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Hinweise zu Sachspenden

Nach Naturkatastrophen erreichen uns viele Anfragen von Menschen, die den Betroffenen gerne mit Sachspenden helfen möchten. Wir bedanken uns ausdrücklich für diese Hilfsangebote, bitten jedoch um Verständnis, dass wir sie in den meisten Fällen nicht annehmen können.

Das hat folgende Gründe:

  • Wenn wir die Hilfsgüter am Einsatzort beschaffen hat das den Vorteil, dass hierdurch die lokalen und regionalen Märkte (wieder) gestärkt werden und die von der Katastrophe betroffenen Menschen wieder eigenes Einkommen erwirtschaften können.
  • Als Sachspenden werden in der Regel Gebrauchtwaren zur Verfügung gestellt, die abgeholt, gelagert und schließlich zu den Bedürftigen transportiert werden müssen. Die Kosten hierfür übersteigen oftmals den Wert von Neuanschaffungen.
  • Der Transport stellt uns zudem oftmals vor große logistische Probleme, die entfallen, wenn die benötigten Hilfsgüter in der Nähe des Katastrophengebietes eingekauft werden.


Wenn die Sachgüter für Krisengebiete im Ausland gespendet werden sollen, kommen weitere Probleme hinzu:

  • Die gespendeten Waren sind häufig nicht an die im Krisengebiet vorherrschenden kulturellen Gewohnheiten angepasst, für die Zubereitung von Lebensmitteln fehlt zum Beispiel oft die Ausstattung.
  • Die Bereitstellung unterschiedlicher Güter lässt keine gerechte Verteilung an die Menschen vor Ort zu. Das gilt auch für fertig gepackte Lebensmittelpakete, da diese auf die Größe der bedürftigen Familien zugeschnitten sein sollten.
  • Der Transport von durch Einzelspenden bereitet nicht zuletzt große Probleme bei den Grenzformalitäten. Da es nicht möglich ist, den Inhalt jedes einzelnen von Spendern zusammengestellten Päckchens zu überprüfen, können auch keine korrekten Ladepapiere erstellt werden, die für den Grenzübertritt notwendig sind. Dadurch können die Einfuhrbestimmungen der Länder, in denen Bedürftigen geholfen werden soll, nicht beachtet werden.


Der beste Weg zu helfen sind daher Geldspenden und Spendenaktionen.


Damit ermöglichen Sie es uns Hilfsorganisationen, genau das zu beschaffen, was die Menschen in der Krisenregion – auf der Grundlage einer professionellen Bedarfserhebung – wirklich brauchen, und garantieren, dass die Hilfsgüter auch dem lokalen Kontext angepasst sind. Geldspenden sind somit effizienter und beanspruchen – anders als Sach- und Materialspenden – in einer Katastrophensituation keine knappen Ressourcen wie Transport-, Personal- und Lagerkapazitäten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!