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Bessere Gesundheit dank WASH

Längst nicht jeder hat in Kambodscha Zugang zu sauberem Trinkwasser in ausreichender Menge sowie zu einer angemessenen Sanitärversorgung. Häufige Folgen für die ohnehin arme Bevölkerung sind Krankheiten und Unterernährung. Um die Wasserversorgung und die Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung, insbesondere von Frauen und Kindern, in der Provinz Oddar Meanchey im Nordwesten des Landes zu verbessern, startete Malteser International gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation CHHRA (Cambodian Health and Human Rights Alliance) im April 2014 ein umfangreiches Projekt im Bereich Wasser-/Sanitärversorgung und Hygiene (WASH) in drei Distrikten.

Neben Kampagnen zur Hygiene- und Gesundheitsaufklärung, bei denen wir der Bevölkerung den Zusammenhang zwischen schlechten Sanitärverhältnissen, unzureichender Wasserversorgung und ihrer Gesundheitssituation verdeutlichen, erarbeiten wir zusammen mit CHHRA und den Dorfbewohnern gemeinsame Lösungsansätze und zeigen ihnen unter anderem, wie sie Regenwassertanks und Latrinen für ihre Familien bauen können.

Durch den jahrzehntelangen Krieg geprägt, gehört der Nordwesten Kambodschas nach wie vor zu den am wenigsten entwickelten Regionen des Landes. Die Bevölkerung setzt sich vornehmlich aus zurückgekehrten Flüchtlingen sowie Migranten aus anderen Teilen Kambodschas zusammen, die vielfach unter einfachsten Bedingungen und unter Einsatz geringster Ressourcen ihre Existenz zu sichern suchen. Die Provinz Oddar Meanchey zählt mit einer Armutsrate von 29 Prozent zu den ärmsten Provinzen Kambodschas. Armut in Kambodscha ist vor allem ein ländliches Problem, verursacht unter anderem durch die schlechte Gesundheitssituation, die nicht selten auf die mangelhafte Versorgung mit sauberem Trinkwasser sowie fehlende Sanitäreinrichtungen zurückzuführen ist.

Auch wenn Kambodscha die im Rahmen der Millennium Development Goals gesetzten Ziele für eine verbesserte Wasserversorgung erreichen konnte, leben in Oddar Meanchey immer noch die Mehrheit der Bevölkerung  ohne Zugang zu ausreichend sicherem Trinkwasser und das Ziel im Bereich Sanitärversorgung liegt noch in weiter Ferne.

  • Prävention und Reduktion von wasserinduzierten Krankheiten als Ursache von chronischer Unterernährung bei Kindern unter fünf Jahren
  • Verbesserter Zugang zu sanitärer Grundversorgung
  • Verbesserter Zugang zu ausreichend sauberem Trinkwasser
  • Verbesserte Verwendung von Nahrungsmitteln und Reduzierung von gesundheitsgefährdendem Verhalten

  • Bewusstseinsbildung durch Kampagnen zur Ernährungs-, Gesundheits- und Hygieneaufklärung
  • Unterstützung im Bau von Latrinen auf Haushaltsebene
  • Aufklärung zu geeigneter Aufbereitung und adäquater Lagerung von Trinkwasser auf Haushaltsebene
  • Bau von Regenwasserspeichern auf Haushaltsebene
  • Einführung neuer Methoden („productive sanitation“), z. B. Düngung mit Urin
  • Bildung von Koordinierungsmechanismen zwischen Provinzgesundheitsbehörde und der Behörde für ländliche Entwicklung zur Verbesserung der Gesundheitssituation in der Provinz

Länderinfos

Hauptstadt: Phnom Penh
Fläche: 181.040 km²
Bevölkerung: ca. 15,6 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit April 2014
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Spenden
Partner: Cambodian Health and Human Rights Alliance (CHHRA), Dorfgemeinschaften, Gemeinderäte

Letzte Änderung: Juli 2016

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