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Notfallversorgung für Geflüchtete stärkt Gesundheit, Würde und Sicherheit

Wir arbeiten seit 2018 in enger Partnerschaft mit dem ugandischen Gesundheitsministerium daran, Notfallversorgung und Ambulanzwesen in Uganda zu stärken. Im Jahr 2025 lag der Fokus unserer Arbeit auf der Verbesserung der Rettungsdienste für fast 270.000 Geflüchtete, die in der Siedlung Nakivale im Südwesten Ugandas leben.

Rund zwei Millionen Menschen, vor allem aus dem Südsudan und der Demokratischen Republik (DR) Kongo, suchen derzeit in Uganda Sicherheit und Stabilität in der Nähe ihrer Heimatländer. Ugandas fortschrittliche Geflüchtetenpolitik ermöglicht es ihnen, auf eigenem Land in den Aufnahmegemeinden zu leben, zu arbeiten und staatliche Dienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Doch selbst mit diesem integrativen Ansatz ist der Druck insbesondere auf das öffentliche Gesundheitswesen enorm.

Obwohl der Bedarf stetig wächst, sind die humanitären Mittel für Gesundheitsversorgung in Uganda in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen. Gesundheitseinrichtungen leiden unter chronischem Mangel an qualifiziertem Personal, lebenswichtigen Medikamenten und Ausrüstung. 

Video: "Seitdem änderte sich alles": Bessere Krankenwagen retten Leben in Uganda

 

„Indem wir Krankenwagen ausstatten und Gesundheitspersonal weiterbilden, retten wir Leben – und geben jenen, die so viel verloren haben, ein Stück Würde und Selbstvertrauen zurück.“

 

- Benson Odong, Projektleiter Rettungsdienste bei Malteser International in Uganda

Bessere Rettungsdienste für Geflüchtete

In vielen Teilen Ugandas gibt es nur wenige, schlecht ausgestattete Krankenwagen, die von Fahrerinnen und Fahrern ohne medizinische Ausbildung gesteuert werden. Für Menschen, die weit entfernt von Überweisungskrankenhäusern leben, entscheidet deshalb oft allein die Transportzeit über Leben und Tod. Statistisch gesehen, könnten durch ein verbessertes Rettungsdienstsystem jährlich doppelt so viele Leben gerettet werden (WHO, 2024).

Von den lebensgefährlichen Transportwegen sind besonders Geflüchtete betroffen, da sie häufig in abgelegenen, unterversorgten Regionen leben. Daher haben wir 2025 auf Grundlage unserer seit 2018 bestehenden Aufbauarbeit die Notfallversorgung für die Geflüchtetensiedlung Nakivale in Südwestuganda ausgebaut. Hier leben fast 270.000 Menschen, die meisten von ihnen sind Frauen und Kinder. Viele sind erst kürzlich aus dem Osten der DR Kongo hierher geflohen. Um die Notfalldienste in Nakivale zu verbessern, konzentrierten wir uns 2025 auf ein kritisches Glied in der Versorgungskette: sicheren und menschenwürdigen Rettungstransport. Hierfür haben wir gemeinsam mit verschiedenen Fachpartnern drei Krankenwagen auf den nationalen Typ-Bstandard aufgerüstet, die nun mit Sauerstoff, Überwachungsgeräten und der notwendigen Notfallausrüstung ausgestattet sind. Zudem haben wir sechzehn Gesundheitsfachkräfte im WHO-akkreditierten Kurs „Basic Emergency Care“ geschult, um ihre Fähigkeit zur Erkennung und Bewältigung von Notfällen zu stärken. Zehn Krankenwagenfahrer nahmen an einer Weiterbildung für sicheren Notfalltransport teil.

Gesundheitswesen als stabilisierender Faktor

Angesichts anhaltender Vertreibung und zunehmender Unsicherheit bei der Finanzierung ist der nachhaltige Ausbau lokaler Kapazitäten von entscheidender Bedeutung. Indem wir nationale Systeme und regionale Berufsverbände stärken, unterstützen wir die Entwicklung eines „kopierbaren“ Rettungsdienstmodells: Die in Nakivale gewonnenen Erfahrungen fließen bereits in Pläne zur Modernisierung von Rettungswagen in benachbarten Siedlungen und Aufnahmegemeinden ein.

Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass „Zuhause“ – sei es alt, neu oder vorübergehend – nah an lebensrettender Gesundheitsversorgung ist und damit auch das Sicherheits- und Zugehörigkeitsgefühl der Geflüchteten an ihrem neuen Wohnort gefördert werden. Mit starken Partnerschaften, lokalem Fachwissen und nachhaltiger Unterstützung kann die Notfallversorgung zu einer Säule der Würde und Hoffnung für vertriebene Gemeinschaften in Uganda und darüber hinaus werden.

(Mai 2026)

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