerlässlich. Krankentransporte dürfen nur unter der Vorkehrung von Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt werden. Kommt es zum Tod einer Person, muss der Leichnam sicher, aber würdevoll bestattet werden.

Aufklärungsmaßnahmen gehören zu den langfristig am wichtigsten Präventionsmaßnahmen. Durch ein verbreitetes Wissen über den Schutz vor der Krankheit, ihre Symptome und den Umgang mit einer möglichen Infektion können zukünftige Epidemien vermieden werden. Hygienetrainings, ein verbesserter Zugang zu sauberem Trinkwasser und Gesundheitseinrichtungen sowie ein geregeltes Abfallmanagement in Dörfern und Gesundheitseinrichtungen tragen darüber hinaus zu einer Reduzierung des Epidemierisikos bei.

Ebola-Ausbrüche

Die ersten bekannten Ausbrüche von Ebola gab es 1976 in den heutigen Orten Nzara im Südsudan und Yambuku in der Demokratischen Republik Kongo. Benannt wurde die Krankheit nach dem Ebola-Fluss in der Nähe des ersten Ausbruchsorts in der Demokratischen Republik Kongo.

Den bisher größten Ausbruch gab es zwischen 2014 und 2016 in Westafrika. Unerkannt im Dezember 2013 in Mittelguinea ausgebrochen, breitete sich die Krankheit vor allem in Liberia und Sierra Leone aus. Mehr als 11.300 Menschen starben laut WHO. Im Januar 2016 erklärte sie die Ebola-Epidemie in Westafrika für beendet. Zuletzt gab es Fälle von Ebola im Mai 2018 in der Demokratischen Republik Kongo.

Unser Einsatz gegen Ebola

Während der letzten verheerenden Ebola-Epidemie half Malteser International in Guinea und Liberia bei dem Kampf gegen eine weitere Verbreitung der gefährlichen Krankheit mit. In enger Zusammenarbeit mit lokalen Behörden und Organisationen unterstützten wir Aufklärungs- und Präventionsmaßnahmen, in denen die Bewohner über Infektionsrisiken, Vorbeugung wie Körper- und Lebensmittelhygiene sowie angemessenes Verhalten im Fall des Auftretens von Symptomen informiert wurden. Des Weiteren wurden Weiterbildungen für medizinisches Personal durchgeführt und Schutzausrüstungen an Gesundheitszentren geliefert. Auch heute noch sind wir in armen Gemeinden Guineas im Bereich der Epidemie-Vorbeugung und Verbesserung der medizinischen Dienstleistungen tätig.

(Stand Mai 2018, basierend auf Informationen der WHO)

Erfahren Sie mehr über unser Projekt in Guinea.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende.


18.05.2018

Ebola-Ausbruch ist nur die Spitze des Eisbergs

Köln/DR Kongo. Der Ebola-Ausbruch in der DR Kongo hat sich am Donnerstag vom Land in die Millionenstadt Mbandaka ausgebreitet. Das Gesundheitsministerium spricht am Freitagmorgen von bereits 25 Todesfällen. Die Ebola-Epidemie ist tatsächlich aber nur die Spitze des Eisbergs. Die gewaltsamen Konflikte im Kongo haben dazu geführt, dass mittlerweile 13 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen sind. 4,5 Millionen Menschen sind vor den Kämpfen innerhalb des Landes auf der Flucht. Diese fragile Situation ist ein hervorragender Nährboden für die Ausbreitung von Epidemien wie Ebola.

Weiterlesen
Unterstützen Sie uns im Kampf gegen Ebola mit Ihrer Spende!
Jetzt Spenden