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Adaritza blickt nach vorn

Wenn Adaritza Márquez über das Erdbeben spricht, kommen die Erinnerungen sofort zurück. „Ich spüre eine tiefe Traurigkeit. Jedes Mal, wenn ich über das Erdbeben spreche, bricht es mir das Herz.“ Vor der Katastrophe lebte die 48-Jährige mit ihrer zwölfjährigen Tochter in Catia la Mar, im Viertel Playa Grande direkt am Meer. 

Als das Erdbeben ihre Heimat erschütterte, verbrachte die Familie die Nacht im Freien. Ein benachbartes Gebäude stürzte auf ihr Wohnhaus und zerstörte es teilweise. „Ich habe mit eigenen Augen viele Verletzte gesehen. Menschen, die bluteten und um Hilfe riefen“, erinnert sich Adaritza. „Viele haben noch mehr verloren als ich. Ich habe mein Zuhause verloren, aber andere haben geliebte Menschen verloren.“


„Jedes Mal, wenn ich über das Erdbeben spreche, bricht es mir das Herz.“

- Adaritza Márquez

Gemeinsam weitermachen

Nach dem Erdbeben wurde das, was von ihrer Wohnung übrig geblieben war, geplündert. Adaritza verlor nicht nur ihr Zuhause, sondern auch ihr gesamtes Hab und Gut. Heute lebt Adaritza mit ihrer zwölfjährigen Tochter und weiteren Angehörigen in einer Notunterkunft in Caracas, der Hauptstadt Venezuelas. Auch ihre Mutter, ihre Tante, ihre Cousinen und deren Familien leben dort. Die Familie hält eng zusammen und unterstützt sich gegenseitig.

Adaritza arbeitet als Verwaltungsangestellte an einer Schule in der Nachbarschaft. Besonders für ihre Tochter und ihre Nichten versucht Adaritza, stark zu bleiben. Seit dem Erdbeben versucht sie ihnen Mut zu machen: „Macht euch keine Sorgen. Alles wird gut. Trotz allem, was passiert ist, müssen wir weitermachen.“ Für die Kinder wünscht sie sich vor allem eine erfolgreiche Zukunft. Sie sollen eine gute Ausbildung erhalten und sich später ein selbstständiges Leben aufbauen können. Dafür tut Adaritza alles, was ihr möglich ist.

 


„Macht euch keine Sorgen. Alles wird gut. Trotz allem, was passiert ist, müssen wir weitermachen.“

- Adaritza Márquez zu ihrer Tochter und ihren Nichten

Medizinische Hilfe

Schließlich machte die mobile Klinik des venezolanischen Malteserordens an der Schule Station, an der Adaritza arbeitet. Die Schulgemeinschaft und Menschen aus der Nachbarschaft konnten sich dort von ehrenamtlichen Ärztinnen, Ärzten und Pflegekräften untersuchen und behandeln lassen.

Auch Adaritza und ihre Familie nahmen die medizinische Hilfe in Anspruch. Adaritza wurde allgemeinmedizinisch untersucht, bei ihrer Tochter und ihrer achtjährigen Nichte wurde unter anderem der Ernährungszustand überprüft. Für Adaritza und ihre Familie ist die medizinische Versorgung eine wichtige Hilfe. Gerade für Betroffene, die nach den Erdbeben in Notunterkünften leben, ist der Zugang zu medizinischer Versorgung oft schwierig.

Sie können Menschen wie Adaritza und ihre Familie unterstützen. Werden Sie zum Weihnachtsengel. Schenken Sie Gesundheit und Hoffnung für Menschen in Not.

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