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Nothilfe und Wiederaufbau nach dem Erdbeben

Nach offiziellen Angaben kamen 8.699 Menschen bei dem schweren Erdbeben am 25. April 2015 ums Leben. Mehr als 22.000 Menschen wurden durch die Katastrophe verletzt. Laut der nepalesischen Regierung wurden über eine halbe Million Häuser zerstört oder schwer beschädigt. Rund 2,8 Millionen Menschen wurden obdachlos. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen waren insgesamt rund 5,6 Millionen Menschen von dem Erdbeben betroffen, darunter Tausende von Kindern. Es gab großflächige Schäden und Zerstörungen an lebenswichtiger Infrastruktur wie Schulen, Straßen und Krankenhäusern, so dass es mehrere Jahre dauern wird, bis die Menschen in den am stärksten zerstörten Regionen wieder das Leben führen können, das sie vor der Katastrophe gewohnt waren. Schätzungsweise 870.000 Kinder können keine Schule mehr besuchen, da die Gebäude und Klassenzimmer durch das Erdbeben komplett zerstört wurden. Zudem wurden 1.146 medizinische Einrichtungen zerstört oder schwer beschädigt.

Über die äußeren Schäden hinaus, die das Erdbeben verursacht hat, haben Tod und Zerstörung auch große seelische Schäden bei den Menschen hinterlassen. Das Land und seine Bewohner erholen sich nur langsam von der Katastrophe. Die Angst vor der Zukunft ist groß. Aufgrund ihrer begrenzten Mittel leben viele Nepalesen noch immer in Übergangsunterkünften; sie haben nur das Notwendigste zum Leben und oft nur unzureichenden Zugang zu sauberem Wasser und zu sanitären Anlagen. So sind sie besonders anfällig für Krankheiten. Die Geographie des Landes, wo viele Dörfer nur über abschüssige und oft durch Erdrutsche blockierte Bergstraßen erreichbar sind, erschwert den Wiederaufbau zusätzlich.

Unser Ziel ist es, das Überleben, die Unterbringung und die medizinische Versorgung der vom Erdbeben schwer betroffenen Bevölkerung in den ländlichen Distrikten Kavre und Sindhupalchok in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern und der Weltgesundheitsorganisation sicherzustellen.

  • Medizinische Nothilfe und psychosoziale Betreuung für die Überlebenden des Erdbebens am Flughafen von Kathmandu und auf dem Gelände der Deutschen Botschaft
  •  Verteilung von Nahrungsmitteln, Hygieneartikeln, Decken und Zeltplanen an rund 28.000 Menschen (4.600 Familien) in den Distrikten Kavre und Sindhupalchok
  • Unterstützung der Krankenhäuser in den Distrikten Kavre und Sindhupalchok mit medizinischen Fachkräften, Medikamenten und medizinischer Ausstattung
  • Ausstattung und Betrieb eines Feldhospitals in Lamosanghu im Nordosten des Distrikts Sindhupalchok, rund 40 Kilometer von der chinesischen Grenze entfernt
  • Verteilung von Werkzeug und Verleih von schwerem Gerät zur Schutt- und Trümmerbeseitigung in den Dörfern
  • Bau von Modellhäusern aus vor Ort verfügbaren Materialien und Schulung der Bevölkerung im Bau von Notunterkünften
  • Bau von Latrinen zur Verbesserung der Gesundheitssituation
  • Reparatur und Instandsetzung von Wasserreservoirs und Wasserleitungen zur Nutzung von Trinkwasser
  • Bau von Basis- Gesundheitsstationen und Ausstattung mit dem notwendigen Equipment und Medikamenten
  • Winterhilfe für Dörfer in Bergregionen durch die Verteilung von warmen Decken, zusätzlichen Zeltplanen zur Abdichtung der Übergangszelte, rauchfreien Heizöfen, Solarlampen und warmer Kleidung für alle Familienmitglieder.

Länderinfos

Hauptstadt: Kathmandu 
Fläche: 147.181 km²
Bevölkerung: ca. 27,8 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: seit April 2015
Finanzierung: Europäische Union (ECHO), Auswärtiges Amt der Bundesrepublik Deutschland, Aktion Deutschland Hilft (ADH), Nachbar in Not (Österreich), Röchling Stiftung und Spenden
Partner: Rural Self-Reliance Development Centre (RSRD), Kathmandu Universität, Dhulikel Hospital

Letzte Änderung: Januar 2016

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