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Wiederaufbau nach dem Erdbeben in Nepal

Nach offiziellen Angaben kamen über 8.700 Menschen bei den schweren Erdbeben vom 25. April und 11. Mai 2015 ums Leben. Mehr als 22.000 Menschen wurden durch die Katastrophe verletzt. Laut der nepalesischen Regierung wurden knapp eine halbe Million Häuser zerstört und über 250.000 Häuser schwer beschädigt. Laut Schätzungen der Vereinten Nationen waren insgesamt rund 5,6 Millionen Menschen in 14 Distrikten von Nepal von dem Erdbeben betroffen. Es gab großflächige Schäden und Zerstörungen an lebenswichtiger Infrastruktur wie Schulen, Straßen und Krankenhäusern, so dass es mehrere Jahre dauern wird, bis die Menschen in den am stärksten zerstörten Regionen wieder das Leben führen können, das sie vor der Katastrophe gewohnt waren. Über die äußeren Schäden hinaus, die das Erdbeben verursacht hat, haben Tod und Zerstörung auch große seelische Schäden bei den Menschen hinterlassen. Das Land und seine Bewohner erholen sich nur langsam von der Katastrophe. 

Malteser International war mit einem Nothilfeteam sofort nach dem ersten Erdbeben vor Ort um Überlebenden medizinische Unterstützung zu geben. In den folgenden Wochen und Monaten wurden in den am stärksten betroffenen ländlichen Gebieten, Familien mit lebenswichtigen Nahrungsmitteln und Haushaltsgegenständen versorgt, Baumaterialien für temporäre Häuser bereitgestellt und medizinische Versorgung von betroffenen Dörfern durch die Unterhaltung eines temporären Krankenhauses sichergestellt. Seit Mitte 2016 unterstützen wir den Wiederaufbau in den Bereichen Shelter, Wasser und Sanitärinfrastruktur und Gesundheit in den drei besonders betroffenen Distrikten Nuwakot, Sindhulpalchowk und Kavrepalanchowk. Zusätzlich stärken wir die Katastrophenvorsorgekapazitäten um die Dorfgemeinden besser auf zukünftige Naturkatastrophen vorzubereiten. 

 

Die Distrikte Sindhulpalchowk, Nuwakot und Kavrepalanchowk gehören zu denen am vom Erdbeben meisten betroffenen Gebieten in Nepal. Viele Häuser wurden hier ganz oder teilweise zerstört, die Versorgung mit sauberem Trinkwasser brach ein und Latrinen wurden zerstört. Die meisten der Gesundheitsstationen konnten aufgrund der Schäden nur behelfsmäßig operieren. Lokale Strukturen, die zuständig für Katastrophenvorsorge und –management sind, funktionieren oft nicht oder sind nicht angemessen ausgerüstet. 

Unser Ziel ist es, den Wiederaufbau in insgesamt 10 Dörfern in den erdbebenbetroffenen Gebieten Sindhulpalchowk, Kavrepalanchowk und Nuwakot in den Bereichen Shelter, Wasser- und Sanitärversorgung und Gesundheit zu unterstützen und die Gemeinden besser auf künftige Katastrophen vorzubereiten.

  • Wiederaufbau von erdbebensicheren Häusern und Training von Maurern in erdbebensicheren Bautechniken
  • Bau von Latrinen zur Verbesserung der Gesundheitssituation
  • Maßnahmen und Trainings zu Hygieneförderung
  • Reparatur und Instandsetzung von Wasserreservoirs und Wasserleitungen zur Nutzung von Trinkwasser
  • Bau von Basis- Gesundheitsstationen und Ausstattung mit dem notwendigen medizinischen Equipment und Medikamenten
  • Ausbildung von Gesundheitspersonal und Gemeindefreiwilligen zur Erkennung, Behandlung und Referenz von Menschen mit psychischen Krankheiten, Sensibilisierungsmaßnahmen im Bereich mentale Gesundheit auf Gemeindeebene, psychosoziale Versorgung von psychisch Erkrankten
  • Ausbildung von Lehrern zur Erkennung von psychischen Krankheiten unter Schülern und bewusstseinsbildende Maßnahmen zum Umgang mit psychischen Krankheiten an Schulen 
  • Stärkung der lokalen Katastrophenvorsorgestrukturen durch Trainings und Bereitstellung von Ausrüstung

Länderinfos

Hauptstadt: Kathmandu 
Fläche: 147.181 km²
Bevölkerung: ca. 28,5 Millionen

Projektdaten

Laufzeit: August 2016 - Dezemebr 2018 
Finanzierung: Aktion Deutschland Hilft (ADH), Land Baden-Württemberg und Spenden
Partner: Rural Self-Reliance Development Centre (RSDC), Indrawatee Community Service Centre (ICSC), Community Development and Environment Conservation Forum (CDECF), KOSHISH

Letzte Änderung: April 2017

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