EN | DE | FR
Jetzt Spenden
Unterstützen Sie Menschen in Not in Venezuela!

Esperanza hat Hoffnung

Esperanza Paz ist in El Tigrillo im venezolanischen Bundesstaat La Guaira zu Hause. Seit ihrer Kindheit lebt die 55-Jährige hier und fühlt sich ihrer Gemeinde eng verbunden. „Ich tue alles, was zum Wohle unserer Gemeinde ist“, sagt sie. Esperanza ist Lehrkraft an einem Institut für berufliche Weiterbildung. Auch darüber hinaus engagiert sie sich für die Menschen in ihrem Umfeld.

Doch dann verändert ein Tag alles. Am 24. Juni 2026 erschüttern zwei schwere Erdbeben innerhalb kurzer Zeit La Guaira im Norden des Landes. Esperanza verliert nach eigenen Angaben rund 30 Familienmitglieder und Freunde. Die Trauer begleitet sie noch Monate später.
 

„Das Erdbeben hat mein Leben verändert. Ich habe viele geliebte Menschen verloren, sehr viele Bekannte. Ich brauche wirklich Hilfe, um weitermachen zu können.“

- Esperanza Paz

Hilfe für Körper und Seele

Nach einer Katastrophe wie einem Erdbeben brauchen Menschen nicht nur medizinische Versorgung. Der Verlust geliebter Menschen, die Angst und die Unsicherheit hinterlassen auch seelische Wunden. Gemeinsam mit unserer Partnerorganisation PALUZ unterstützt Malteser International deshalb die betroffene Bevölkerung. Bei den Einsätzen der mobilen Klinik erhalten die Menschen medizinische und psychosoziale Unterstützung. In Gruppengesprächen geht es unter anderem um psychische Gesundheit, den Umgang mit Stress und Trauer. Wer weitere Unterstützung benötigt, kann anschließend eine individuelle Beratung bei einem Psychologen in Anspruch nehmen.

Auch Esperanza nutzt das Angebot. Sie spricht mit einem Psychologen über ihre Trauer und erhält unter anderem Atemübungen, die ihr helfen sollen, mit ihrer Belastung umzugehen. Besonders wichtig ist für sie dabei die menschliche Nähe: „Die Betreuung ist persönlich, herzlich und respektvoll.“ Esperanza erhält bei der mobilen Klinik auch medizinische Unterstützung. Wegen einer Nackenverspannung wird sie untersucht und erhält eine Überweisung für Röntgenaufnahmen und eine Rehabilitation.

 

Für andere da sein, obwohl man selbst Hilfe braucht

Esperanza braucht selbst Unterstützung. Gleichzeitig setzt sie sich dafür ein, dass auch andere Menschen in ihrer Gemeinde Hilfe erhalten. Über eine ehemalige Kollegin kommt sie mit unserem Partner PALUZ in Kontakt. Als die mobile Klinik ihre Dienste in El Tigrillo anbietet, hilft Esperanza dabei, die Nachricht in ihrer Gemeinde zu verbreiten. Sie informiert verschiedene Gruppen darüber, dass medizinische Hilfe angeboten wird. So wird Esperanza auf ihre ganz eigene Weise zu einem Engel für ihre Gemeinde: Obwohl sie selbst trauert und Unterstützung benötigt, trägt sie dazu bei, dass Hilfe auch andere Menschen erreicht.

Weil Kinder nach dem Erdbeben nicht regelmäßig zur Schule gehen können, wurde Esperanza gefragt, ob sie ihnen zusätzlichen Unterricht geben kann. Obwohl sie helfen möchte, kennt Esperanza ihre eigenen Grenzen: Für eine emotionale oder psychologische Begleitung der Kinder fühlt sie sich derzeit noch nicht bereit.

Was Esperanza Kraft gibt, ist vor allem der Blick nach vorne. Sie denkt an ihre beiden Enkelinnen und daran, welche Zukunft vor ihnen liegen könnte. Sie wünscht sich, dass sie weiter lernen können, eine gute Ausbildung erhalten und später ein sicheres und gutes Leben führen können. Esperanza bedeutet auf Spanisch „Hoffnung“. Und obwohl sie in diesem Jahr unvorstellbar viel verloren hat, hat Esperanza genau diese Hoffnung nicht aufgegeben. Sie gibt sie weiter.

Werden auch Sie zum Weihnachtsengel. Mit Ihrer Spende helfen Sie dabei, Menschen in Not medizinische und psychosoziale Unterstützung zu ermöglichen und ihnen neue Hoffnung zu schenken.

Unterstützen Sie Menschen in Not in Venezuela!
Jetzt spenden